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Krankenhaus hilft Kriegskindern

Königs Wusterhausen Krankenhaus hilft Kriegskindern

Der vierjährige Celestino aus Angola kann wieder lachen. Nach zwei Operationen im Achenbach-Krankenhaus in Königs Wusterhausen ist sein rechtes Bein gerettet. Der Junge wird bald wieder in seine Heimat zurückkehren. Seit mehr als 20 Jahren behandelt das Krankenhaus auf eigene Kosten Kinder wie ihn. Es unterstützt den Verein Friedensdorf International.

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Celestino und Christian Heisig von Friedensdorf International zeigen die Urkunde, mit der sich der Verein beim Achenbach-Krankenhaus für die langjährige Unterstützung bedankt.

Quelle: Ragnhild Münch

Königs Wusterhausen. Der vierjährige Celestino wurde zwei Mal in Königs Wusterhausen am rechten Bein operiert. Vor einigen Tagen war er noch einmal zur Nachuntersuchung im Achenbach-Krankenhaus. Es geht ihm gut. Er wird wieder laufen können.

Verein kümmert sich um Kinder aus Kriegsgebieten

Das hat er den behandelnden Ärzten und dem gemeinnützigen Verein Friedensdorf International zu verdanken, der Kinder wie Celestino unter seine Fittiche nimmt. Seit 50 Jahren kümmert sich der Verein um Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten. Sie werden zur ärztlichen Behandlung nach

Ein Kirchenchor aus Zossen gab kürzlich ein Weihnachtskonzert auf der Kinderstation

Ein Kirchenchor aus Zossen gab kürzlich ein Weihnachtskonzert auf der Kinderstation. Celestino fand das ganz toll.

Quelle: privat

Deutschland gebracht, wenn das vor Ort nicht möglich ist. Die Zusammenarbeit mit dem Achenbach-Krankenhaus in Königs Wusterhausen besteht seit 22 Jahren. Hier werden lebensgefährliche Knochenentzündungen behandelt. Auch der kleine Celestino war daran erkrankt. Das Klinikum-Dahme-Spreewald trägt die Kosten. „Das sind ganz tolle Helfer dort“, sagt Christian Heisig, der die Friedensdorf-Arbeit in Ostdeutschland koordiniert. Die Kinder werden nach den mehrwöchigen Aufenthalten gesund zu ihren Familien nach Hause gebracht. „Die Freude und die Dankbarkeit sind riesengroß“, berichtet Heisig.

30 Kinder wurden schon in Königs Wusterhausen behandelt

In Königs Wusterhausen sind bisher 30 Mädchen und Jungen operiert worden, sie kommen überwiegend aus Afrika und aus Afghanistan. „Viele von ihnen schreiben später Briefe, bedanken sich bei uns. Diese Kinder sind einfach wunderbar“, sagt die Sprecherin des Klinikums Dahme-Spreewald, Ragnhild Münch. Den kleinen Celestino haben die Krankenhaus-Mitarbeiter sofort in ihr Herz geschlossen. Nach der Operation wollte er gleich Fußball spielen, aber das ging natürlich nicht.

Strahlende Augen beim Weihnachtskonzert

Beim Weihnachtskonzert des Kinderchores einer Zossener Kirchengemeinde vor einigen Tagen strahlte der Junge übers ganze Gesicht. „Er fand das ganz toll“, erzählt Ragnhild Münch. Die Verständigung mit den Kindern klappt problemlos, nur selten werden Dolmetscher gebraucht. „Sie lernen unheimlich schnell Deutsch. Schon nach ein paar Wochen können sie sich verständigen.“

Das Spielzimmer für die kleinen Patienten des Achenbauch-Krankenhauses

Das Spielzimmer für die kleinen Patienten des Achenbauch-Krankenhauses.

Quelle: Ragnhild Münch

Das Team der Kinder- und Jugendmedizin nimmt sich dieser besonderen Patienten liebevoll an. Sie erhalten neben der medizinischen Versorgung auch Unterstützung von Ehrenamtlichen, die sie besuchen und manchmal sogar ihre Sprache beherrschen. „Sehr hilfreich ist die Unterstützung vom Gesundheitshaus Stettnisch in Königs Wusterhausen, das für die Kinder kostenlos orthopädische Hilfsmittel zur Verfügung stellt“, betont Ragnhild Münch. Die Operationen werden teilweise in Zusammenarbeit mit weiteren Experten aus dem Unfallkrankenhaus Berlin Marzahn durchgeführt. „Der Abschied fällt immer wieder schwer“, sagt Ragnhild Münch.

Celestino kehrt bald in seine Heimat zurück

Celestino wird nach seinem Krankenhaus-Aufenthalt in Königs Wusterhausen zunächst in ein Heim des Friedensdorf-Vereins in Oberhausen zurückkehren, bevor er mit weiteren Kindern zurück in seine Heimat reist. Laut Christian Heisig arbeitet der Verein zwischen Stralsund und Dresden inzwischen mit mehr als 100 Krankenhäusern zusammen.

Von Frank Pawlowski

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