Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Dahme-Spreewald Kommunalpolitiker in der Bütt
Lokales Dahme-Spreewald Kommunalpolitiker in der Bütt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 14.02.2016
Steuern die KW-Gloria sicher in den Hafen (v. l.): Ludwig Scheetz, Lutz Franzke (beide SPD), Peter Dittrich (CDU), Stefan Ludwig (Linke), Michael Reimann (Wir für KW), Ronny Friedrich (Piraten) und Georg Dinter. Quelle: Gerlinde Irmscher
Anzeige
Königs Wusterhausen

Wer zum Politischen Aschermittwochvorabend in der Königs Wusterhausener Profete einen Platz haben will, muss rechtzeitig da sein – oder mit einem Stehplatz Vorlieb nehmen. Am Dienstagabend fand in dem Jugendzentrum der traditionelle Rundumschlag auf Kosten der Lokalprominenz statt. In die Bütt wagten sich Ludwig Scheetz (SPD), Stefan Ludwig (Linke), Bürgermeister Lutz Franzke (SPD), Peter Dittrich (CDU), Michael Reimann (Wir für KW) und Ronny Friedrich (Piraten).

Während Scheetz die „KW-Gloria“ durch die Gewässer schipperte, nahm er all das unter die Lupe, was auf den einzeln Decks (Ortsteile) nicht im rechten Lot ist . Franzke sprach darüber was „Helal“ (erlaubt) und „Haram“ (verboten) ist – vor allem beim Brotbacken für die Neubürger mit islamischem Glauben. Der Pirat schwatzte über Verschwörungstheorien und Reimann über die Begriffe Neubürger und Willkommenskultur.

Peter Dittrich war kurzfristig eingesprungen. „Ich bin der Ersatzmann, ist aber nicht so schlimm, wir bei der CDU sind ja sowieso alle austauschbar. Hab ich halt mal schnell zehn Seiten geschrieben und nun kanns losgehen“, sagte er und erzählte davon, dass sowieso alle Politiker Lügner seien.

Darüber, wie multikulti Königs Wusterhausen bereits ist, machte sich Georg Dinter von der Profete seine Gedanken. Da gebe es mazedonische Italiener, fleißige polnische Arbeiter, unzählige osteuropäische Pflegekräfte, einige asiatische Ehefrauen, die aus dem Urlaub mitgebracht wurden und eine russlanddeutsche Gemeinde. Der Chef der Volkshochschule sei Franzose, die Netzhoppers hätten einen Headcoach aus Kroatien, der katholische Priester käme aus Spanien. Vergessen solle man auch nicht die Türken, Griechen und Inder, bekannt als hervorragende Gastronomen. Es stelle sich jedoch die Frage, wie gerüstet wir für Syrer, Iraker, Afghanen sind. Ist man in Königs Wusterhausen bereit, neben ein paar Christen und den vielen Gottlosen den Islam zu integrieren? Was wäre, wenn das ehemalige Wehrkreiskommando zur Moschee umgewidmet wird und zur Marktzeit der Ruf des Muezzin über die Bahnhofstraße erklingt? „Macht Ihnen der Gedanke Angst?“, wollte Dinter wissen und formulierte eine Bitte an die Asylbewerber: „Liebe Flüchtlinge habt Geduld mit uns, wir brauchten 25 Jahre, um uns langsam die Dederon-Schürze einigermaßen abzugewöhnen. Da brauchen wir jetzt mit der Integration ein wenig Zeit. Aber wir schaffen das, denke ich.“

Bevor die Redner ihre Zettel einpacken konnten, gab es für sie noch das obligatorische Spiel. Bibeltexte mussten gefunden werden. Es war gar nicht so einfach, zum Beispiel schnell mal Jesus Sirach Kapitel 4, Vers 1-3 in dem dicken Buch zu finden. Viermal war Ludwig Scheetz der Schnellste und somit Sieger. Sein Preis: Er gibt demnächst eine Deutschstunde für Flüchtlingskinder im Stadtjugendring.

„Es war wieder eine tolle Veranstaltung, das Klima harmonisch, trotz unterschiedlicher Meinungen. Die Reden waren witzig, aber auch sehr kritisch“, sagte Rüdiger Dinter.

Von Gerlinde Irmscher

Anfang Mai feiern die Wernsdorfer das 125-jährige Bestehen des Oder-Spree-Kanals. Die Regie führt dabei der ortsansässige Verein für Ahnenforschung und Dorfgeschichte, der maßgeblich vom Bikerclub der „Mark Brothers“ unterstützt wird. Letztere sind 15 Motorradfreaks, die schon seit Jahren ihren Traum von der Freiheit auf zwei Rädern ausleben.

14.02.2016
Teltow-Fläming KMS will 23,6 Millionen Euro an Altanschließer zurück zahlen - Ohne Kredit geht es nicht

Der Wasserzweckverband KMS will 23,6 Millionen Euro an Altanschließer zurück zahlen. Das beschlossen die Mitglieder der Verbandsversammlung Dienstagabend im Saal des Wünsdorfer Bürgerhauses. Offen bleibt, woher das Geld kommen soll. Der KMS hat nur fünf Millionen Euro flüssig und die Kreiskommunalaufsicht hat signalisiert, einen Kredit nicht zu bewilligen.

14.02.2016

Nein, ein Weltdorf will der 34-jährige Ortsvorsteher Ralph Zander aus dem kleinen Heideseer Ortsteil Blossin nicht machen. Aber den Zusammenhalt der Dorfbewohner aller Generationen will er schon stärken. Sein Rückgrat bildet dabei der Dorfverschönerungsverein, der alljährlich zahlreiche Feste organisiert. Die jüngste Errungenschaft im Ort ist der Spielplatz.

14.02.2016
Anzeige