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Dahme-Spreewald Kunst im Familien-Viererpack
Lokales Dahme-Spreewald Kunst im Familien-Viererpack
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02:18 27.09.2015
Barbara Hoencke, Sylvia Sternbeck und Petra Pitt (v. l.) mit Arbeiten ihrer Mutter. Quelle: Heidrun Voigt
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Prieros

Landschaften, Blumenmotive, Stillleben – in Fotografien, Aquarellen und Gemälden. Dazwischen Modezeichnungen, Stoffentwürfe und Illustrationen für Kinder aus den 30er Jahren. Eine ungewöhnliche Ausstellung ist zurzeit im Tourismuszentrum Heidesee in Prieros zu sehen. Drei Schwestern zeigen ihre Arbeiten sowie Entwürfe und Zeichnungen ihrer 2011 verstorbenen Mutter Ilse Estler. Die Familie ist seit Generationen in Königs Wusterhausen zu Hause.

Die Handschriften der vier Frauen sind höchst unterschiedlich. Während Petra Pitt mit ihrer Kamera ein Gespür für Details in der Natur zeigt und das Übersehbare in den Vordergrund rückt, hat es ihrer Zwillingsschwester Barbara Hoencke die Acryl-Malerei angetan. Ihre ausdrucksstarke Bildsprache lehnt sich an die Realität an, nur manchmal gleitet sie ins Abstrakte. Die Zwillinge, die in Blossin beziehungsweise Königs Wusterhausen leben, haben beide als Lehrerin gearbeitet. Die Jüngste im Bunde ist die Zeuthenerin Sylvia Sternbeck, die in ihren Aquarellen von der Ruhe und Schönheit der Landschaft erzählt. Sie hat an derselben Fachschule, dem Lette-Verein in Berlin, wie ihre Mutter studiert. „Ich bin Ingenieur für Bekleidungstechnik und habe erst beim Konsument Oberbekleidung und dann beim Fernsehen als Produktionsleiterin der Dekorationswerkstätten gearbeitet“, erzählt sie. Acht Gewerke einschließlich der Kunstmaler gehörten zu ihrem Bereich. Doch nicht erst da sprang der Mal-Funke über.

„In unserem Haushalt gab es einen Riesenbücherschrank mit vielen Kunstbüchern, darin blätterten wir viel“, erinnert sich Petra Pitt. Auch Stifte und Papier standen reichlich zur Verfügung. Ihre Mutter haben die Schwestern allerdings nie malen gesehen, obwohl sie beim Lette-Verein ihren Abschluss als Designerin gemacht hatte. Und so staunten die Frauen, als eine graue Mappe im Nachlass ihrer Mutter auftauchte. Sie beinhaltete Entwürfe und Modezeichnungen aus den 30ern, Bleistiftzeichnungen von Stadtansichten und Illustrationen für Kinderbücher.

Ilse Estler hat nie als Designerin gearbeitet. Sie heiratete sehr früh und da sie als junges Mädchen lange in Frankreich und der französischen Schweiz war, machte sie später ihr Sprachdiplom und arbeitete als Dolmetscherin in der DDR. „Unsere Mutter hat nie viel von sich erzählt. Sie war viel unterwegs und ihre Arbeit machte ihr Freude“, erinnert sich Sylvia Sternbeck.

Die drei Schwestern haben anscheinend das Kunst-Gen ihrer Mutter geerbt. Auf die Idee zu der „Familienausstellung“ kamen sie, als die graue Kladde auftauchte. Da ihre Mutter die Bilder mehr als 70 Jahre aufbewahrt hatte, möchten die Töchter sie der Öffentlichkeit zugänglich machen. Es sind nicht nur künstlerisch gut gemachte Arbeiten, sondern auch Zeitdokumente. Im Kontext mit den Arbeiten der Töchter ergibt sich ein besonderer Dialog.

Die drei Schwestern haben in den 90er Jahren gemeinsam einen Malkurs besucht. Mittlerweile sind sie in verschiedenen Gruppen aktiv. Die Finissage zur Ausstellung „Querbeet“ findet am 14. November um 15 Uhr statt.

Info: Die Tourismusinformation Heidesee ist Mittwoch, 9 bis 15 Uhr, Freitag und Samstag, 9 bis 12 Uhr, geöffnet.

Von Heidrun Voigt

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