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Dahme-Spreewald Kunstomat mit Suchtfaktor
Lokales Dahme-Spreewald Kunstomat mit Suchtfaktor
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09:18 04.08.2017
Schon als der Kunstomat erstmals in Betrieb ging, war das Interesse bei den Besuchern groß. Quelle: Heidrun Voigt
EIchwalde

Der gelb-orange Zigarettenautomat mit dem Chamäleon in der Eichwalder Bahnhofstraße irritiert so manchen Passanten. „Kunst statt Kippe“ steht in kleinen grünen Buchstaben darauf. Es handelt sich um einen Kunstomaten. Der Käufer füttert den Schlitz mit vier Euro, dann greift er unter eines der zehn Metallfächer. Mit einem schabenden Klack öffnet es sich und gibt eine weiße Schachtel preis. Statt der Glimmstängel steckt eine kunstvolle Überraschung darin – wie in einer Wundertüte.

Anfang Mai, zu den offenen Ateliers, ging der Kunstomat in der Gemeinde Eichwalde in Betrieb. Innerhalb von zehn Tagen war er wie leergefegt. Es beweist, auch Kunst kann süchtig machen – aber die Nebenwirkungen sind garantiert positiv.

Sekt und Salzstangen eröffnen die zweite Runde

„Es ging alles so schnell weg, das hatten wir nicht zu hoffen gewagt“, freut sich Barbara Winter, die Vereinsvorsitzende von „Kind & Kegel“. Der Verein warb Gelder für das Projekt ein und sorgte dafür, dass der Kunstomat in der Bahnhofstraße aufgestellt wurde. Vier regionale Künstler hatten ihn zuerst bestückt und auch für Nachschub gesorgt, nachdem in Rekordzeit alles verkauft war.

Am Samstag, dem 5. August, wird um 11 Uhr die zweite Spielzeit mit Sekt und Salzstangen am Kunstomaten eröffnet. Die Buchbinderei Kepp und Ewert, die Holzmanufaktur von Nicola Fromm – beide aus Eichwalde – sowie die Fashionschool von Anke Schönberner in Wildau werden dieses Mal kleine Überraschungen in die weißen Schachteln legen. Zudem gibt es einen „Beipackzettel“, der Informationen über den jeweiligen kreativen Urheber der Kunstobjekte im handlichen Format enthält.

Lob für das Kunstangebot für jedermann

„Wir wurden angesprochen, ob wir nicht auch Kunsthandwerk nehmen möchten und fanden die Idee gut. Natürlich handelt es sich um Unikate“, verspricht Barbara Winter. Sie schwärmt, dass „tolle Sachen“ in den Schachteln stecken und meint, dass sich jeder das niedrigschwellige Kunstangebot leisten könne. Der Verein „Kind & Kegel“ arbeitet daran, dass vor noch vor Weihnachten eine dritte Vernissage an dem bunten Kunstautomaten stattfinden kann.

Info: Vernissage Bahnhofstraße 6 am Kunstomaten, 5. August, 11 Uhr.

Von Heidrun Voigt

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