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Dahme-Spreewald Kritik an geplanten Stadtvillen
Lokales Dahme-Spreewald Kritik an geplanten Stadtvillen
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00:33 21.06.2015
Edeltraut Jänicke und Karl-Heinz Langer wehren sich gegen die Bebauung ihres Innenhofes. Quelle: Franziska Mohr
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Wildau

Die Stadt Wildau benötigt dringend neuen, bezahlbaren Wohnraum. Darin sind sich viele Bürger, Abgeordnete sowie die Verwaltungsmitarbeiter im Rathaus einig. Über einige dafür vorgesehene Standorte wird allerdings heftig gestritten. Widerstand formiert sich gegenwärtig vor allem gegen den jetzt im Rathaus ausliegenden Entwurf des Bebauungsplanes zum „Quartier Käthe-Kollwitz-Straße Südseite“. Dabei handelt es sich um einen knapp 5000 Quadratmeter großen, in den 50er Jahren entstandenen Innenhof, der von Häusern der Käthe-Kollwitz-,
Fichte-, Röntgen- und Jahnstraße umgeben ist. Dieses Areal gehört der kommunalen Wildauer Wohnungsbaugesellschaft (Wiwo), die dort laut B-Planentwurf vier mindestens dreigeschossige Stadtvillen errichten möchte.

Ein Vorhaben, das die Bürger Edeltraut Jänicke und Karl-Heinz Langer aus der Jahnstraße strikt ablehnen. „Die Grünanlage ist historisch gewachsen und bildet einen wesentlichen Bestandteil der Wohn- und Lebensqualität der Anlieger dieses Karrees“, sagt Edeltraut Jänicke, die ihre Eigentumswohnung 1999 erwarb. Die Fläche sei längst nicht so groß wie ein Fußballfeld und darauf vier Stadtvillen – das sei viel zu viel. Außerdem würde die aufgrund des Kleinpflasters in der Jahnstraße ohnehin schon hohe Lärmbelastung mit den Stadtvillen und den entsprechenden Parkmöglichkeiten noch erheblich steigen. Das sei Jänicke und Langer zufolge nicht hinnehmbar. Der geplante Bau sorge auch für erhebliche Verkehrsbelastungen für die Bewohner sowie der in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen Schule sowie der Kita, argumentiert die Anwohnerin. In den Wohnungen der unteren Etagen wird eine Verschattung befürchtet. Diese Bedenken teilen auch viele ihrer Nachbarn. Bisher setzten 111 Mieter und Eigentümer ihre Unterschrift unter ein Protestschreiben an Bürgermeister Uwe Malich (Linke). Ein Rechtsanwalt wurde bereits eingeschaltet.

Der Bürgermeister spricht von einem schwierigen Thema. Zumal die Stadt dringend Wohnungen benötigt, die infrastrukturell gut angebunden sind. Im begonnenen Planverfahren würden daher die Argumente aller Betroffenen fachlich und kommunalpolitisch eingehend geprüft werden.

Wiwo-Geschäftsführer Frank Kerber wägt ab: „Der B-Planentwurf würde vier Stadtvillen ermöglichen. Wir wollen aber die Interessen aller berücksichtigen und beabsichtigen daher, in diesem Quartier nur zwei Stadtvillen zu bauen.“ Jänicke und Langer bleiben skeptisch: „Das sagt der Geschäftsführer jetzt und im übernächsten Jahr baut die Wiwo doch noch zwei weitere“, bringen sie ihre Bedenken vor.

Kerber verweist darauf, dass im Ort nicht ständig nur der Mangel an bezahlbarem Wohnraum beklagt werden kann. Hier handle es sich um eine ideale Wohnbaufläche, die seit Jahren von der Wiwo gepflegt werde und bisher nur Kosten verursache. Er verstehe die Anlieger, die sich an diese gepflegte Grünfläche gewöhnt hätten. Aber bei innerstädtischem Bauen seien die Baukosten nun einmal um etwa 300 Euro pro Quadratmeter billiger. Das bedeute für künftige Mieter eine Ersparnis von bis zu 1,50 Euro Kaltmiete, argumentiert der Geschäftsführer aus betriebswirtschaftlicher Sicht. Zudem verspricht er, dass es auch künftig keine Zäune in diesem Bereich geben wird. Die Entscheidung treffen letztlich die Stadtverordneten.

Von Franziska Mohr

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