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Dahme-Spreewald Kunst als Lebensexlixier
Lokales Dahme-Spreewald Kunst als Lebensexlixier
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00:17 23.01.2016
Elke Schottmann (2. v. r.) leitet die Malgruppe seit 15 Jahren. Quelle: Heidrun Voigt
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Königs Wusterhausen

„Beim Tupfen die Farbe immer wieder einarbeiten. Es sollte schattiert sein, denn eine gleichmäßige Fläche ist langweilig“, meint Elke Schottmann, greift zum Pinsel und zeigt, wie es geht. Seit 15 Jahren leitet die Niederlehmer Künstlerin eine Malgruppe in der Regionalen Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (Rekis) in Königs Wusterhausen. Jeden Donnerstag um 10 Uhr treffen sich die knapp zehn Teilnehmer zum Malen und Austauschen.

Einer von ihnen ist Rainer Günther. „Als ich in Rente ging, wollte ich sozial nicht verkümmern und hatte endlich Zeit für meine heimliche Leidenschaft“, erzählt der Prieroser. Er betont, dass die Selbsthilfegruppe für ihn ganz wichtig sei. Als es bei Rainer Günther einen dramatischen familiären Einschnitt gab, haben ihm die anderen und die Beschäftigung mit der Kunst wieder Mut gemacht. Günthers zweites großes Hobby ist seine Aufgabe als Wanderwegewart von Prieros. Da er Kontakte zur dortigen Touristeninformation Heidesee hat, besucht er öfter die Ausstellungen im Haus. „Da können wir mithalten und uns auch sehen lassen“, stellte er fest und organisierte kurzerhand eine Schau seiner Malgruppe. Noch bis Mitte Februar sind die Arbeiten von Elke Schottmann und ihren Schülern zu sehen. Gezeigt werden Landschaften, Blumen, Stillleben in Acryl- und Aquarelltechnik unter dem Titel „Gemalte und gestaltete Lebensfreude“. Es sind stimmungsvolle Bilder, die eine Vielfalt von Natureindrücken widergeben. Am 6. Februar um 15 Uhr zur Finissage werden die Hobbykünstler anwesend sein.

Liane Kiepsch kann beim Malen so richtig Abschalten. Die Frau aus Neue Mühle arbeitet gerade an zwei Eisvögeln, die auf einem Zweig sitzen. Sie sei keine Landschaftsmalerin, sagt sie. Beim Malen muss die gelernte Pharmazie-Ingenieurin oft an ihre frühere Arbeit denken. Denn genau im Schulweg 1, wo in den Rekis-Räumen heute Kunst gemacht wird, war zu DDR-Zeiten die Krankenhausapotheke.

Monika Schmidt schätzt besonders, dass die Maltechniken in der Gruppe vermittelt werden. „Meine ganze Wohnung hängt voller Aquarelle von mir. Im Wohnzimmer ist noch Platz, dort sollen jetzt Acryl-Bilder hin“, sagt die Zeuthenerin. Für Bärbel Hartenstein ist das Malen bei Rekis „pure Entspannung“. Den Vormittag hält sich die Schulzendorferin immer frei. „Jeder hat mal einen guten oder schlechten Tag, aber an unser Malen ist ja kein kommerzieller Ehrgeiz geknüpft“, meint sie.

Seit 15 Jahren gibt es die Gruppe, in der es nicht nur ums Malen, sondern auch ums Reden und Zuhören geht. „Hier sind alle füreinander da. Was wir besprechen, bleibt natürlich unter uns“, sagt Elke Schottmann.

Info: Neue Teilnehmer sind willkommen. Kontakt:  01 60/96 27 09 99.

Von Heidrun Voigt

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