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Königs Wusterhausen Wiesenhof darf künftig mehr Hühner schlachten
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16:55 01.11.2018
Wiesenhof in Niederlehme Quelle: Gerlinde Irmscher
Niederlehme

Knapp zwei Jahre lang dauerte der Streit um die Erweiterung des Wiesenhof-Schlachtbetriebs in Niederlehme. Jetzt ist er vorbei. Die Märkische Geflügelhof-Spezialitäten GmbH darf ihre Schlachtkapazitäten erweitern. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Dem Betrieb wurde eine entsprechende Genehmigung vom Landesumweltamt erteilt.

Wiesenhof schlachtet derzeit 120 000 Hühner pro Tag. Künftig können in Niederlehme 160 000 Tiere pro Tag geschlachtet und zu Fleischprodukten verarbeitet werden. „Das ist ein wichtiges Signal für alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die hier in den vergangenen Monaten engagiert und konstruktiv an diesem Prozess mitgewirkt haben“, sagt Peter Wesjohann, Vorstandsvorsitzender der PHW-Gruppe, zu der die Wiesenhofmarke gehört.

Kritik wegen illegaler Erweiterung

Die Erweiterungspläne bei Wiesenhof stand in den vergangenen zwei Jahren aus mehreren Gründen in der Kritik. Vor allem deshalb, weil der Betrieb seine Kapazitäten bereits im Jahr 2015 hochgefahren und die Erweiterung erst ein gutes Jahr danach beantragt hatte.

Das Landesamt für Umwelt verfügte nach Bekanntwerden eine Teilstilllegung. Der Betrieb wurde gezwungen, seine Kapazitäten wieder auf den ursprünglichen und genehmigten Stand zu bringen. Das Oberverwaltungsgericht Cottbus bestätigte die Teilstilllegung.

Ausfälle sollten aufgefangen werden

Die PHW-Gruppe hat die Erweiterung der Schlachtkapazitäten stets mit wirtschaftlicher Notwendigkeit begründet. Nach Großbränden in Schlachthöfen in Bayern und Niedersachsen müssten Produktionsausfälle aufgefangen werden.

Im Landesamt für Umwelt sah man die Erweiterungspläne aber lange kritisch: Zum einen, weil der Betrieb Unmengen Wasser verbraucht, pro Tag fließen 1200 Kubikmeter durch die Produktion. Zum anderen, weil bis zuletzt nicht nachgewiesen werden konnte, dass ausreichend Personal zur Kontrolle der Tiere zur Verfügung steht. Diese Bedenken konnten jetzt aber offenbar ausgeräumt werden.

Zwei-Schicht-Betrieb ab kommender Woche

Ab Anfang kommender Woche soll in Niederlehme der Zwei-Schicht-Betrieb aufgenommen werden. Das Unternehmen betont, dass trotz Erhöhung der Schlachtmenge keine neuen Ställe benötigt werden. Im Niederlehmer Schlachtbetrieb arbeiten nach Unternehmensangaben rund 650 Menschen.

Von Oliver Fischer

Der Wiesenhof-Betrieb in Niederlehme darf seine Schlachtkapazitäten erweitern. Eine entsprechende Genehmigung liegt nun vor. Damit dürfen dort künftig 160 000 Tiere geschlachtet werden.

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