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Kontaktfrau für Flüchtlinge und Helfer

Königs Wusterhausen Kontaktfrau für Flüchtlinge und Helfer

Janneke Stein ist im Königs Wusterhausener Rathaus für Asylangelegenheiten zuständig. Die 29-Jährige hat bisher vor allem auf internationaler Ebene mit Integration befasst und überträgt dies nun im lokalen Bereich. Derzeit erarbeitet sie einen Integrationsplan für die Stadt.

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Für Flüchtlinge in Königs Wusterhausen erarbeitet Janneke Stein gerade einen Integrationsplan. Im Dezember will sie ihn vorlegen.

Quelle: Andrea Müller

Königs Wusterhausen. Ein bisschen arabisch spricht so schon, aber sie will es noch richtig lernen. Englisch und Französisch kann sie fließend, auf Spanisch kann sie sich verständigen. Das ist für diesen Job sehr hilfreich. Janneke Stein kümmert sich in der Stadtverwaltung Königs Wusterhausen um Flüchtlings- und Asylangelegenheiten. „Es ist spannend zu sehen, wie das auf lokaler Ebene funktioniert“, sagt sie. „Integration findet nicht auf Bundesebene statt, sondern vor Ort.“

Flüchtlingsbeauftragte Janneke Stein in ihrem Büro im Rathaus

Flüchtlingsbeauftragte Janneke Stein in ihrem Büro im Rathaus.

Quelle: Frank Pawlowski

Die 29-Jährige hat ihre Erfahrungen bisher vor allem auf internationaler Ebene gesammelt. Sie arbeitete für eine Menschenrechtsorganisation in Norwegen, war zuletzt als ehrenamtliche Asylberaterin für Amnesty International in Berlin unterwegs. Als sie im Februar ihre Stelle in Königs Wusterhausen antrat, waren Hunderte Flüchtlinge in die Stadt. Viele ehrenamtliche Helfer kümmerten sich um die Neuankömmlinge. Damit die Hilfe besser koordiniert werden kann, beschloss der Stadtrat, eine auf zwei Jahre befristete Stelle in der Verwaltung einzurichten. Janneke Stein ist seither die Kontaktfrau für Flüchtlinge und Helfer, aber auch für andere Behörden wie den Kreis. „Zuerst ging es darum, die Hilfe zu steuern und zu bündeln und die Angebote bei den Flüchtlingen bekannt zu machen“, erzählt sie.

Inzwischen hat sich das geändert. Die Zahl der Geflüchteten in Königs Wusterhausen hat sich fast halbiert. 260 Menschen sind derzeit in den Heimen in Übergangsheimen in Wernsdorf, Körbiskrug und Uckley untergebracht. Die Notaufnahme in Zeesen steht inzwischen leer. Der Mietvertrag läuft zum Jahresende aus und soll nicht verlängert werden, wie eine Sprecherin des Kreises am Donnerstag sagte. Die Eingliederung von Flüchtlingen ist deshalb jetzt ein Schwerpunkt der Arbeit von Janneke Stein. Einen ersten Workshop zur Integration von ausländischen Fachkräften gab es schon. Am 24. November gibt es eine weitere Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit. „Das Interesse bei den Firmen in der Region ist groß“, berichtet Janneke Stein. Gut angenommen werde auch ein Treffpunkt für einheimische und ausländische Frauen im Mehrgenerationenhaus und im Bürgertreff. Gerade erarbeitet Janneke Stein einen Integrationsplan für Königs Wusterhausen. Es soll ein Leitfaden für die Eingliederung von Flüchtlingen in der Stadt werden – in Schulen, Vereinen, Unternehmen. Janneke Stein hat sich viele Gespräche vorgenommen, um Ideen aufzunehmen und um für ihr Anliegen zu werben. Die Offenheit dafür in der Stadt sei sehr groß.

Sie selbst sieht sich eher als Vermittlerin und Netzwerkerin. „Den Ehrenamtlichen muss man nicht sagen, was zu tun ist. Sie brauchen Unterstützung und das Wissen, dass die Stadt hinter ihnen steht.“

Kontakt: asylkoordination@org.stadt-kw.de; Tel.  03375/273555

Von Frank Pawlowski

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