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Kopfverband und Pflaster

Groß Köris Kopfverband und Pflaster

Die MAZ-Schulreporter der Grund- und Oberschule Groß Köris sahen am Donnerstag ganz schön mitgenommen aus. Was ist denn da passiert? Kein Notfall, nur eine Übung! Das DRK gab Tipps zur Ersten Hilfe und warb für den Schulsanitätsdienst.

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Erfolgreiche Übung mit Pflaster und Mullbunde: Die Groß Köriser Schulreporter mit DRK-Gast Ralf Wroblewski (l.) und Lehrerin Alexandra Kaiser (4.v.l.).
 

Quelle: Frank Pawlowski

Groß Köris.  Mit Kopfverband, Pflaster auf der Stirn und verbundenen Armen sahen die Achtklässler ziemlich lädiert aus. Aber alle waren nach dem DRK-Schnupperkurs am Donnerstag natürlich unversehrt geblieben. Jugendkoordinator Ralf Wroblewski hatte ihnen gerade Tipps zur Ersten Hilfe gegeben. Zum Abschluss durften sich die Schüler gegenseitig verarzten. Das haben sie super hinbekommen.

Amy (r) mit Pflaster auf der Stirn, im Hintergrund wird Juliane von Vivi verarztet

Amy (r.) mit Pflaster auf der Stirn, im Hintergrund wird Juliane von Vivi verarztet.

Quelle: Frank Pawlowski

Im Rahmen des Projekts MAZ-Schulreporter bietet der Kreisverband Fläming-Spreewald des Deutschen Roten Kreuzes eine Schnupperstunde zum Schulsanitätsdienst an. Die Grund- und Oberschule Schenkenland in Groß Köris nutzte dieses Angebot und lud sich einen DRK-Vertreter ein. Lehrerin Alexandra Kaiser hatte interessierte Schulreporter aus den 8. Klassen zusammen getrommelt. Amy, Vivi, Juliane, Pascal, Tom, Leon und Lorenzo wussten schon einiges über die Erste Hilfe, wie sich sofort zeigte. „Der Notruf ist das A und O“, sagte Ralf Wroblewski. Als er nach den Nummern fragte, flogen die Arme hoch. „110 und 112“ war die richtige Antwort. Die Schüler erfuhren, dass sie bei Unfällen immer die 112 anrufen müssen und warum es wichtig ist, beim Notruf zuerst den Ort zu nennen, an dem man sich befindet. Die Mädchen und Jungen, einige von ihnen sind bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv, wussten aber auch, welche Informationen sie außerdem noch übermitteln sollten.

Auch Lehrerin Alexandra Kaiser musste ran

Auch Lehrerin Alexandra Kaiser musste ran. Sie verbindet Pascal den Arm.

Quelle: Frank Pawlowski

Nach der Theorie waren einige praktische Übungen an der Reihe. Ralf Wroblewski verteilte Verbandszeug, erklärte am Beispiel einer Armverletzung, was zu tun ist. „Den Arm hoch strecken und hier drücken, damit die Blutung gestoppt wird“, zeigte er. Nun waren die Schüler an der Reihe. Zuerst zogen sie die durchsichtigen Gummihandschuhe an, dann verbanden sie sich gegenseitig. Alle waren konzentriert bei der Sache, niemand alberte rum. Lehrerin Alexandra Kaiser musste ebenfalls ran. Sie verarztete den Arm von Pascal. Im Nu war die Doppelstunde vorüber.

Das DRK wirbt für den Einsatz von Schulsanitätern. „Das ist der Rettungsdienst im Kleinen für die Schule“, sagte Ralf Wroblewski. „Wenn jemand auf dem Schulhof stürzt, können sich die Sanitäter erst einmal um ihn kümmern und ein Pflaster oder einen Verband anlegen.“ Sie kommen in den Hofpausen zum Einsatz, bei Sportfesten oder bei Projekttagen. Sie wissen, was gegen Vergiftungen zu tun ist und wie eine stabile Seitenlage ausgeführt wird.

Hoch den Arm

Hoch den Arm: Die Jungs legen fachmännisch den Verband an.

Quelle: Frank Pawlowski

In Dahme-Spreewald ist die Zahl der Schulsanitäter noch relativ klein. Eine Hochburg ist allerdings die Herder-Oberschule in Königs Wusterhausen, wo sich regelmäßig junge Sanitäter aus acht Schulen der Umgebung treffen. Einen Schulsanitätsdienst gibt es auch an der Paul-Maar-Grundschule in Schönefeld. In Teltow-Fläming gibt es ihn in Trebbin, Ludwigsfelde und neuerdings in Großbeeren. Laut DRK gehen die Aufgaben weit über die Erste Hilfe hinaus. Schulsanitäter übernehmen Verantwortung für die Mitschüler.

Die Schulen bauen die Gruppen mit interessierten Schülern selbst auf. Das DRK unterstützt sie dabei. So bekommen die Schulen ein Starter-Paket mit Schulungsmaterial und Erste-Hilfe-Utensilien. Außerdem führt der Verband Projekttage durch. Die Initiative für den Schulsanitätsdienst kann auch von den Fördervereinen der Schulen ausgehen, so Wroblewski.

Lehrerin Alexandra Kaiser kann sich nach der Schnupperstunde gut vorstellen, an der Körsier Schule einen Sanitätsdienst ins Leben zu rufen. „Ich werde das ansprechen“, sagte sie.

Von Frank Pawlowski

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