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AfD in der Region Dahmeland-Fläming erfolgreich

Partei in acht Stadt- und Gemeinderäten und beiden Kreistagen AfD in der Region Dahmeland-Fläming erfolgreich

Mehr als acht Prozent hat die Alternative für Deutschland (AfD) in der Region bei der Europawahl erreicht. Der Neuling auf dem politischen Parkett konnte in Dahmeland-Fläming aber auch auf kommunaler Ebene punkten. In acht Gemeinde- und Stadträten sowie beiden Kreistagen wird die AfD künftig mitdiskutieren.

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Quelle: dpa

In der Gemeinde Nuthe-Urstromtal konnte der AfD-Einzelkandidat sogar so viele Stimmen auf sich vereinen, dass die Partei nun zwei Sitze in der Gemeindevertretung besetzen könnte ‒ doch da fehlt es an Personal. "Wir hatten nicht mit so einem Erfolg gerechnet", sagt Birgit Bessin, Kreisvorsitzende in Teltow-Fläming.

Auch der Kreisvorsitzende von Dahme-Spreewald, Norbert Kleinwächter, freut sich über den Erfolg bei den Kommunalwahlen. Die fundierten Argumente im Wahlkampf hätten viele überzeugt. "Das liegt nicht nur an der Euroskepsis", sagt der 28-Jährige.

"Wir können auch andere Themen bedienen", pflichtet Birgit Bessin bei. In Teltow-Fläming will sich die AfD künftig vor allem für den ländlichen Raum einsetzen. "Kleine und ländliche Regionen dürfen wir nicht alleine lassen", sagt sie. Die Ideen: Mehr Anerkennung für Ehrenamtler in Vereinen und Feuerwehren, Ausbau der Kreismusikschule und mehr Angebote der Volkshochschule. "Wir wollen, dass vorhandene Räume in den Ortsteilen kostenfrei zur Verfügung gestellt werden", sagt Birgit Bessin und fügt hinzu, "das kostet natürlich Geld." Ein Konzept für die Aufbesserung des Kreishaushaltes hat sie bereits parat: der Verkauf unrentabler kreiseigener Gesellschaften wie den Flugplatz Schönhagen und den Biotechnologiepark Luckenwalde.

Handlungsbedarf sieht Norbert Kleinwächter in Dahme-Spreewald beispielsweise beim öffentlichen Nahverkehr. Der soll vor allem zwischen Nord und Süd ausgebaut werden und mit ins Berliner Netz integriert werden. Auch Qualitätsstandards für das Schulessen sollen Einzug halten.

Bei der Verortung ihrer Partei im Kreispolitik-Gefüge sind die Strategien in den beiden Landkreisen ganz unterschiedlich. Birgit Bessin sieht die AfD bewusst in der Oppositionsrolle, um Fehlentwicklungen korrigieren zu können. "Mit uns ist jetzt ein frischer Wind da. Es ist schön, endlich inhaltlich arbeiten zu können und nicht mehr nur zu organisieren", sagt Bessin. Man werde sehen, mit welchen Parteien man bei den verschiedenen Sachthemen Übereinstimmungen finden wird. "Man darf keine Angst vor Bindungen haben. Ich persönlich bin offen für Koalitionen ", sagt Norbert Kleinwächter und fügt hinzu: "Denn das bedeutet, dass man auch mitgestalten kann."
 
 

DIE AFD SICHERT SICH 18 MANDATE

  • Kreistag Dahme-Spreewald : vier Sitze (6,8 Prozent)
  • Kreistag Teltow-Fläming : drei Sitze (6,2 Prozent)
  • Gemeindevertretung Blankenfelde-Mahlow : zwei Sitze (7,7 Prozent)
  • Stadtrat Königs Wusterhausen : zwei Sitze (5,2 Prozent)
  • Stadtverordnetenversammlung Mittenwalde : ein Sitz (6,9 Prozent)
  • Gemeinderat Nuthe-Urstromtal : zwei Sitze (8,6 Prozent)
  • Gemeindevertretung Rangsdorf : zwei Sitze (7,2 Prozent)
  • Stadtverordnetenversammlung Trebbin : ein Sitz (7 Prozent)
  • Stadtverordnetenversammlung Zossen : ein Sitz (4,7 Prozent)

Von Nadine Pensold

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