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Kommunale Zusammenarbeit erwünscht

Eichwalde Kommunale Zusammenarbeit erwünscht

Neben der Gemeindeentwicklung bleiben Badewiese, Schulkapazität und Bahnquerung die Themen in Eichwalde. Das ergab eine Umfrage der MAZ, zu dessen Teilnahme Chefredakteur Thoralf Cleven die Eichwalder gebeten hatte. Vielen Befragten ist eine interkommunale Zusammenarbeit sehr wichtig

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Die Badewiese am Zeuthener See soll umgestaltet werden.

Quelle: Josefine Sack

Eichwalde. Die Gemeinde Eichwalde grenzt unmittelbar an die Bundeshauptstadt, zum Teil – etwa in der Waldstraße – leben Eichwalder und Berliner gar in der gleichen Straße. Und doch orientiert man sich in der Gemeinde eher weniger am großen Nachbarn, als vielmehr an den Nachbargemeinden im Dahmeland. Vor allem die interkommunale Zusammenarbeit ist häufig ein Thema. Aber auch andernorts drückt den Eichwaldern der Schuh. Die MAZ wollte es wissen. Womit sind die Eichwalder zufrieden und wo wünschen sie sich Veränderungen? Chefredakteur Thoralf Cleven bat die Eichwalder daher, an einer MAZ-Umfrage teilzunehmen, die sich vier Schwerpunkten im Ort zuwandte. Menschen aus mehr als 80 Haushalten haben sich daran beteiligt.

Brücke oder Tunnel

Gefragt waren etwa Meinungen zur niveaufreien Querung der Bahnlinie Berlin – Cottbus in der Friedenstraße. Die Teilnehmer der MAZ-Umfrage sprechen sich mit großer Mehrheit (67 Prozent) für eine Tunnel-Variante aus. 17 Prozent der Teilnehmer plädieren dafür, dass der bisherige Übergang mit Schranke erhalten bleibt, aber modernisiert wird. Für eine Brücke, die über die Gleise führt, stimmen elf Prozent. Drei Prozent der Teilnehmer sehen sich nicht im Stande, dies zu beurteilen.

Zudem fragte die MAZ, was sich die Eichwalder für das von der Gemeinde erworbene Grundstück neben der Badewiese in der Lindenstraße wünschen. In der Vergangenheit waren bereits mehrere Varianten diskutiert worden, ein Vorschlag sieht etwa eine Wasserstation mit Steganlage und Bootsverleih vor. Derzeit läuft das Bebauungsplanverfahren. In der MAZ-Umfrage hat es die Wasserstation nur auf den zweiten Platz geschafft, 29 Prozent der Umfrageteilnehmer sprechen sich dafür aus. Spitzenreiter ist mit 36 Prozent eine Gaststätte mit Biergarten und Mehrzweckraum für Vereine. 26 Prozent der Teilnehmer befürworten eine Nutzung als Liegewiese und damit eine Erweiterung der bestehenden Badewiese. Acht Prozent der Umfrageteilnehmer sprechen sich dafür aus, das Gelände zu beräumen und es anschließend für eine Nutzung offenzuhalten.

Ein weiteres Dauerthema in der Gemeinde sind die fehlenden Kapazitäten der Grundschule in der Stubenrauchstraße. Die MAZ wollte wissen, welche Lösung die Bürger als am sinnvollsten erachten. Mit 44 Prozent befürwortet ein Großteil der Umfrageteilnehmer den geplanten Anbau an das bisherige Schulgebäude. Allerdings gibt es auch Verfechter von Alternativen. So sprechen sich 19 Prozent für eine gemeinsam mit den Nachbargemeinden gebaute neue Schule aus. Ebenso viele Umfrageteilnehmer denken, dass zuerst freie Kapazitäten in den Nachbargemeinden genutzt werden sollten, bevor in Eichwalde neue Plätze geschaffen werden. 14 Prozent bevorzugen einen Schulneubau in der Gemeinde Eichwalde – allerdings an einem Ort, der weniger vom Fluglärm betroffen ist.

Interkommunale Zusammenarbeit

Zuletzt wollte die MAZ wissen, wie die Kommune aus Sicht der Bürger ihre Entwicklungsprobleme lösen soll. Entsprechende Bemühungen gibt es bekanntlich durch die viel diskutierte und initiierte interkommunale Zusammenarbeit mit Zeuthen und Schulzendorf. Damit trifft die Gemeindeverwaltung bei den Bürgern auf breite Zustimmung – jedenfalls in der MAZ-Umfrage. 65 Prozent der Befragten halten die projektbezogene Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen für die beste Lösung. 18 Prozent halten eine engere Zusammenarbeit der Verwaltungen für erstrebenswert, zehn Prozent könnten sich gar eine Fusion mit den Nachbarn vorstellen. Für acht Prozent der Umfrageteilnehmer sollte alles genau so bleiben, wie es derzeit ist.

Auch über die Fragen der MAZ hinaus sehen die Eichwalder Probleme in ihrer Kommune. „In allen Gemeinden wird an ältere Bürger gedacht, nur in Eichwalde nicht“, beklagt etwa ein Teilnehmer und fordert ein besseres Bus-Netz in der Gemeinde. Zudem mangle es an seniorengerechten Wohnungen, wie gleich mehrere Eichwalder der MAZ mitteilen. Auch die Sauberkeit im Ort ist ein großes Thema. Vor allem Hundekot wird als Problem genannt. „Ganz wichtig: Eimer für Hundetüten aufstellen“, schreibt ein Umfrageteilnehmer.

Und auch der Straßenbau beschäftigt die Eichwalder. „Bei Regen verwandelt sich die Bamberger Straße in eine Wasserstraße, bei Trockenheit in eine Staubwolke durch den Autoverkehr. Reparaturarbeiten haben nichts verändert“, beklagt ein Bürger. Andere wünschen sich weniger Kopfsteinpflaster oder die Beseitigung von Frostschäden an Straßen im Ort. Auch der Ausbau der Zeuthener Straße brennt den Eichwaldern auf den Nägeln.

Von Stephanie Philipp

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