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Kulturtreff öffnet Türen für junge Flüchtlinge

Kultur in Mittenwalde Kulturtreff öffnet Türen für junge Flüchtlinge

Der Kunst- und Kultur-Treff in Mittenwalde ist ein beliebter Anlaufpunkt besonders für die älteren Herrschaften in der Stadt. Jüngere dürfen aber auch jederzeit mit herein schauen. Es kann gelesen, gespielt, gemalt oder genäht werden. Das Angebot ist bunt. Willkommen sind auch die jungen Flüchtlinge aus Afghanistan, die seit einiger Zeit in der Stadt zu Hause sind.

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Scrabble-Spielrunde im Kunst- und Kulturtreff Mittenwalde. Ganz vorn links sitzt Vereins-Chefin Heydi Fischer.

Quelle: Andrea Müller

Mittenwalde. Der Kunst- und Kulturtreff (KKM) in Mittenwalde ist ein beliebter Anlaufpunkt für die älteren Semester in der Stadt. Neuerdings tauchen aber auch mal junge Leute auf. Flüchtlinge aus Afghanistan. „Sie sind bei uns jederzeit herzlich willkommen“, sagt Heydi Fischer.

Sie hat den Klub im Jahr 2011 ins Leben gerufen. Das ist nun schon fünf Jahre her. Eine lange Zeit, die selbst der Initiatorin unglaublich erscheint. Anfänglich traf sich eine kleine Gruppe von Leuten, die gemeinsam gemalt hat. „Dann hatte der eine die Idee, der andere die, was man noch tun könnte“, erinnert sich Fischer. Heute kann man beim Verein lesen, malen, stricken, häkeln, basteln, spielen oder einfach nur gemeinsam zusammensitzen bei einem Käffchen und einem Stück Kuchen. Manchmal wird auch selbst gemachte Wurst oder Schinken mitgebracht – für die meisten eine Delikatesse, die man sich nicht entgehen lässt. Um die Kosten zu tragen, war der KKM lange auf der Suche nach einem Sponsor, der Miete und Betriebskosten übernimmt. „Fündig geworden sind wir schließlich beim Arbeiter-Samariter-Bund“, sagt die Vereins-Chefin und weist auf eine Patenschaftsurkunde an der Wand. Sie ist von Michael Braukmann unterzeichnet, dem Geschäftsführer des ASB Regionalverbandes Mittel-Brandenburg. „Ohne ihn hätten wir das alles nicht hinbekommen“, ergänzt Fischer ihre Aussage. Das Mobiliar für das Domizil in der St.-Moritz-Kirchstraße kauften sie von einer Spende von Bayer Leverkusen, nachdem der KKM sein Konzept dort vorgelegt hatte. „Die waren beeindruckt“, erinnert sich Fischer, die persönlich dafür sorgt, dass das bunte Kulturangebot seit Jahren Leute anlockt.

Zweimal wöchentlich finden Treffen statt

Zu ihnen gehört Monika Halm, die erst seit 2013 in Mittenwalde wohnt, aber regelmäßig beim KKM vorbei schaut. Joachim Henze malt und spielt hier gern in Gesellschaft, und Erhardt Domke aus dem Ortsteil Motzen näht mit großer Leidenschaft. Christine Scharfenberg mochte Handarbeit schon als Kind in der Schule. „Ich nähe, stricke und male auch gern“, sagt sie.

In der Regel trifft man sich zweimal pro Woche; auf 14 Tage gerechnet sind es drei Zusammenkünfte. Sie stehen bei zwölf bis 15 Mitgliedern fest im Terminkalender. Mittwochs ist in der Regel ab 15 Uhr geöffnet, donnerstags ab 16 Uhr. Zusätzlich werden Höhepunkte organisiert und angeboten. Dazu zählen Gitarrenabende, Ausflüge zum Beispiel ins Museumsdorf Glashütte oder Kutschfahrten. Ab und zu gibt es Reisevorträge. Wenn Kinder kommen, bekommen diese alles kostenlos. Auch die Ausleihe der Bücher läuft nach Plan. „Fünf Bücher gibt es für den Zeitraum von einem Monat“, erläutert Fischer.

Flüchtlinge sind willkommen

Über den Besuch der Jugendlichen aus Afghanistan – sie werden vom Verein Grenzläufer betreut – hatte sie sich besonders gefreut. Zwar könne sie kaum Englisch, aber einen Smalltalk habe sie noch hinbekommen. „Die Jugendlichen waren sehr interessiert“, meint die Vereins-Chefin des KKM. Fischer ist überzeugt, dass man den jungen Leuten allein schon dadurch helfen könnte, dass man mit ihnen Deutsch spricht. Ein wenig enttäuscht zeigt sie sich, dass bei den Besuchen immer die Sozialarbeiter dabei sein müssen, weil es sich um Minderjährige handelt. Da seien sie immer darauf angewiesen, dass jemand mitkommt. „Einfach mal vorbei kommen, ist so nicht drin“, so Fischer. Aber sie bekräftigt noch einmal: „Unsere Türen stehen für sie immer offen.“

Von Andrea Müller

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