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Dahme-Spreewald Kulturklub „Butze“ hat Zukunftssorgen
Lokales Dahme-Spreewald Kulturklub „Butze“ hat Zukunftssorgen
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11:40 09.09.2016
Vereinschef Dieter Gronau (r.) und Elektriker Jörg Pianowski bei der Installation der Lichtanlage für eine Veranstaltung im Kulturklub „Butze“ in Schulzendorf. Quelle: Dörthe Ziemer
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Schulzendorf

Wer in Schulzendorf Kultur aktiv und in Gruppe erleben möchte, ist im Kulturklub „Butze“ genau richtig. Seit 20 Jahren sind er und vor allem seine Initiatorin Conni Gronau eine Institution im Ort. Doch beim Blick in die Zukunft ist ihr und ihren 40 Mitstreitern vom Verein manchmal etwas bange.

Veranstaltungen im September

Mittwoch, 14. September, um 14 Uhr Seniorenmodenschau

Samstag, 17. September, um 19 Uhr Konzert mit Sylke & friends

Sonntag, 18. September, um 14 Uhr Kasperletheater

Samstag, 24. September, 14 bis 18 Uhr Drachenfest mit Kürbiswettbewerb

Mehr als 1000 Menschen besuchten den Klub an der August-Bebel-Straße gegenüber dem Sportplatz im letzten Jahr. Doch eine Sorge teilt der Klub-Verein mit anderen Vereinen in der Region: „Wir müssen schauen, dass wir junge Leute herziehen, die einmal in unsere Fußstapfen treten“, sagt Conni Gronau vom Vereinsvorstand. Sie war Schulsozialarbeiterin, als sie den Klub vor über 20 Jahren zunächst als Schulklub ins Leben rief.

Als die Gesamtschule ihre Pforten geschlossen hatte, blieben auch die Schüler weg. Sie waren nun auf andere Schulen verteilt, es bildeten sich dort neue Cliquen. Dank der generationenübergreifenden Arbeit, die den Klub von Anfang an geprägt hat, wurde schnell klar, dass es so einen Ort braucht, an dem sich Menschen unterschiedlichen Alters begegnen und gemeinsam ihren Hobbys nachgehen können.

Ehrenamtliche Arbeit

Der Kulturklub Schulzendorf fand sich als Betreiber des Hauses, das inzwischen durch Gelder der Gemeinde äußerlich saniert wurde. Innen legten und legen ausschließlich die Vereinsmitglieder auf ehrenamtlicher Basis Hand an oder lassen die Räume mit Vereinsgeldern instandsetzen. Fotowände an den Gängen zeugen davon, wie viel in den vergangenen Jahren geschaffen wurde. Aus der einstigen Turnhalle ist so ein schicker, stoffbehangener und stimmungsvoll beleuchteter Saal geworden, in dem unter anderem Line-Dance-Abende, Weihnachtsfeiern, Lesungen und Konzerte stattfinden.

In den angrenzenden Räumen treffen sich Billardgruppen, Biker, Hobby-Dichter und Maler, Skatspieler und Vereinsmitglieder zu Versammlungen. Es ist Leben in der Bude, so scheint es. Und doch, beklagt Conni Gronau, könnte noch mehr laufen – etwa am Donnerstagabend, dem offenen Tag. Der beginnt um 18 Uhr, doch mehr als ein paar Menschen sind an diesem sonnigen Septembertag nicht anzutreffen. Einige sind gerade fertig mit Billardspielen, andere richten die Licht- und Musikanlage für eine Veranstaltung ein.

Lebensinhalt Kulturklub

„Dieser offene Abend wird nicht so stark genutzt, weil viele in ihrem Garten sitzen“, erzählt die heimliche Chefin Gronau, die den Vereinsvorsitz allerdings ihrem Mann Dieter überlässt. „Wer voll berufstätig ist, schafft es kaum, sich in so einem Verein zu engagieren.“ Sie und ihr Mann, schätzt die Rentnerin, arbeiten im Umfang einer 30-Stunden-Woche in dem Klub. Der Klub ist ihr Leben.

„Ich bin so ein Mensch, der immer alles an sich reißt“, sagt Conni Gronau. Sie erzählt begeistert von den Ü-40-Partys, auf denen sich viermal im Jahr um die 200 Leute zwischen 30 und 70 Jahren tummeln. Sie erzählt von Drachen- und Bockbierfest und von den Senioren, die sich regelmäßig in der Butze treffen und von den Vereinsmitgliedern liebevoll betreut werden. An diesen Tagen ist kaum etwas von den Zukunftssorgen der Vereinsspitze zu spüren.

Info: www.kultur-klub-online.de

Von Dörthe Ziemer

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