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Kreis plant neues Gymnasium

Bildung in Dahme-Spreewald Kreis plant neues Gymnasium

Schüler, die im Norden des Landkreises Dahme-Spreewald ihr Abitur ablegen wollen, können derzeit zwischen acht Schulen wählen, darunter drei kreiseigene und zwei private Gymnasien. In der Kreisverwaltung glaubt man aber, dass das nicht reicht. Möglichst zum Schuljahr 2019/20 soll deshalb ein neues Gymnasium öffnen. Wo genau ist aber noch offen.

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Schüler können derzeit an zehn Schulen im Kreis das Abitur ablegen, eine weitere soll folgen.

Quelle: dpa

Königs Wusterhausen. Der Landkreis Dahme-Spreewald erwägt den Bau eines neuen Gymnasiums. Das hat Bildungsdezernent Carsten Saß (CDU) auf Nachfrage bestätigt. Das Gebäude soll nach derzeitigen Vorstellungen zum Schuljahr 2019/20 irgendwo im Norden des Kreisgebiets eröffnen. Wo genau die Schule entstehen soll und wie groß sie sein wird, das soll eine Machbarkeitsstudie klären, über die der Kreistag demnächst befinden muss.

Derzeit gibt es im Landkreis zehn Schulen, an denen Schüler das Abitur ablegen können. Acht davon liegen im Norden. In Königs Wusterhausen können die Schüler zwischen zwei Gymnasien, einer privaten Gesamtschule mit Abiturstufe und dem beruflichen Oberstufenzentrum wählen. Dazu gibt es noch das Gymnasium in Eichwalde, die beiden Privatgymnasien in Wildau und Großziethen und die Gesamtschule in Zeuthen. Derzeit reichen diese Kapazitäten noch aus, sagt Saß. Angesichts des Zuzuges, der aktuellen Geburtenzahlen und der schon jetzt vorhandenen Kinder in den Grundschulen und Kitas werde das aber wohl nicht mehr lange der Fall sein. „Ab Sommer 2019 werden wir wohl nicht mehr alle Schüler im Landkreis unterbekommen. Diesen Schluss ziehen wir zumindest aus den uns vorliegenden Zahlen, unter anderem denen der neuen Kitabedarfsplanung.“

Bevor der Kreistag allerdings über den konkreten Neubau beraten kann, müssen noch viele offene Fragen geklärt werden. Die vielleicht wichtigste ist der Standort. Dabei spiele die Frage der Schülerströme eine zentrale Rolle, sagt Saß. „Es nutzt uns nichts, wenn wir 2019 etwa im Amt Schenkenländchen eine Schule eröffnen, weil wir dort die meisten Schüler haben, fünf Jahre später kommen sie dann aber alle aus Schönefeld.“ Betrachtet werden müsse darüber hinaus, wie sich das Anwahlverhalten der Schüler entwickelt hat und wie es sich womöglich weiter entwickeln wird. Wie viele Jugendliche verlassen für das Abitur den Landkreis in Richtung der Nachbarkreise oder Berlin? Wie viele entscheiden sich für die Privatgymnasien? Und wie viele Schüler können und wollen die Privatschulen überhaupt aufnehmen?

Geklärt werden muss auch, wie groß die maximalen Kapazitäten der vorhandenen kreiseigenen Schulen überhaupt sind. Auch das ist nicht so einfach, wie es klingt. Das Eichwalder Gymnasium etwa wurde zuletzt nur dreizügig belegt, in der Kreisverwaltung geht man davon aus, dass dort grundsätzlich noch Kapazitäten frei sind. Aufgrund von Schallschutzmaßnahmen hat sich zuletzt aber der Innenraum der Schule verkleinert. Welche Auswirkungen das auf das Fassungsvermögen hat, muss noch untersucht werden.

Zu guter Letzt stelle sich auch die Frage nach der inhaltlichen Ausrichtung der Schule. Saß: „Da wir noch kein Lehrerkollegium haben, sollte die Verwaltung selbst etwas vorgeben. Und eine Schule mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt braucht andere bauliche Voraussetzungen als ein humanistisches Gymnasium.“

Nach der Vorstellung der Kreisverwaltung sollen alle diese Fragen möglichst zeitnah in einer Machbarbarkeitsstudie geklärt werden. In der kommenden Sitzung des Bildungsausschusses in der nächsten Woche wird die Verwaltung den Abgeordneten erstmals empfehlen, eine solche Studie in Auftrag zu geben. Die Studie wird dann möglicherweise auch schon auf der nächsten Kreistagssitzung diskutiert. In der Verwaltung hofft man, dass die Untersuchung noch in diesem Jahr vorliegt, damit zügig mit der Planung begonnen werden kann. „Es ist ein straffer Zeitplan“, sagt Carsten Saß. „Aber wir sind sportliche Her-ausforderungen gewohnt.“

Von Oliver Fischer

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