Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Königs Wusterhausen TV-Star Carsten Stahl bietet Schule seine Hilfe an
Lokales Dahme-Spreewald Königs Wusterhausen TV-Star Carsten Stahl bietet Schule seine Hilfe an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:21 28.04.2018
Carsten Stahl tourt seit mehreren Jahren mit seiner Kampagne „Stoppt Mobbing“ durch Schulen in ganz Deutschland. Quelle: dpa
Königs Wusterhausen

Der Fall des 15-Jährigen, der vergangene Woche in Königs Wusterhausen von Mitschülern der Oberschule „Hans Bredow“ verprügelt worden ist, zieht immer größere Kreise. Der nach eigenen Angaben bekannteste Anti-Mobbing-Experte Deutschlands, Carsten Stahl, hat nun in einem offenen Brief an den Direktor der Hans-Bredow-Schule seine Hilfe angeboten.

Carsten Stahl, bekannt durch RTL 2

Stahl, der mit der RTL-2-Serie „Privatdetektive im Einsatz“ bei einem breiten Publikum bekannt wurde, tourt seit mehreren Jahren mit seiner Kampagne „Stoppt Mobbing“ durch Deutschland. Laut eigenen Aussagen hat er bereits an mehr als 100 Schulen entsprechende Kurse gegeben.

Auf MAZ-Nachfrage, bestätigte die Polizeidirektion Süd inzwischen, dass zu dem Vorfall vergangene Woche drei Anzeigen wegen Körperverletzung sowie eine Anzeige wegen Beleidigung eingegangen seien. Die an der Tat Beteiligten würden nun angehört.

Schulleiter spricht von „Ausnahme“

Erik Dorow, der Direktor der Hans-Bredow-Schule, hatte am Dienstagabend vor dem Sozialausschuss der Stadt Königs Wusterhausen gesagt, dass ein derartiger Fall von Gewalt an seiner Schule die absolute Ausnahme sei. Für Carsten Stahl ist jedoch klar: Es gibt keine Ausnahmen. „Fast alle Schulen, die behaupten, es gebe bei ihnen kein Mobbing- oder Gewaltproblem, lügen“, sagt er. Rund 90 Prozent aller Jugendlichen in Deutschland seien schon einmal Opfer von Mobbing oder Gewalt an der Schule geworden. „Wir müssen ein Bewusstsein dafür schaffen, wie groß das Problem tatsächlich ist. Sonst kocht die Lage irgendwann über“, so Stahl weiter.

Anti-Mobbing Kampagne

Der TV-Star fordert nun die Hans-Bredow-Oberschule dazu auf, eine Anti-Mobbing-Kampagne zu starten. „Offenbar wirken ihre Methoden bisher nicht gut genug“, sagt Stahl.

Auf MAZ-Nachfrage erklärte die für Königs Wusterhausen zuständige Schulrätin vom staatlichen Schulamt Cottbus bereits am Dienstag, die Bredow-Schule sei „ihren Pflichten gefolgt“ und habe „pädagogische Maßnahmen“ ergriffen.

Konzept zur Gewaltprävention

An der Schule wurde schon vor einigen Jahren ein Konzept zur Gewaltprävention eingeführt. „Aufgabe der Schulen ist es, sich verstärkt gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit zu engagieren“, heißt es darin. Zwar gibt es im Fall des verprügelten 15-Jährigen keinerlei Indizien für Rechtsextremismus oder Fremdenfeindlichkeit, aber der Gewaltausbruch dürfte dennoch Anlass genug gewesen sein für weiterführende Maßnahmen.

Die Oberschule befindet sich in städtischer Trägerschaft. Swen Ennullat (FWKW), Bürgermeister von Königs Wusterhausen wollte sich aktuell aber nicht zu dem Problem an der Schule äußern.

Einige MAZ-Leser hatten ihrem Ärger über die Situation an der Schule bereits auf Facebook Luft gemacht. Viele forderten schon am Dienstag, kurz nach Bekanntwerden des Vorfalls, den Anti-Gewalt-Trainer Carsten Stahl zu involvieren. Der machte mit seinem offenen Brief nun einen Schritt auf die Schule zu. Damit er tatsächlich engagiert wird, müssten sich aber vor allem die Eltern der Schüler bei der Schulleitung für ihn einsetzen. „Mit unserer Arbeit helfen wir nicht nur den Opfern und Tätern, sondern vor allem auch den Lehrern und nicht zuletzt dem Ruf der Schule“, sagt Stahl.

Von Jonas Nayda

Den Unterstand auf ihrer Koppel hat Angelika Konrad abreißen müssen. Stute Erna war ganz entsetzt. Die Kablowerin beugte sich einer Anordnung des Kreises. Der Ortsvorsteher hat dazu eine klare Meinung.

28.04.2018

Jahrelang haben die Kablower für ein neues Dorfgemeinschaftshaus gekämpft. Jetzt endlich wird es aus dem Boden gestampft. Der Altbau ist schon verschwunden.

28.04.2018

Bei Wohnungsneubauten in der Stadt sollen zehn Prozent der Wohnfläche günstiger als der Rest vermietet werden. Außerdem soll es eine Quote für Sozialwohnungen geben. Der Vorschlag wird in der SVV diskutiert.

27.04.2018