Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Königs Wusterhausen Aufstand gegen neuen Schulstandort
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen Aufstand gegen neuen Schulstandort
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 02.10.2018
Steffie Lamers, Sascha Börnicke, Alexander Pohle, Bernd Lamers (v.l.) von der BI Pro Senzig am Spielplatz in der Ringstraße. Quelle: Frank Pawlowski
Senzig

Einwohner von Senzig wehren sich vehement dagegen, dass die neue Grundschule in der Ringstraße gebaut wird. Der Königs Wusterhausener Stadtrat entscheidet am 8. Oktober über die Aufstellung des Bebauungsplanes. Bis dahin will eine Bürgerinitiative die Stadtpolitiker überzeugen, diesen Beschluss nicht zu fassen.

Freizeitpark in der Ringstraße mit Sporthalle im Hintergrund. Quelle: Frank Pawlowski

In der Initiative Pro Senzig, die sich noch in Gründung befindet, haben sich Anwohner der Ringstraße und weitere Einwohner zusammengeschlossen. Sie hat nach eigenen Angaben rund 60 direkte Unterstützer. Sprecher Sascha Börnicke verweist außerdem auf die Unterstützung durch das Netzwerk Senzig mit seinen rund 300 Mitgliedern.

Pro Senzig listet 25 Gründe auf, die gegen einen Schulneubau in der Ringstraße sprechen würden, von der Verkehrssicherheit, über die Wirtschaftlichkeit bis zu Baurisiken. Die Argumente der Stadtverwaltung für den Standort nennt die Initiative „verlogen“. Sascha Börnicke glaubt, dass die Stadtverordneten anhand falscher Fakten für diesen Standort gestimmt hätten.

Blick vom Bolzplatz zum benachbarten Schulsportplatz. Quelle: Frank Pawlowski

Der Stadtrat hatte im Juli den zwei Jahre alten Standortbeschluss für den Bullenberg aufgehoben und auf Vorschlag von Bürgermeister Swen Ennullat (FWKW) die Ringstraße ausgewählt. Der Senziger Ortsbeirat lehnt die Bebauung ab, in zwei SVV-Ausschüssen gab es hingegen eine Mehrheit für die Aufstellung des B-Planes.

Pro Senzig will erreichen, dass der frühere Bullenberg-Beschluss wieder in Kraft gesetzt wird. „Es ist keine Standortfrage, sondern eine Projektfrage“, sagte Mitinitiator Bernd Lamers. Er engagiere sich als Privatmann, so der CDU-Politiker. „Die Bullenbergpläne sind großartig, das Projekt in der Ringstraße ist mickrig.“ Anwohner Alexander Pohle kritisiert, dass weitere neue Schulstandorte nicht ernsthaft geprüft würden. Die Ringstraße kommt für ihn vor allem aus einem Grund nicht in Frage: „Die einzige Freizeitmöglichkeit, die es für Kinder und Jugendliche im Ort gibt, würde verschwinden.“

Der Spielplatz. Quelle: Frank Pawlowski

Auf dem Gelände, das bebaut werden soll, befinden sich ein Jugendklub, ein mit privaten Mitteln finanzierter Kinderspielplatz und ein Bolzplatz, außerdem ein Schulsportplatz. Der Jugendklub soll laut den Plänen der Stadt in die jetzige Grundschule in der Lindenstraße umziehen. Dort soll ein Gemeindezentrum entstehen.

Hinweistafel an der Sportanlage. Quelle: Frank Pawlowski

Eine Petition zum Schulneubau soll dem Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung, Georg Hanke (SPD), noch vor der Sitzung in der kommenden Woche überreicht werden. Laut Bernd Lamers sind außerdem Gespräche mit den Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung geplant.

Von Frank Pawlowski

Die Arbeitslosigkeit hat sich von August auf September in Königs Wusterhausen um 86 Menschen auf 2420 Menschen verringert. Das waren 399 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr.

28.09.2018

Ein 76 Jahre alter Mann, der am Donnerstag auf einer Baustelle in Diepensee von einem Radlader erfasst worden war, ist seinen schweren Verletzungen erlegen. Die Kriminalpolizei ermittelt.

28.09.2018

In den nächsten Tagen wird in den Kreisen Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald wieder an den Bahnstrecken gebaut. Betroffen sind S46, RE2, RE3, RE4, RE7, RB14 und RB33.

27.09.2018