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Kormorane am Kanal

Wildes Dahmeland Kormorane am Kanal

Kormorane machen sich derzeit am Nottekanal in Königs Wusterhausen breit. Sie belagern die Bäume am Ufer und jagen am Wehr. Nichts ungewöhnliches, findet Vogelexperte Bernd Ludwig. Auch letztes Jahr habe man die Vögel hier beobachten können. Sie tauchten im Winter immer da auf, wo Gewässer auch bei strengem Frost eisfrei blieben.

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Wilde Gäste am Nottekanal: Kormorane.

Quelle: Andrea Müller

Königs Wusterhausen. Unzählige Kormorane suchen gegenwärtig am Nottekanal in Königs Wusterhausen nach Nahrung. Die großen schwarzen Vögel versammeln sich gern auf den Bäumen am Ufer. Erst neulich hatten die Ornithologen bei ihrer Zählung an den Gewässern zwischen Königs Wusterhausen und Schmöckwitz in Berlin keinen einzigen Kormoran zu Gesicht bekommen. Jetzt haben sie zu Dutzenden Zuflucht an offenen Gewässern gesucht.

„Sie suchen hier nach Fischen“, so Bernd Ludwig. Er ist ein Fachmann in Sachen Vogelwelt. Wahrscheinlich seien sie direkt am Wehr am erfolgreichsten, weil sich die Fische hier stauten. Wichtig aber sei vor allem, dass das Gewässer offen und eisfrei ist. Da könnten die großen Vögel fischen. Wegen der über Tage anhaltenden Kälte hatte sich auf vielen Gewässern der Region eine Eisschicht gebildet. Deswegen wohl verließen die Kormorane ihre angestammten Seen und machten sich auf die Suche nach neuen Nahrungsquellen. „So gelangten sie wahrscheinlich bis nach Königs Wusterhausen“, so Ludwig. Allerdings sei das so ungewöhnlich nicht. Auch im vergangenen Jahr habe man Kormorane am Nottekanal in Königs Wusterhausen beobachten können. Sie würden hier zunehmend auch im Winter heimisch.

Kormorane sind normalerweise Zugvögel und wollen in der kalten Jahreszeit in Richtung Süden. Sie kommen vom Norden und überwintern in der Regel an großen Seen in der Schweiz, am Mittelmeer, aber auch an der Nord- und Ostsee. „Wenn der Motzener See offen ist, lassen sie sich auch hier nieder“, weiß Bernd Ludwig.

Aus Königs Wusterhausen werden sie wohl recht schnell wieder verschwinden, mutmaßt der Experte aus Rangsdorf. „Sobald das Eis weg ist, fliegen sie zurück an die Seen“, erklärt Ludwig. Derweil könne man die Vögel ruhigen Gemütes am Nottekanal dulden. „Die Kormorane richten in der kurzen Zeit keinen Schaden an“, fährt er fort. Die Fische, die sie aus dem Gewässer ziehen, hätten weder für Fischer noch für Angler einen hohen Wert.

Meist suchen sich die schwarzen Vogel-Riesen Gesellschaft. Wer sie am Nottekanal in Königs Wusterhausen beobachtet, findet sie meist neben Grau- und Silberreihern. Die stolzieren stolz durchs seichte Wasser, wenn die Kormorane hungrig nach Fischen Ausschau halten.

Von Andrea Müller

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