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Kulturreihe mit 200 Veranstaltungen

Patronatskirche Schulzendorf Kulturreihe mit 200 Veranstaltungen

Die Schulzendorfer Kulturreihe gibt es jetzt seit zwanzig Jahren. In dieser Zeit fanden nunmehr 200 Veranstaltungen statt. Und es geht weiter. Marlies Krägel, Kultur-Obfrau in der Gemeinde Schulzendorf, betreut die Reihe von Anfang an.

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Heimstatt für die Kulturreihe ist die Patronatskirche.

Quelle: Andrea Müller

Schulzendorf. Die Schulzendorfer Kulturreihe gibt es jetzt seit 20 Jahren. Vor wenigen Tagen fand in der Patronatskirche die 200. Veranstaltung statt.

Von Anfang an wurde sie von Marlis Krägel begleitet. „Ich bekam damals den Auftrag von Herbert Burmeister, eine Kulturreihe auf die Beine zu stellen“, sagt sie. Während die ersten Veranstaltungen noch im Schlosssaal des Schulzendorfer Gutshauses stattfanden, ist seit 2005 das einstige Gotteshaus am alten Dorfanger das Domizil der Abo-Reihe. Von 1997 bis zum Umzug in die Patronatskirche fanden die Konzerte in der Mehrzweckhalle statt.

Bei fast allen Veranstaltungen war Marlis Krägel dabei. Fast. Denn ein einziges Mal in zwanzig Jahren konnte sie nicht zum Konzert am Abend kommen, weil sie am Vormittag im alten Rathaus einen kleinen Unfall hatte. „Sonst aber habe ich es mir nicht nehmen lassen, selbst dabei zu sein“, betont Krägel. Dies sei wichtig, um mitzubekommen, wie das Publikum reagiert. Denn sie wollte immer das nach Schulzendorf holen, was für die meisten interessant sein könnte. „Aber es ist unmöglich, es allen recht zu machen“, weiß sie heute. Die Geschmäcker seien einfach verschieden. Dennoch ist sich die Schulzendorfer Kultur-Obfrau sicher, in vielen Fällen etwas Besonderes auf die Bühne der Patronatskirche geholt zu haben. Vladimir Valdivia, ein Pianist aus Peru, habe geradezu den Flügel verwandelt. „Ich dachte, wir hätten plötzlich ein anderes Instrument“, erinnert sich Krägel. Aber auch das Duo Piadeux sei ein besonderes Erlebnis gewesen. Ganz zu schweigen von dem Konzert mit Klangart Berlin, die als Instrument ein Hang mitbrachten, das aus zwei verklebten Halbkugelsegmenten aus gasnitriertem Stahlblech besteht. Sehr gern erinnert sich Marlis Krägel auch an die Konzerte ganz zu Anfang mit Mirco Krejci, einem jungen Schulzendorfer Pianisten-Talent.

Abo-Reihe etablierte sich

Mit den Jahren etablierte sich die Schulzendorfer Kulturreihe als Kultur-Institution. Dies sowohl für die Schulzendorfer Besucher, als auch für die Künstler. Marlis Krägel hat derzeit über 500 Bewerbungen von ihnen auf dem Tisch zu liegen. Sie alle wollen in dem einstigen Gotteshaus auftreten.

Die Abos – bis zu 100 werden jedes Jahr verkauft – kosten gerade mal 60 Euro für zehn Veranstaltungen. Damit kostet die Karte pro Konzert sechs Euro. Die darüber hinausgehenden Kosten bezahlt die Gemeinde. Und was hier geboten wird, kann sich hören lassen. „Manchmal meint man geradezu, im Berliner Schauspielhaus zu sitzen, dabei ist es unsere Patronatskirche“, lobt Krägel die hohe Qualität der Konzerte.

Zum Jubiläum der Kulturreihe ist in der Info-Reihe der Ortschronisten eine Broschüre „20 Jahre Schulzendorfer Kulturreihe“ entstanden. Die kann in der Bibliothek an der Schule in der Illgenstraße käuflich erworben werden.

Von Andrea Müller

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