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Kulinarisch-kultureller Streifzug

Region Dahmeland-Fläming auf der Grünen Woche Kulinarisch-kultureller Streifzug

Die Region Dahmeland-Fläming präsentiert sich mit unterschiedlichen Konzepten auf der Grünen Woche in Berlin. Am Mittwoch galt die Aufmerksamkeit in der Brandenburghalle vor allem dem Spreewald und dem Dahme-Seenland. Teltow-Fläming präsentiert sich am Freitag.

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Annette Diebow, Christian und Daniel Reuner kochten Rehrücken mit flambierten Äpfeln – mit Fleisch aus Baruth, Gemüse aus Zossen und Likör aus Sellendorf.

Quelle: Nadine Pensold

Berlin. Die Brandenburghalle ist bei der Grünen Woche stets ein Besuchermagnet. Jeden Tag und zu jeder Zeit drängen sich die Besucher vorbei an regionalen Spezialitäten und kosten. Das Berliner Publikum sucht dabei auch meist gleich Inspiration für den nächsten Tagesausflug. Beim Programm in Halle 21a mischt die Region Dahmeland-Fläming wie gewohnt mit. Gestern galt die Aufmerksamkeit vor allem dem Spreewald und dem Dahme-Seenland. Während des gesamten Tages präsentierte sich der Landkreis auf der Bühne.

Es wurde mit Tradition und Tourismus geworben: Der Spreewald zeigte seine feinen Trachten mit Häubchen, Schürzen und Spitze, das Dahmeland brachte Weinkultur, Wassertourismus und Wildau-Walzer. Letzterer wurde vom Prinzenpaar der Karnevalsgesellschaft Königs Wusterhausen, Katja I. und Sven I., getanzt „Das war eine Premiere“, berichtete Katja Lützelberger fröhlich. Bereits vor drei Jahren wurde das Stadtlied im Dreivierteltakt komponiert, ein öffentliches Tänzchen wollte aber bisher niemand dazu wagen. „Nun haben wir das eben selbst in die Hand genommen“, sagte die Karnevals-Hoheit.

Das Karnevalspaar von Königs Wusterhausen

Das Karnevalspaar von Königs Wusterhausen: Katja I. und Sven I.

Quelle: Nadine Pensold

Unter anderem präsentierten sich der Bestenseer Weinbauverein und das Klubhaus an der Dahme, auch Radtouren durch die Region wurden vorgestellt. Diese Mischung aus Tourismus und Kultur auf der Bühne hat sich über die Jahre bewährt. „Bei den Messebesuchern kommt das immer sehr gut an. Und die Nachfrage nimmt auch jedes Jahr zu“, berichtete Juliane Frank vom Tourismusverband Dahme-Seen. In das nachmittagsfüllende Programm investieren die Organisatoren viel Zeit. Sie wollten die Vielfalt der Region zeigen und eine bunte Mischung aus Information, Unterhaltung sowie Show auf die Bühne bringen. „Die Grüne Woche ist gemütlich und volksnah. Vor der Bühne können die Besucher verweilen“, sagte Juliane Frank.

Der Landkreis Teltow-Fläming hat sich vor vielen Jahren hingegen für ein Stand-Konzept entschieden, um möglichst vielen Kommunen, Gastronomen und Herstellern ein Podium zu bieten. Jeden Tag stellt sich eine andere Stadt oder Gemeinde vor. Mit dabei ist stets Leckeres aus dem jeweiligen Ort. Am Mittwoch bot das Team der Fleischerei Lorsch seine Waren an. Im Gepäck hatten sie Seniorenknacker, scharfe Lümmel mit Chili und Grünkohl mit Knackern. Den Messegästen gefiel’s. „Schmeckt hammer“, befand Daniel Tebinka. Der Koch und Lebensmitteltechniker aus Oranienburg war zum kulinarischen Streifzug auf die Ernährungsmesse gekommen. Was die Region Dahmeland-Fläming zu bieten hatte, gefiel ihm.

Herbet Krenz brachte Bestenseer Wein mit auf die Messe

Herbet Krenz brachte Bestenseer Wein mit auf die Messe.

Quelle: Nadine Pensold

Auf der anderen Seite der Halle konnte man von einem Menü kosten, das beide Landkreise verbindet. Dafür waren Daniel und Christian Reuner von den gleichnamigen Restaurants in Zossen und Glashütte im Kochstudio aktiv – bereits zum zweiten Mal bei dieser Messe. „Am Montag haben wir mit dem Ministerpräsidenten einen vegetarischen Burger zubereitet“, berichtete Daniel Reuner. Dietmar Woidke (SPD) habe sich dabei sehr geschickt angestellt, lobte er.

Gestern stand Wild auf dem Menüplan. Das Fleisch dafür stammte aus der Baruther Region, das Gemüse aus eigenem Anbau und der Pflaumenlikör, mit dem Äpfel eindrucksvoll vor Publikum flambiert wurden, von der Brennerei Sellendorf aus Dahme-Spreewald. „Wir zeigen hier, wie die Region schmeckt und machen sie so bekannter“, sagte Daniel Reuner.

Von Nadine Pensold

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