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Königs Wusterhausen Vorzeige-Projekt Königspark
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00:20 03.06.2018
Nachhaltiges Wohnen zu erschwinglichen Mieten – das versprechen die Initiatoren. Baustart für diese Häuser im südlichen Königspark könnte in diesem Herbst sein. Quelle: Trialog concept
Königs Wusterhausen

Im Königspark in Königs Wusterhausen scheinen jetzt doch die Weichen für die langerwartete Wohnbebauung gestellt zu sein, und zwar durch den bisherigen Investor, die SolWo Königspark GmbH. „Wir haben unser Planungsteam angewiesen, die Arbeit an diesem für Königs Wusterhausen so bedeutsamen Vorhaben wieder aufzunehmen“, sagte Geschäftsführer Senol Ince. „Nach den Irritationen der Vergangenheit wollen wir jetzt keine weitere Zeit verlieren.“

Wohnungen und Kitas im ersten Bauabschnitt

Im ersten Bauabschnitt soll neben 288 Wohneinheiten auch die dringend benötigte Kita für die Stadt errichtet werden. Sie soll eine Kapazität von 120 Plätzen haben. Das Unternehmen strebt nach eigenen Angaben eine Grundsteinlegung im September oder Oktober dieses Jahres an.

Verkauf an Investmentgesellschaft scheiterte

Der für 2017 geplante Spatenstich kam wegen Grundstücksverhandlungen nicht zustande. Der Eigentümer einer zehn Hektar großen Nachbarfläche im Königspark habe die 33 Hektar der SolWo Königspark GmbH übernehmen

Die 28 Hektar große Nordfläche ist noch als Gewerbegebiet ausgeweisen, soll aber zum Wohngebiet umgewidmet werden. Quelle: Trialog concept

wollen. Deren Bedingung sei gewesen, dass die Entwicklung des Areals wie geplant fortgeführt werde, einschließlich des vertraglich zugesicherten Kita-Baus. Man sei sich handelseinig gewesen. „Am Ende aber scheiterte der Kauf“, wie die SolWo Königspark GmbH jetzt mitteilte. Statt dessen habe sie selbst die Nachbarfläche erworben und verfüge nun über 43 Hektar im Königspark.

Pauschaltarif für Strom und Wasser

Mit der „final geregelten Grundstücksfrage“ nehme das Wohnbauprojekt neue Fahrt auf, das laut Unternehmen ein nationales Modellvorhaben ist. Die Wohnhäuser würden in „energetisch optimierter Bauweise“ errichtet und

Entwurf für die geplante Kita. Quelle: Trialog concept

sich mit Hilfe erneuerbarer Energien vollständig selbst versorgen. Ohne zusätzliche Kosten für Strom und Wärme solle Wohnen so für jedermann bezahlbar bleiben. Wie es auf Nachfrage hieß, seien diese Nebenkosten je nach Wohnungsgröße bereits als Pauschaltarif in der Miete enthalten.

Baustart im südlichen Königspark

Die Kontingente seien sehr großzügig bemessen. Angaben zu den Mieten machte das Unternehmen noch nicht. Inzwischen liegen Baugenehmigungen für acht von insgesamt elf geplanten Gebäuden vor, die im kleinen südlichen

Ein Café im Erdgeschoss eines Wohnhauses. Quelle: Trialog concept

Königspark auf vier Hektar gebaut werden. Die größeren Parzellen Nord und Ost mit 28 und 10 Hektar sind noch als Gewerbegebiet ausgewiesen. Die SolWo hofft, dass sie größtenteils in Wohngebiet umgewidmet werden. Das würde die „regionale Wohnungsmarktsituation nachhaltig entspannen“, sagte Senol Ince. Das Änderungsverfahren für den Flächennutzungsplan läuft derzeit. Die Stadtverwaltung teilte dazu mit, darüber müssten im weiteren Aufstellungsverfahren die politischen Gremien entscheiden.

Förderung der Umweltstiftung

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert das Königspark-Projekt mit 650 000 Euro und berät fachlich. „Solche Quartiere können zukünftig zur

Die Siedlung soll sich mithilfe erneuerbarer Energien vollständig selbst versorgen. Quelle: Trialog concept

Energiewende beitragen und den Klimaschutz voranbringen“, sagte Generalsekretär Alexander Bonde.

Netzhoppers-Sponsoring verlängert

Die SolWo Königspark GmbH teilte außerdem mit, dass sie das Namenssponsoring für Volleyball-Bundesligist Netzhoppers Königs Wusterhausen um ein Jahr verlängert hat. Eine Unterstützung für die Saison 2019/20 wurde ebenfalls in Aussicht gestellt. Sie könnte noch vor der kommenden Spielzeit zugesagt werden, hieß es.

Neue Formen des Zusammenlebens

Die SolWo-Gruppe ist ein nach eigenen Angaben seit über 25 Jahren erfolgreich am Immobilienmarkt tätiges Familienunternehmen. Schwerpunkt seien Projekte, die Ökologie, Ökonomie und Sozialem miteinander verbinden. In Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Trägern wie dem Paritätischen Wohlfahrtsverband und der Caritas sollen neue Formen des Zusammenlebens in Berlin und Umland gestaltet werden.

Von Frank Pawlowski und Gerlinde Irmscher

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