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Kunstvolles aus Ton

Kunst in Bestensee Kunstvolles aus Ton

Der mittlerweile 21. Kreativ-Workshop des Kreativvereins Bestensee fand am Sonnabend in der Landkost-Arena statt. Das Angebot haben über Hundert Bestenseer und Gäste gern angenommen. Er bietet die Möglichkeit, sich einmal mit Ton auszuprobieren. Andere kamen gezielt, um erste Weihnachtsgeschenke für Freunde und Verwandte anzufertigen.

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Maja hatte viel Freude beim Arbeiten mit Ton. Sie war gerade dabei, einen Zwerg anzufertigen. Bauch und Füße waren schon fertig.

Quelle: A. Müller

Bestensee. In der Bestenseer Landkost-Arena fand am Sonnabend der 21. Keramik-Workshop statt. Er ist für viele Bestenseer eine gute Gelegenheit, sich einmal mit Ton auszuprobieren. Andere kommen schon seit Jahren, um gemeinsam mit anderen an den Geschenken für das bevorstehende Weihnachtsfest zu arbeiten.

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Der Kreativverein lud nun schon zum 21. Mal zu dieser Veranstaltung ein, die wegen des großen Andrangs in der Landkost-Arena stattfindet. Geholfen hat auch der Verein Lausl.

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Sabine Krenz und ihre 16 Mitstreiter vom Kreativverein bieten diesen Workshop schon seit 21 Jahren an. Die einstige Kunst-Lehrerin suchte mit dem Eintritt in den Ruhestand ein kreatives Betätigungsfeld. „Früher war die Keramik in der Kunsterziehung ein Stiefkind“, erinnert sich Krenz. Kaum eine Schule habe einen Brennofen gehabt. Nach der Wende kaufte sich Sabine Krenz sogleich privat einen solchen. Somit war ihr Beruf zum Hobby geworden. Bald reichte aber auch das nicht mehr. Der Verein wurde gegründet. Das war 1996.

Gedränge schon am Morgen

Das Angebot des Kreativvereins nahmen am Sonnabend mehr als hundert Gäste wahr. Allein am Vormittag kamen schon über 80. „Am Morgen herrscht hier immer Gedränge“, so Krenz. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt; Vorbestellungen werden nicht angenommen.

Familie Fritze war bis auf den Vater vollständig erschienen. Mutter Yvonne und ihre beiden Töchter Maja und Lisa-Marie haben sich schon lange auf diesen Tag Anfang November gefreut. „Wir sind jetzt schon das fünfte Mal dabei“, verriet Yvonne Fritze. Sie hatte ein Geschenk für die Schwiegermutter am Wickel, während die Kinder an Zwerg und Gartenschildchen werkelten. Die beiden Mädchen – zehn und 14 Jahre alt – sind längst keine Neulinge mehr im Umgang mit dem Nudelholz, den Werkzeugen und dem Schlick. „Das ist eine Mischung aus Ton und Wasser, mit der Nasen, Arme, Beine oder andere Details an den eigentlichen Tonkörper angebracht werden“, meinten die Experten.

Väter fertigten Türschilder an

Zwei Tische weiter saßen zwei Väter. Bernhard Seufert und Johannes Presche fertigten Türschilder für ihre Töchter an. Beide hatten sich für die Form einer Krone entschieden. Geduldig rollten sie vereint den Ton mit dem Nudelholz auf etwa fünf Millimeter Dicke aus. Dann wurden mit dem Messer die Zacken für die Krone geschnitten. Anschließend schrieben sie kunstvoll mit einem Zahnstocher die Namenszüge in den Ton. Zu Hause wurden sie am Nachmittag mit Kuchen erwartet. Johannes Presche brachte die Freunde aus Berlin mit, die extra wegen der Keramik-Werkstatt aufs Land gefahren waren.

Doris Glaß und Margitta Lehmann nahmen die fertigen Kunstwerke entgegen. Sie prüften auch nochmal fachmännisch, ob keine Luftblasen irgendwo im Ton eingeschlossen sind. „Das würde beim Brennen nachher platzen“, so Glaß. Und das wäre schade für den Künstler, allerdings auch für andere, deren Exponate im selben Brennofen beschädigt würden. „Wer will kann seine Werke anschließend noch bei uns im Verein glasieren und ein weiteres Mal brennen lassen“, erläuterte Krenz. Die Zeit bis zum Fest reiche geradeso, denn schon vor dem ersten Brennen müsse der Ton ausreichend trocknen.

Im Eingangsbereich hatten die Frauen des Lausl-Vereins einen Kuchenbasar aufgebaut. Aber es gab auch Herzhaftes. Wer gut arbeitet, soll auch gut essen. Das Angebot nahmen die Keramik-Fans gern an.

Von Andrea Müller

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