Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Dahme-Spreewald Kurpark ist für Menschen, Vögel, Insekten da
Lokales Dahme-Spreewald Kurpark ist für Menschen, Vögel, Insekten da
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:09 06.02.2018
Der Eingang zum Kurpark an der Ecke Pirschgang, Birkenallee in Wildau. Gleich rechts befindet sich ein Spielplatz. Quelle: Frank Pawlowski
Wildau

Die Stadt Wildau ist bekannt als Wissenschafts- und Technologiestandort. Die Wasserlage an der Dahme macht sie auch touristisch attraktiv. Die grüne Seite Wildaus soll nun ebenfalls mehr betont werden. Im Kurpark wurde schon vor Monaten begonnen, Wildwuchs, Äste und alte Bäume zu beseitigen. Die dringendsten Arbeiten zur Herstellung der Verkehrssicherheit an den Hauptwegen stehen kurz vor dem Abschluss, wie die Stadtverwaltung mitteilte.

Kleinod an der Birkenallee

Wegen der bevorstehenden Vogel-Brutzeit werden die Arbeiten von März bis September ohnehin ausgesetzt. Doch das Kleinod an der Birkenallee soll nicht nur als Erholungsgebiet für die Menschen, sondern auch als Naturraum für Tiere entwickelt werden. „An manchen Stellen sieht es unaufgeräumt aus, aber das ist wohl überlegt“, sagte die Umweltbeauftragte

Der Kurpark wird nicht komplett vom Baumschnitt geräumt. Vögel und Insekten sollen hier Platz finden. Quelle: Frank Pawlowski

der Stadt, Silke Joksch. Das Schnittmaterial werde nicht komplett entfernt, weil es ein „idealer Rückzugsort“ und eine „unersetzbare Lebensgrundlage“ für Vögel, Kleinsäuger und Insekten sei. Außerdem könnten damit Nistplätze erhalten und geschaffen werden.

Schautafeln werden erneuert

Nach Abschluss dieser Winterarbeiten werden konzeptionelle Arbeiten folgen, wie die Erneuerung von Informations- und Schautafeln sowie von Bänken einschließlich einer seniorenfreundlicheren, bequemeren Ausgestaltung, heißt es in der Mitteilung der Stadt. „Wege werden zunächst in einigen Bereichen besucherfreundlicher und der Kurpark als Erholungswald damit hoffentlich wieder für alle noch ein Stück erlebbarer werden“, so Silke Joksch. Ziel sei ein „ausgewogenes und akzeptables Gleichgewicht zwischen Ökologie/Naturschutz und der Erholungsnutzung“.

Die Hauptwege sind wieder verkehrssicher. Quelle: Frank Pawlowski

Allerdings räumt sie ein, dass es ein „individuelles Verständnis von Naturästhetik“ gibt. Soll heißen: nicht jeder findet das Urwüchsige schön. Der Kurpark wurde 1937/1938 von der Baumschule Späth als Volkspark mit Ziergehölzen innerhalb eines Kiefernbestandes angelegt. Nach dem Zweiten Weltkrieg verwilderte er, nach 1993 wurde er schrittweise wieder hergestellt, neue Anlagen kamen hinzu.

Öffentliche Wiesen sollen mehr blühen

Ebenfalls auf den Erhalt der Artenvielfalt will die Stadt bei der Gestaltung der öffentlichen Wiesen achten. Auf geeigneten Standorten sollen Blühwiesen unter den Bäumen entstehen. Als Beispiel nennt Silke Joksch den Stadtgarten östlich des Marktplatzes. Das Gras wird nicht mehr auf kurz getrimmt. Silke Joksch begründet das mit dem dramatischen Artenschwund bei den Insekten. Zu sehr aufgeräumte Grünflachen könnten ihnen nicht mehr als Lebensraum dienen. „Wir wollen als Stadt mit gutem Beispiel voran gehen, damit die Grünflächen wieder artenreicher werden.“ Sie hofft auf Nachahmer bei den Wildauern und auf deren Verständnis für das Vorgehen der Stadt.

Grünflächen sind immer wieder Thema in der Stadtpolitik

Die Pflege der Grünflächen war in der Vergangenheit immer wieder ein Thema in der Stadtpolitik, weil sich Einwohner beschwerten. Silke Joksch verweist jedoch darauf, dass „Wildwuchs“ hier nicht immer bedeutet, dass eine Fläche nicht gepflegt wird. Ähnlich wie beim Kurpark sollen Naherholung und Naturschutz im Einklang erfolgen. „Insekten brauchen Wiesen voller verschiedener Kräuter, Blüten und Sträucher.“ Zu häufiges Mähen raube ihnen den Lebens- und Nahrungsraum. „Wir können einen kleinen Beitrag zur Sicherung der Biodiversität im städtischen Umfeld leisten“, sagt sie.

Von Frank Pawlowski

Der Jugendklub in Mittenwalde wird in die Mehrzweckhalle umziehen. Was zunächst auf Ablehnung stieß, wird jetzt begrüßt. Sozialarbeiterin Anja Audorf und die rund 30 Jugendlichen, die regelmäßig kommen, sehen den Umzug als Chance an. Sie freuen sich, den Klub selbst mitzugestalten und das Außengelände mit nutzen zu dürfen.

06.02.2018

Ein Skoda-Fahrer verursachte am Sonntagabend in Wildau einen Unfall, nachdem plötzlich massive gesundheitliche Probleme aufgetreten waren. Besonders tragisch: Sein Zustand verschlechterte sich in der Folge weiter drastisch und er starb wenige Stunden nach dem Unfall.

05.02.2018

Im Königs Wusterhausener Ortsteil Zernsdorf (Dahme-Spreewald) hat sich am Montagmorgen ein schwerer Unfall ereignet. Ein Pkw-Fahrer geriet mit seinem Wagen ins Schleudern, prallte gegen eine Leitplanke und kollidierte anschließend mit einem Pkw im Gegenverkehr. Drei Menschen wurden verletzt.

05.02.2018