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Konfrontationskurs gegen den Bürgermeister

Bestensee Konfrontationskurs gegen den Bürgermeister

Der Verein „Plan Bestensee 2025“ will künftig in der Kommunalpolitik der Gemeinde kräftig mitmischen. Vereinsvorsitzender Jürgen Ostländer hat sich dafür Ende 2015 mit zwölf Mitstreitern zusammengetan. Nun agieren diese zunehmend offensiv in der Öffentlichkeit.

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Bei den Dorffesten in Pätz und Bestensee informierten die Mitglieder des neuen Vereins Plan Bestensee 2025 über ihre Vorhaben. Sie fragten dort auch nach den Wünschen der Bürger für die Ortsentwicklung.

Quelle: Uta Schmidt

Bestensee. Jürgen Ostländer hat eine Vision für das Miteinander in Bestensee. „Wir wollen eine andere politische Kultur in der Gemeinde. Anstelle einer machtorientierten fordern wir eine bürgernahe Politik mit ergebnisoffenen Diskussionen“, sagt der Gemeindevertreter.

Als Vorsitzender des Finanz- und des Rathaus-Ausschusses wisse er Bescheid. Immer mehr Bürger würden den politischen Debatten etwa in den Sitzungen der Gemeindevertretungen fern bleiben, sich nicht mehr einbringen. Er habe eine gewisse Müdigkeit bei den Bürgern ausgemacht, die selbst an wichtigen Themen wie der Ortsentwicklung nur noch wenig Interesse zeigen würden. Offenbar identifizierten sich viele Bestenseer nicht mehr mit ihrer Heimatgemeinde, sagt er. Das soll sich ändern.

Verein agiert zunehmend in der Öffentlichkeit

Mit zwölf Gleichgesinnten, unter ihnen Gemeindevertreter Marcus Wegner und André Stenglein (UB), gründete Ostländer Ende des vergangenen Jahres einen Verein mit dem Namen „Plan Bestensee 2025“. Im März eingetragen, agiert dieser zunehmend offensiv in der Öffentlichkeit. „Wir wollen wichtige Themen wie die weitere Entwicklung der Gemeinde, optimale Straßenführungen oder Ideen für den Tourismus erfassen und aufarbeiten, sind bereits mit den Bürgern darüber intensiv im Gespräch“, so Ostländer. Es müssten Lösungen zu brennenden Fragen wie zur Querung der Bahn mitten im Ort entwickelt werden.

Über derartige Probleme müssten sich Verwaltung und Gemeindevertretung mehr Gedanken als bisher machen. Die Mitglieder fordern zum Beispiel ein langfristiges Verkehrskonzept für die Gemeinde, die von derzeit 7400 auf 10 000 Einwohner anwachsen soll. Für diese Entwicklung würden aber aus seiner Sicht die nötigen infrastrukturellen Voraussetzungen fehlen, sagt Ostländer.

Umfrage zu Bestensee als Heimatort

Konzepte müssten ebenso für die Schulentwicklung, für die Gestaltung der Hauptstraße oder die Bewahrung des Grüns in der Gemeinde her, über die parteiübergreifend und ergebnisoffen diskutiert werden sollte. Bei Dorffesten und anderen Aktionen in Pätz und Bestensee laden die Plan-Mitglieder ihre Mitbürger zur Diskussion und Mitarbeit ein, stellen ihren neuen Verein vor.

In einer Umfrage wollen sie von ihren Nachbarn wissen: Was finden Sie an Ihrem Heimatort gut, was würden Sie verändern? „Es wurde mehrmals der Wunsch nach mehr Offenheit in den politischen Darstellungen und Diskussionen geäußert. Ein Zeichen, dass wir die richtigen Ziele haben“, sagt Ostländer. Der Verein sei eine überparteiliche Plattform, die Interessen der Bürger aufgreife und vertrete.

Eigener Kandidat bei der Bürgermeisterwahl

Bei der Bürgermeisterwahl 2017 will „Plan Bestensee 2025“ einen eigenen Kandidaten für das Amt ins Rennen schicken. Dem Vernehmen nach wird Ostländer selbst dieser Kandidat sein. Er setzt sich generell für die Begrenzung der Amtszeit des Bürgermeisters in der Gemeinde auf maximal zwei Amtsperioden ein, damit „Amtsblindheit“ und „Amtsmüdigkeit“ vermieden werden sowie wieder mehr Dynamik durch neue Köpfe und Ideen spürbar werden.

Am „Stammtisch“ wollen die Mitglieder demnächst Ansprechpartner für die Bürger etwa für neue Vorschläge zur Ortsgestaltung sein. Der erste Stammtisch findet am 24. August im Hotel-Restaurant „Sutschketal“ statt.

Info: Anfragen und Anmeldungen unter plan-bestensee-2025@outlook.de oder Tel.  01 72/5 60 66 77.

Von Uta Schmidt

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