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Königs Wusterhausen Sänger überzeugen mit „Audite silete“
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06:18 23.10.2018
Montags probt der Chor im Dorfgemeinschaftshaus Diepensee. Quelle: Fotos: Heidrun Voigt (2)
Königs Wusterhausen

Singen ist ein aktiver Stresskiller und absolut gesundheitsfördernd. Singen macht glücklich – unter der Dusche, aber vor allem im Chor. Wer die gelockerte und heitere Stimmung bei den Proben des Gemischten Chors Königs Wusterhausen miterlebt, kann sich das gut vorstellen.

„Es macht mir Spaß in der Gemeinschaft zu singen, es befreit den ganzen Körper“, sagt Birgitt Bernhard. Sie singt seit 13 Jahren im Chor, seitdem sie ihr Arbeitsleben hinter sich gelassen hat. Für Liane Fruck, die seit 19 Jahren dabei ist, bedeutet Chorsingen Entspannung und Abschalten vom Alltag. Ronni Krzyzan kann sich keinen besseren Ausgleich zu ihrem Bürojob vorstellen. Sie singt seit 30 Jahren. Alle drei Sängerinnen gehören dem Vorstand des Gemischten Chores Königs Wusterhausen an.

„Chorsingen ist Diktatur“

Gegründet wurde er 1974 als Stadtchor. Damals zählte er 20 Sangeslustige. Heute sind es 87, der Jüngste ist 29 Jahre, der Älteste 85. Jeden Montag ab 19.30 Uhr wird im Dorfgemeinschaftshaus Diepensee unter Leitung von Andreas Wiedermann fleißig geprobt. Der diplomierte Gesangspädagoge arbeitet mit dem Chor seit 2006. Die Damen vom Vorstand bescheinigen ihm, dass er ein strenger Dirigent sei, aber das sei in Ordnung. „Chorsingen ist Diktatur. Da ist von Demokratie keine Spur! Die Leute singen, singen, immer nur, was der Chorleiter will – ganz stur!“, zitiert Birgitt Bernhard augenzwinkernd einen Kanon. Und es sei wohl die einzige Diktatur, der man sich mit großem Vergnügen unterordne, fügt sie hinzu.

Eine der jüngsten Proben des Chores stand noch unter dem Eindruck seines Auftritts am 13. Oktober in der Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul in Görlitz. „Das Konzert ,Audite silete’ war der Höhepunkt in unserem Chorjahr. Die legendäre Sonnenorgel von 1703, das Publikum, das eine sehr hohe Qualität gewohnt ist – wir hatten Respekt, es war eine neue Stufe für uns Sänger“, sagt Ronni Krzyzan.

Besonderes Konzert in Görlitz

Mit Angehörigen und Freunden ging es in zwei Bussen nach Sachsen. Samstagabend war das Konzert, am Sonntag standen verschiedene Stadttouren auf dem Programm. „Das Wochenende war wie ein dreiwöchiger Urlaub und die Kirche war ziemlich beeindruckend“, schwärmte Heike Donhauser bei der Probe. „Wir haben sogar eine Kantate gesungen. Wenn es darauf ankommt, stehen wir auf, reißen uns zusammen und Andreas kann sich auf uns verlassen“, meinte Martina Vortkamp.

Auf dem Programm in Görlitz standen unter anderem alte Chormusik, deutsche und europäische Volkslieder sowie das Halleluja des kanadischen Singer-Songwriters Leonard Cohen. Irina Waldow begleitete den Chor auf dem Klavier, das macht sie schon seit vier Jahren. Und Kirchenmusikdirektor Reinhard Seeliger spielte auf der Sonnenorgel.

Viel Nachwuchs bei den Chordamen

Insgesamt 13 bis 15 Konzerte absolvieren die Sänger in jedem Jahr. Im Frühjahr und im Herbst wird bei einem Chor-Wochenende geprobt. Eine Weihnachtsfeier gehört auch zum Jahresprogramm der Gemeinschaft. „Wir haben in Diepensee ideale Bedingungen zum Proben und geben in jedem Jahr ein Dankeskonzert für die Gemeinde, wo wir die Gäste mit Kaffee und Kuchen bewirten“, erzählt Liane Fruck. Die drei Vorstandsdamen wünschen sich aber, dass es einen ähnlichen Kultursaal auch in Königs Wusterhausen gäbe.

Nach ihrem Herzenswunsch für den Chor befragt, sind sie sich gleich einig: Tenöre und Bässe, damit man auch zukünftig vierstimmig singen könne. „Der Nachwuchs bei den Damen ist gut, bei den Herren ist es problematisch“, stellt Ronni Krzyzan fest und lädt ein, einfach bei einer Probe vorbeizuschauen.

Von Heidrun Voigt

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