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Königs Wusterhausen Proben für Tragikomödie in vollem Gange
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13:23 18.03.2019
Alfred Ill, gespielt von Benno Gergs, bittet die „Alte Dame“, gespielt von Jolene Noack, um Vergebung. Quelle: Foto: Till Uebelacker
Königs Wusterhausen

„Führe uns nicht in Versuchung indem du bleibst!“, ruft eine Schülerin durch die Aula des Friedrich-Schiller-Gymnasiums. Der Hintergrund: Den Klassiker „Der Besuch der Alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt führen die Schauspiel-Klassen des Friedrich-Schiller-Gymnasiums am 29. und 30. März in der Aula der Schule insgesamt viermal auf.

Verhängnisvolle Vergangenheit

Zur Erinnerung, die alte Dame stiftet die Bürger eines maroden Städtchens zum Mord an ihrem Mitmenschen, Alfred Ill., an. Dieser hat eine verhängnisvolle Vergangenheit. Bei einer Finanzspritze von einer Milliarde werden selbst rechtschaffene Bürger schwach – und sind bereit den Mann aus ihrer Mitte zu opfern. „Das ist meine erste Inszenierung“, erzählt Lehrerin Nicole Elmer. „Das Stück ist mir gut vertraut.“ In Zeiten populistischer Versprechungen habe der Stoff auch eine aktuelle Relevanz.

Schüler arbeiten seit September an dem Stück

Man sage zwar oft, dass sich Geschichte nicht wiederhole. „Wir überlassen am Ende den Zuschauern die Entscheidung, wie sie sich verhalten.“ Erst seit eineinhalb Jahren unterrichtet Nicole Elmer am Friedrich-Schiller-Gymnasium in Königs Wusterhausen. Neben Deutsch und Geschichte betreut sie zwei Klassen im Fach Darstellendes Spiel. Die Schüler arbeiten seit September an dem Stück, viele schweißtreibende Probewochenenden liegen bereits hinter ihnen. „Alle haben bei dem Projekt einen großen Ehrgeiz entwickelt“, erklärt Jolene Noack, die die Hauptrolle der Claire Zachanassian übernimmt.

Umkämpfte Rollenverteilung

Die beliebten Rollen waren umkämpft. Die Schüler mussten ihre Motivation für eine bestimmte Rolle präsentieren, bevor Lehrerin Elmer entscheiden konnte, wen sie tatsächlich besetzt. Dennoch ziehen alle an einem Strang. „Wir sind eine kleine Familie geworden“, erzählt die Hauptdarstellerin Jolene Noack. „Beim Theaterspielen muss man Hemmschwellen überwinden. Das schweißt zusammen.“ Für die Abiturienten ist das Theaterspielen ein willkommener Ausgleich zum stressigen Schulalltag, auch wenn viel Text auswendig gelernt werden muss.

Bis zu 400 Gäste in der Aula erwartet

Viele Szenen leben von ihrer Komik und dem brandenburgischen Dialekt. Die letzte Probe, noch ohne Kostüme, lief schon recht flüssig. Nur die Schlussszene musste noch einmal geprobt werden. „Die Aufführung kann kommen“, zeigte sich Nicole Elmer zufrieden. Auch viele Schüler werden zum ersten Mal in ihrem Leben auf einer größeren Bühne stehen. Bis zu 400 Gäste werden in der Aula erwartet. Die Karten kosten ermäßigt einen Euro, für Erwachsene zwei Euro. Die Inszenierung findet am 29. und 30. März jeweils um 17 und 20 Uhr statt.

Von Till Uebelacker

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