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Dahme-Spreewald Kompromiss in Sachen Pferdeunterstand
Lokales Dahme-Spreewald Kompromiss in Sachen Pferdeunterstand
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00:16 27.06.2017
Wenn der Hänger mit dem Stroh verschwindet, kann vielleicht der Unterstand für die Pferde der Familie Konrad stehen bleiben. Quelle: Foto: Andrea Müller
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Kablow

Der Pferdeunterstand für sechs Ponys der Familie Konrad in Kablow kann möglicherweise doch stehen bleiben. Der Landkreis Dahme-Spreewald hatte Angelika Konrad aufgefordert, den umfunktionierten Carport abzureißen (die MAZ berichtete). Jetzt könnte es einen Kompromiss geben.

Angelika Konrad soll in der kommenden Woche den Hänger, der derzeit ohne Räder auf ihrem Grundstück steht, wieder aufbocken und an einen anderen Standort fahren. Wenn dann der Carport die ursprünglich festgelegte Größe habe, könne er stehen bleiben. Das teilte Chris Halecker (Linke), Beigeordneter und Dezernent für Verkehr, Bauwesen und Umwelt im Kreis mit. Eine Prüfung allerdings behalte er sich weiter vor. Halecker signalisierte aber Verständnis für die Frau aus Kablow. „Die Sache ist unglücklich gelaufen“, meinte er.

Die Ponys brauchen einen Unterstand als Schutz vor schlechtem Wetter und Wind. Dieser wird seitens des Tierschutzes vorgeschrieben.. Quelle: Andrea Müller

Dies nicht ohne Grund. Denn den Pferdeunterstand hatte die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises nicht nur genehmigt, sondern gefordert. Grundlage dafür ist das Tierschutzgesetz. Dieses schreibt einen Wetter- und Windschutz für Pferde vor, die auf freiem Gelände stehen. Als alles aufgebaut war, hatte die Bauaufsicht des Kreises interveniert: Der Unterstand und das Strohlager seien nicht genehmigt. Angelika Konrad verstand die Welt nicht mehr. Nun sollte das wieder abgerissen werden, was sie für nicht wenig Geld und im Sinne des Tierschutzgesetzes aufgebaut hatte. Sie legte Einspruch ein. Doch die Sache zog sich über Jahre, bis Angelika Konrad schließlich in diesem Jahr die Aufforderung von der Bauaufsicht erhielt, Unterstand und Strohlager bis zum 30. Juni abzureißen.

Hintergrund für die ganze Angelegenheit sind auch sich wandelnde Gesetze. Würde Angelika Konrad ihr Leben als Landwirt bestreiten, wäre sie privilegiert und ihre Bauwerke – von denen einer ja nur ein Hänger ohne Räder ist – könnten vermutlich stehen bleiben. Doch die Kablowerin bestreitet ihr Leben nicht als Landwirt. Die Ponys sind eine Art Hobby mit Nebenerwerb. Deswegen sind die Auflagen andere. Zudem liegen die Koppeln im Außenbereich von Kablow, an der Grenze zu einem Naturschutzgebiet. All das macht die Lage sehr kompliziert.

Angelika Konrad war wegen der verzwickten Lage sehr unglücklich. Sie hatte sich nach eigenen Angaben auch um ein anderes Stück Land bemüht, auf dem die Ponys stehen könnten. „Ich habe keines gefunden“, sagte sie. Außerdem verstehe sie nach wie vor nicht, dass das eine Amt bewillige, das andere aber verbiete. Sie will nun schnellstmöglich tätig werden, damit der als Strohlager genutzte Hänger von der Koppel am Ortsausgang von Kablow verschwindet. Alles soll dokumentiert und dem Beigeordneten des Landkreises zugeschickt werden. Dann soll eine endgültige Entscheidung gefällt werden – für oder wider den Unterstand der Ponys in Kablow.

Von Andrea Müller

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