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Dahme-Spreewald Der Krankenstand nimmt zu
Lokales Dahme-Spreewald Der Krankenstand nimmt zu
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18:11 06.11.2018
Claudia Steltner (r.), Leiterin der DAK in Luckenwalde und KWH, und ihre Stellvertreterin Anna-Lena Botterbrodt. Quelle: Elinor Wenke
Dahmeland-Fläming

Der Krankenstand in der Region Dahmeland-Fläming ist im vergangenen Jahr gestiegen. Das ist ein Ergebnis des jetzt veröffentlichten Gesundheitsreports der Krankenkasse DAK für 2017. Claudia Steltner, Leiterin des DAK-Servicezentrums in Luckenwalde und Königs Wusterhausen, und ihre Stellvertreterin Anna-Lena Botterbrodt, informierten über die Details.

Für die Erhebungen waren bundesweit tausende Versicherte verschiedener Krankenkassen zu Art der Erkrankungen, Häufigkeit und Dauer befragt worden. Sowohl im Landkreis Dahme-Spreewald als auch in Teltow-Fläming nahmen die Ausfalltage aufgrund von Erkrankungen zum Vorjahr um jeweils 0,2 Prozentpunkte zu. „Der Krankenstand liegt aber mit 5,4 Prozent in Teltow-Fläming höher“, resümiert Claudia Steltner. Das heißt, an jedem Tag des Jahres waren von 1000 Arbeitnehmern 54 krankgeschrieben. „Damit liegt der Landkreis weiter über dem Landesdurchschnitt von 5,2 Prozent“, so Claudia Steltner. Etwas gesünder steht Dahme-Spreewald da. Der Krankenstand stieg zwar von 4,9 auf 5,1 Prozent, liegt aber immer noch geringfügig unter dem Landesniveau.

Langes Autofahren

Die Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems sind die häufigste Diagnose bei Krankschreibungen. So gehen in Teltow-Fläming fast ein Viertel aller Fehltage – konkret 23,8 Prozent – auf das Konto von Rückenleiden. In Dahme-Spreewald klagt jeder fünfte Patient mit Krankenschein über Rückenbeschwerden. „Möglicherweise liegt das in Teltow-Fläming am langen Autofahren“, mutmaßt Claudia Steltner, „Pendler legen oft weitere Strecken zurück als in Dahme-Spreewald.“

Auf Rang zwei der häufigsten Diagnosen folgen in der gesamten Region die Atemwegserkrankungen wie Bronchitis; sie stiegen in Teltow-Fläming um zwölf, in Dahme-Spreewald um sechs Prozent an. Am stärksten zugenommen haben in Teltow-Fläming mit 19 Prozent die Verletzungen, sie liegen auf Rang drei. „Den deutlichsten Unterschied zwischen beiden Landkreisen machen die psychischen Erkrankungen aus“, erklärt die DAK-Chefin. Sie sind in Teltow-Fläming um sechs Prozent zurückgegangen, im Spreewald-Kreis um 22 Prozent gestiegen. Für den erfreulichen Rückgang liegen keine statistischen Ursachen vor, aber Steltner vermutet: „Vielleicht haben Arbeitgeber schon Entlastungen für die Arbeitnehmer geschaffen oder mehr Patienten haben sich Hilfe beim Psychologen geholt.“

Rätsel Rücken

Schwerpunkt im aktuellen Gesundheitsreport ist aber das Thema „Rätsel Rücken – warum leiden so viele Brandenburger unter Schmerzen?“. „Die große Mehrheit meldet sich bei Rückenbeschwerden nicht krank“, so Claudia Steltner, „84 Prozent gehen mit Schmerzen zur Arbeit.“ Betroffene hielten sich mit Physiotherapie oder Schmerzmitteln über Wasser.

Empfohlen werden vorbeugende Maßnahmen. „Als erste Reaktion auf die aktuelle Studie bietet die DAK ein neues online-basiertes Rücken-Coaching an“, sagt Anna-Lena Botterbrodt (31), die das Angebot auch ohne Rückenschmerzen selbst nutzt. In Dahmeland-Fläming zählt die DAK derzeit 26. 500 Versicherte.

Von Elinor Wenke

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