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Kopfsteinpflaster statt Asphalt

Mittenwalde Kopfsteinpflaster statt Asphalt

Mittenwalde ist eine mittelalterliche Stadt, deren historischer Stadtkern bis heute fast vollständig erhalten ist. Im Zuge der Stadtsanierung wurden seit der Wende die meisten Häuser nach historischem Vorbild saniert. Nun folgten Schritt für Schritt auch die Straßen. Wo Asphalt war, kam wieder historisches Kopfsteinpflaster hin – zuletzt in der Kutschergasse.

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Dieter Krüger und seine Kollegen verlegen das Pflaster.

Quelle: Andrea Müller

Mittenwalde. In der Kutschergasse von Mittenwalde wird historisches Straßenpflaster verlegt. Dieter Krüger und seine Kollegen vom Tief- und Leitungsbau Walddrehna erledigen die vor allem körperlich sehr anstrengende Arbeit mit den schweren Steinen. In den nächsten Tagen schon soll die Gasse fertig sein. Sie bekam auch neue Straßenbeleuchtung.

Die Kutschergasse ist die vorletzte Trasse des aufwendigen Straßensanierungsprogramms im mittelalterlichen Stadtkern von Mittenwalde. Den Schlussstrich wird der Stadtplatz ziehen, der nun bald ebenfalls gepflastert werden soll. Dies im Rahmen einer ganzheitlichen Umgestaltung des Areals, in dessen Zentrum ja nun voraussichtlich die alte Feuerwache erhalten bleiben soll. Der Straßenbau gehört zur Stadtsanierung, die seit der Wende vorgenommen wurde und nun vor dem Abschluss steht. Eigens dafür war damals eine Gesellschaft gegründet worden.

Auch die Yorckstraße., Jüdenstraße, die Mauerstraße, die Straße hinter der Mauer, die Paul-Gerhardt-Straße, der Schützenplatz, die Badergasse sowie die Katharinenstraße erhielten ihr altes Pflaster zurück beziehungsweise wurde Unterbau und Straßenpflaster erneuert. Dabei musste die Stadt kein historisches Straßenpflaster neu erwerben. „Wir haben das Mittenwalder Kopfsteinpflaster aufgehoben und auf dem Bauhof gelagert“, so Ines Grüneberg, Sachbearbeiterin für Tiefbau im Rathaus der Stadt. Auch aufgrund der Straßenerneuerung in Krummensee konnten Pflastersteine für Mittenwalde übernommen werden.

Straßenarbeiten werden ausgeschrieben

Die nun noch ausstehenden Straßenarbeiten am Stadthausplatz sollen nun ausgeschrieben werden. „Am Montag werden sie im Ausschreibungsblatt veröffentlicht“, so Grüneberg. Es werde damit gerechnet, dass es dann tatsächlich Ende September los gehen kann. In der Kutschergasse war spezielles Vorgehen notwendig geworden. „Wir haben zunächst beide Seiten der Gasse neu gepflastert“, so Dieter Krüger aus Walddrehna. Erst zum Schluss sei dann die Mitte mit dem historischen Pflaster ausgelegt worden: Stein für Stein und per Hand in das mit Kies vorbereitete Straßenbett. Die Kutschergasse ist 60 Meter lang und 3,50 Meter breit. Die Kosten allein für diese Gasse belaufen sich nach Aussagen aus dem Rathaus auf rund 70 000 Euro inklusive Planung und archäologischer Begleitung.

Mittenwalde ist hat einen vollständig erhaltenen mittelalterlichen Stadtkern. Die Stadt war im Hochmittelalter Herrschaftszentrum der Wettiner auf dem Teltow. Sie ist bis heute von einer Stadtmauer umgeben. Stadttor und Pulverturm sowie die St.-Moritz Kirche sind die Wahrzeichen von Mittenwalde. Das alte Straßenpflaster unterstreicht den Eindruck einer sehr alten Stadt. Das Stadtrecht erhielt Mittenwalde im Jahr 1307.

Von Andrea Müller

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