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Kosten für Rathausneubau veröffentlicht

Verwaltungssitz in Bestensee Kosten für Rathausneubau veröffentlicht

Ein Zweigeschosser würde 4,63 Millionen Euro kosten, ein Dreigeschosser sogar 6,03 Millionen. Diese Zahlen wurden in der jüngsten Sitzung des Ausschusses zum Rathausneubau in Bestensee vorgelegt. Damit gibt es erstmals konkrete Zahlen zu dem Millionenprojekt – aber auch weiter Kritik. Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf hält die Angaben für nicht verlässlich.

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Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf (parteilos) hält die bisherigen Zeichnungen für wenig aussagekräftig.

Quelle: Dietrich von Schell

Bestensee. In der jüngsten Sitzung des zeitweiligen Ausschusses zum Rathausneubau in Bestensee wurden erstmals die Kosten für das geplante Verwaltungsgebäude öffentlich gemacht. „Jetzt können sich die Bürger ein Bild machen“, sagt der Ausschussvorsitzende Jürgen Ostländer (UBBP). Für das Rathaus in der Hauptstraße sind ein zwei- und ein dreistöckiges Gebäude im Gespräch. Ein Zweigeschosser würde bei einer Grundfläche von 3200 Quadratmetern 4,63 Millionen Euro kosten, ein Dreigeschosser mit 4115 Quadratmetern 6,03 Millionen Euro. Hinzu kommen die Kosten für das Grundstück, die bei 1,1 Millionen Euro liegen. Ebenfalls vorgestellt wurden die Kosten für den Standort in der Motzener Straße. Dort kosten 3500 Quadratmeter 5,9 Millionen Euro.

Eigentlich sind der Bau des Rathauses und der Grundstückskauf von der Berliner Stadtmission im Dezember von den Gemeindevertretern beschlossen worden. Doch nach Ansicht von Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf (parteilos) sind die Kosten aus dem Ruder gelaufen. Um Schaden von der Gemeinde abzuwenden, hat er in einer Gemeindevertretersitzung im Januar die Beschlüsse nach der Haushalts- und Kassenverordnung des Landes Brandenburg beanstandet und einen Kostenvergleich gefordert. Nun sind die Beschlüsse „schwebend unwirksam“. Bis zu einer erneuten Abstimmung der Gemeindevertreter am 22. März bleiben sie außer Kraft. Das erklärt, warum die Zahlen für den Alternativstandort, dem ehemaligen BHG-Gelände in der Motzener Straße, nun wieder auf den Tisch kamen.

Öffentlichkeit soll über Kosten für Projekt in Bestensee

Jürgen Ostländer betont, dass die Zahlen nichts mit der Beanstandung durch den Bürgermeister zu tun hätten. „Wir wollten sie endlich der Öffentlichkeit zugänglich machen.“ Doch hält er sie für so weit belastbar, dass sie zu dem vom Bürgermeister geforderten Vergleich herangezogen werden können. Er setzt sich für einen zweigeschossigen Rundbau an der Hauptstraße mit 17 Seniorenwohnungen ein. „Damit verfolgt unsere Fraktion der Unabhängigen Bürger eine soziale Aufgabe.“

Klaus-Dieter Quasdorfs Ansicht nach sagen die nackten Zahlen jedoch wenig über den fertigen Bau aus. „Nötig ist eine Grundrisszeichnung, auf der Raumaufteilung, Hauseingänge, die Lage der Parkplätze mit den verbundenen Kosten zu erkennen sind. Sonst kaufen wir die Katze im Sack“, sagt er. Dabei ist man auf das Planungsbüro der Berliner Stadtmission angewiesen. Dies ist bereits in Vorleistung gegangen, hat etwa eine Baugenehmigung – allerdings für ein Seniorenwohnheim – erwirkt. Käme es nun zu einem Vertrag, würde die Stadtmission für die erbrachten Arbeiten 140 000 Euro verlangen. Doch weitere Aufträge will das Planungsbüro nicht mehr übernehmen.

Landkreis verlangt neue Baugenehmigung

Die Frage ist: Wer soll die Zeichnungen bezahlen? Kommt es zu einer Einigung, könnten sie, so Quasdorf, mit den 140 000 Euro verrechnet werden, denn „für den Bau sind die Zeichnungen ohnehin notwendig.“ Andernfalls bliebe die Gemeinde auf den Kosten sitzen. Fest steht jedenfalls: Das Bauamt des Landkreises verlangt eine neue Baugenehmigung samt Ausschreibung an einen Generalunternehmer.

Michael Kuttner (CDU) befürchtet indes, dass sich der Rathausbau an der Hauptstraße als Fehlinvestition entpuppen könnte. „Wir sollten ein einfaches Rathaus in der Motzener Straße bauen. Das kostet zwei Millionen Euro und bleibt überschaubar.“ Immerhin stünden 2017 für die Erweiterung der Kitas und der Schule Investitionen von drei Millionen Euro an.

Von Dietrich von Schell

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