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Dahme-Spreewald Krimidinner im Alten Schloss
Lokales Dahme-Spreewald Krimidinner im Alten Schloss
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08:15 12.02.2018
Tanzende „Blutsauger“ der Theaterloge Luckau beim Krimi-Dinner Quelle: Gudrun Ott
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Baruth

Feuer loderten am Samstagabend vor dem Alten Schloss in Ba­ruth. Sie lockten die Besucher zu einem schauerlich-schönen Vergnügen. Eingeführt hatte das der Veranstaltungsmanager Dietmar Becker. „Wir wollen das Schloss aus seinem Dornröschenschlaf wecken und neu beleben“, erklärte der Mann und freute sich über das große Interesse. Erstmals trat in Baruth der Verein Theaterloge Luckau auf.

Zwölf Darsteller und zwei Techniker sorgten mit ihrem Krimi-Dinner „...und der Vampir tanzt nicht mehr“ für spannende Unterhaltung. Die Idee zum Stück stammt von der Theaterpädagogin Gabi Schönig, sie ist mit den Schauspielern und Technikern ausgearbeitet worden.

Erzählt wird eine Theaterprobe, die zickiger und witziger kaum sein könnte. Der Regisseur, gespielt von Paul Wagner, rauft sich die Haare. Er will eine außergewöhnliche Inszenierung auf die Bretter bringen, die bekanntlich die Welt bedeuten, und überlegt – gegen den Widerstand des Ensembles – sein Stück „Tanz der Nutztiere“ zu nennen, um so gegen Massentierhaltung zu protestieren. Er schlägt vor, dem Hauptdarsteller das Gesicht weiß zu schminken. Er soll außer weißen Handschuhen nichts anhaben. „An sein Gemächt hängen wir...“, räsoniert der Regisseur und wird wütend unterbrochen. „Wenn Sie meinen Vertrag gelesen hätten, wüssten Sie, dass ich keine Nacktszenen spiele!“ Das ist nicht alles: Eine Schauspielerin bricht zusammen und wird tot von der Bühne getragen. Die Regieassistentin versucht, die Gemüter zu beruhigen, um die Probe zu retten. Und dann kommen ja noch die Vampire.

Besucher als Statisten

Und die Besucher fungieren im Alten Schloss als Statisten. Sie werden beispielsweise aufgefordert, sich mit gymnastischen Übungen locker zu machen. Im Übrigen werden sie von den Akteuren beneidet: Denn sie haben Essen bekommen.

Ein Menü, das Gastwirt Steffen Buhl und sein Team vom Gasthaus „Auszeit“ der Story um die illustren Blutsauger angepasst hatten. Da waren winzige Vampirzähne in die Tomatensuppe geraten, Pfefferkörner würzten die Soße des Hauptgangs und die Nachspeise sah ziemlich blutig aus, schmeckte nach Aussage der Gäste aber sehr gut.

Gina Boche von der Hochzeitsfeldscheune Schöbendorf hatte bei der Gestaltung des Raumes an flatternde Vampire in einem alten Schloss gedacht. Die Wände waren in rotes Licht getaucht, auf den festlich eingedeckten Tischen standen mehrarmige Kerzenleuchter. „Schick und ein bisschen unheimlich – so muss es sein“, meinte Claudia Brüschke aus Luckau. Die Mutter von Lena und Luise, ihre beiden Töchter spielten mit, erlebte das Stück zum zwölften Mal. Aus Berlin war Margit Hammerschmidt angereist. Für sie war der Abend ein Geburtstagsgeschenk ihres Sohnes Ronny, der in Radeland zu Hause ist und sich genauso wie Corinna und Frank Jänchen darüber freute, dass das Schloss mit Leben erfüllt wird.

Von Gudrun Ott

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