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Kopfsteinpflaster prägt das Ortsbild

Eichwalde Kopfsteinpflaster prägt das Ortsbild

Der Charakter der Gemeinde Eichwalde wird durch viel Grün und vor allem durch das Kopfsteinpflaster bestimmt. 70 Prozent der Straßen sind schon seit mehr als 100 Jahren mit den Pflastersteinen befestigt. Die Anwohner mögen es so, auch wenn die Lärmbelästigung für Unmut sorgt.

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Sigrun Günther weiß, dass 70 Prozent der Eichwalder Straßen Kopfsteinpflaster tragen.

Quelle: Heidrun Voigt

Eichwalde. Eichwalde ist mit 2,8 Quadratkilometern die flächenkleinste Gemeinde in Brandenburg und zugleich die mit der zweithöchsten Bevölkerungsdichte. Knapp 37 Kilometer sind Eichwaldes Straßen insgesamt lang – und auf rund 70 Prozent von ihnen gibt es noch das gute, alte Kopfsteinpflaster, das mehr als 100 Jahre auf dem Buckel hat. „Der hohe Baumbestand und das Pflaster prägen definitiv den Charakter des Ortes und der soll erhalten bleiben“, sagt Sigrun Günther, die im Fachbereich Tiefbau der Gemeinde arbeitet. Sie verweist darauf, dass das Kopfsteinpflaster über Jahre verfestigt wurde. Im Gegensatz zu Asphaltdecken sei es eine Versickerungsfläche für Regenwasser. Und es sei bewuchsfreundlicher, da es atmungsaktiv und für Wurzeln durchdringbar sei. Langfristig gesehen ist Pflaster auch reparaturfreundlicher.

Im Ortsentwicklungsausschuss wurde im Juni eine Zustandsanalyse der Eichwalder Straßen vorgestellt. Gehwege, Fahrbahnen und Beleuchtung standen dort im Fokus. „Auf Grundlage dieser Analyse erstellten wir eine Prioritätenliste. Es wurden Gruppen gebildet mit Quartieren zu etwa vier Straßen. Auf dieser Basis haben die Gemeindevertreter die Sanierung der Gehwege beschlossen“, so Günther. Die Baumaßnahmen soll nach und nach erfolgen und bis 2020 abgeschlossen sein, vorausgesetzt die Haushaltslage erlaubt es. Momentan sind laut Günther der Ausbau der Gosener Straße und eines Teilstücks der Uhlandallee in der Vorbereitung, gebaut wird 2017. Mit der Gehwegsanierung werden auch im Kreuzungsbereich behindertengerechte Übergänge geschaffen. Dort wird dann Asphalt auf die Fahrbahn aufgebracht. Sigrun Günther nennt als Beispiel die Zeuthener Straße, wo im Einmündungsbereich der Straßen Asphalt einen Übergang zwischen den Gehwegen bildet. „Von den Eichwalder Ureinwohnern möchte keiner das Pflaster missen“, weiß die Fachfrau. Die einen liebten es und die anderen hätten es gern ruhiger. Aber da das Kopfsteinpflaster sowieso schon ausbremse, werde langsamer gefahren und es automatisch damit leiser.

Wie hier an der Ecke Waldstraße/Humboldtstraße wird die Gehwegsanierung erfolgen

Wie hier an der Ecke Waldstraße/Humboldtstraße wird die Gehwegsanierung erfolgen.

Quelle: Heidrun Voigt

Sigrun Günther hat Verständnis dafür, dass sich die Anwohner der Zeuthener Straße über den Geräuschpegel auf dem kleinteiligen Pflaster beschweren. Die Sachbearbeiterin betont, dass es sich um eine Landesstraße handele. Und wenn die Baumaßnahmen in der Seestraße in Zeuthen abgeschlossen sein werden, komme der Abschnitt in Eichwalde dran und erhalte eine Asphaltdecke.

„Straßenbäume werden dort erst gepflanzt, wenn der Landesbetrieb die Straße gemacht hat, sonst werden die Wurzeln beschädigt.“ Sigrun Günther verweist darauf, dass bei Neupflanzungen darauf geachtet werde, dass sich Eichen im Ortsbild immer wieder finden. In der Waldstraße wurden zuletzt Eichen gepflanzt.

Von Heidrun Voigt

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