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Königs Wusterhausen Traditionelles Museumsfest
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00:34 30.05.2018
Der Glasbläser Torsten Krüger stellte im Museumshof einiger seiner Rosenvasen her. Quelle: Aaliyah Sarauer
Königs Wusterhausen

Glas ist ein faszinierender Werkstoff, der alltäglich in den verschiedensten Lebensbereichen genutzt wird. Doch was genau steckt dahinter? Wie werden Dinge aus Glas hergestellt und seit wann? Diese Fragen wurden beim Museumsfest im Königs Wusterhausener Dahmelandmuseum am Samstag beantwortet. Das Thema in diesem Jahr lautete – passend zur aktuellen Sonderausstellung – Glas im Alltag. Im Hof und im Garten des Museums gab es verschiedene Stände, die sich mit diesem Werkstoff beschäftigten.

An einem Stand arbeitete Glasbläser Torsten Krüger. Er führte sein Handwerk vor und zeigte, was man alles aus Glas herstellen kann. „Ich demonstriere hier das Glasblasen“, sagte er. „!Damit die Leute mal ein Gefühl dafür bekommen, wie lange es dauert, ein Glas herzustellen. Manche denken ja, es fällt einfach aus der Maschine heraus. Aber Glas gerade per Hand zu bearbeiten, ist ja noch eine ganz andere Geschichte. Es ist ein ganz altes Handwerk.“ Dabei hatte er auch seine eigene Entwicklung, die Rosenvase, die er 1987 kreierte. Diese zeigte, wie man aus Glas auch eine etwas andere Vase herstellen kann. Interessierte hatten zudem die Möglichkeit, sich selber im Glasblasen auszuprobieren.

Hilke Häusler führte das alte Handwerk der Glasperlenherstellung vor. Quelle: Aaliyah Sarauer

Besucher versuchen sich an „Schnupper-Perle“

Selbst etwas kreieren konnten Besucher auch am Stand von Hilke Häusler. Sie stellt aus Glas Perlen und Schmuck her. Wer sich traute, durfte selber einmal eine sogenannte „Schnupper-Perle“ erstellen. „Das ist Perlenwickeln oder Perlendrehen, was ich hier mache. Mit flüssigen Glas Perlen herstellen“, erklärte Hilke Häusler. Mit einem bestimmten Brenner wird das Glas bei über 1000 Grad Celsius geschmolzen und dann über einen Edelstahldorn gewickelt. Die Perlen können mit unterschiedlichen Mustern verziert werden, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Vor zehn Jahren hatte die Künstlerin dieses Handwerk gesehen und sich darin ausprobiert. Jetzt hat sie eine eigene Werkstatt, in der sie zudem Kurse anbietet. „Es ist etwas ganz Besonderes“, sagte sie über ihre Arbeit. „Es ist schon speziell, die Perlen dann mit nach Hause zu nehmen. Man hat etwas selbst gemacht, man hat es mal probiert.“

Sonderausstellung verlängert

Neben den Mitmach-Möglichkeiten konnten die Besucher auch die Sonderausstellung zum Thema Glas im Alltag bestaunen. „Die Sonderausstellung läuft noch bis April 2019, sie wurde verlängert“, berichtete Museumsleiterin Margitta Berger. Mit der Ausstellung soll auf die Schönheit und Vielfalt des Glases aufmerksam gemacht werden.

Das Museumsfest wurde vom Heimat- und Museumsverein organisiert. Die Besucher konnten sich mit Kuchen, frisch gebackenem Brot und anderen Leckereien stärken. Livemusik, Tanz, Gesang und ein Zauberer sorgten für gute Unterhaltung auf dem Gelände des Dahmelandmuseums.

Von Aaliyah Sarauer

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