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Königs Wusterhausener Schlossmauer saniert

Historiesche Rundbogen-Mauer Königs Wusterhausener Schlossmauer saniert

Die bereits im August begonnene Restauration der denkmalgeschützten Schlossmauer in der Straße Am Amtsgarten in Königs Wusterhausen weist so einige Tücken auf. Waren doch weder ihre genaue ursprüngliche Gestaltung noch ihr exaktes Entstehungsdatum bekannt. So manche Herausforderung muss gemeistert werden.

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Mario Kackstein und Bernhard Schult (r.) von der MKM Bau in Stebenitz erneuern die Abdeckung der historischen Schlossmauer.

Quelle: Foto: Franziska Mohr (2)

Königs Wusterhausen. Seit dieser Woche wird die im August des vergangenen Jahres begonnene Sanierung der historischen Schlossmauer mit ihren 14 noch erhaltenen Rundbögen in der Straße Am Amtsgarten fortgesetzt. Ursprünglich sollten die Arbeiten an der insgesamt 52 Meter langen Mauer in Königs Wusterhausen bereits Ende Oktober 2015 beendet sein. Das allerdings erwies sich angesichts der Komplexität sowie der Lagerfristen von Spezialfirmen als Trugschluss. Die Handwerker mussten die Arbeiten daher im Herbst unterbrechen, weil dafür Temperaturen von mindestens fünf Grad Celsius erforderlich sind.

Biberschwanzziegel werden erneuert

„Jetzt ist das Wetter offen, da kann es weitergehen“, sagt Bernhard Schult von der Prignitzer MKM Bau in Stepenitz. Gemeinsam mit seinem Kollegen Mario Kackstein erneuert er derzeit handwerklich geschickt mit historischen Biberschwanzziegeln die Mauerkrone. „Mit den handgefertigten Ziegeln muss auch farblich alles passen, sonst steigt uns der Denkmalschutz aufs Dach“, sagt Schult schmunzelnd, während er vorsichtig den nächsten Ziegel in die Hand nimmt.

Auf der Innenseite der Mauer, die einst den Küchen- und Lustgarten des Jagdschlosses umfasste, befinden sich derzeit Mauerstützen, die gleichfalls noch bearbeitet werden müssen. Eine Herausforderung stellen Stadtsprecherin Katrin Dewart-Weschke zufolge die Schmierereien dar, die in den Ziegel eingedrungen sind und sich nicht entfernen lassen. „Es ist daher noch nicht entschieden, ob und wie die Oberfläche der straßenbegleitenden Mauer behandelt wird“, sagt sie.

Sanierung 25 000 Euro teurer als geplant

Die nach Angaben von Kämmerer Jörn Perlick (CDU) aktuell 170 000 Euro teure Sanierung, etwa 25 000 Euro mehr als geplant, wies ohnehin einige Tücken auf. Weder ihre ursprüngliche Gestaltung noch ihr genaues Entstehungsdatum sind bekannt. Experten geben als Baujahr um 1780 an. Der restauratorische Fokus liegt auf der Ziegelansicht, die unbedingt bewahrt werden soll.

Verwendet wurden Ziegel im Klosterformat beziehungsweise später für die nachträgliche Abdeckung im Reichsformat. Fehlendes Material musste in Spezialfirmen bestellt werden, die noch die Kunst der Herstellung dieser alten Formate beherrschen. Auch zum Fugenbild waren im Puzzle des Restaurierens zahlreiche Abstimmungen nötig. Das betrifft das historische Fugenmaterial ebenso wie die Farbe, die Körnung sowie die Fugentiefe.

Das Fundament besteht noch aus Kalkstein. Es wurde freigelegt, fachmännisch abgedichtet und dem Niveau des Parkplatzes am Rathaus angepasst. Dadurch können die Königs-Wusterhausener nun die Rundbögen dieser nach Jahrzehnten aus dem Dornröschenschlaf erwachten Schlossmauer auf ihren Spaziergängen besser bewundern.

Von Franziska Mohr

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