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Kurve am Teupitzer Markt wird entschärft

Teil der Stadtsanierung Kurve am Teupitzer Markt wird entschärft

Die Kurve am Teupitzer Marktplatz soll entschärft werden. Damit wird ein Nadelöhr abgeschafft. Vor allem Busfahrern bereitete die Kurve immer wieder Probleme. Die Entschärfung ist ein Teil der Stadtsanierung. Dafür müssen einige Parkplätze weichen.

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Das ist die Kurve, die für große Fahrzeuge entschärft wird. Noch kommt hier wegen der Baumaßnahmen kein echter Lastwagen durch.

Quelle: Andrea Müller

Teupitz. Für manchen Busfahrer war es ein Graus, mit dem Schlenker über den Markt von Teupitz zu müssen. In der Mitte befindet sich hier die Insel mit dem Kriegerdenkmal, auf der rechten Seite säumen Parkplätze die schmale Fahrbahn. Auch andere „Giganten“ wie von der Müllabfuhr oder Belieferer mit ihren großen Lastwagen hatten an diesem Nadelöhr mitunter ihre Schwierigkeiten. Dieser Engpass mitten in Teupitz wird gerade beseitigt. Einige Parkplätze fallen dafür weg, auch von der Mittelinsel wird etwas Platz genommen, damit Busse und Lastkraftwagen künftig besser die Kurve kriegen können.

„Die Umgestaltung des Teupitzer Marktes zählt zu den abschließenden Maßnahmen der Stadtsanierung“, erklärt Bauamtschefin Sabine Löser vom Amt Schenkenländchen. Die „Korrektur“ kostet rund 51.000 Euro. Finanziert werde das Bauvorhaben aus dem Programm der Städtebauförderung von Bund, Land und Stadt zu je einem Drittel. Gemeinsam mit der Poststraße – sie wird zurzeit ebenfalls gebaut und erhält in dieser Woche ihre erste Bitumenschicht – werde damit bis zum Ende des Förderzeitraumes der neu gestaltete öffentliche Raum im Sanierungsgebiet komplettiert.

Die Stadtverordneten um Bürgermeister Dirk Schierhorn vom Bürgernettzwerk hatten dieses Projekt auf dieBeine gestellt. Zum Ärger der CDU-Fraktion um Karsten Kuhl. Denn der hatte als vorheriger Bürgermeister den Marktplatz für viel Geld ebenfalls sanieren lassen. Dass jetzt noch einmal alles aufgerissen und verändert wird, fand seine Fraktion alles andere als gut. Kuhl selbst sprach in den Stadtverordnetensitzungen von reiner Geldverschwendung. Auch unter den Markt-Anliegern gab und gibt es nicht nur Anhänger der Umgestaltung. Alexander Wronowski, der hier eine Eisdiele mit seiner Familie betreibt, büßte für seine Tische und Stühle draußen einen 1,10Meter breiten Stellplatz ein. „Wenn jetzt hier noch ein Rollstuhlfahrer durch will, dann wird es eng“, sagt er. Dass die Busfahrer in der Kurve mehr Platz benötigen, hält er für ein Gerücht: „Da müssen sie wohl bald am Friedhof in Tornow Umbettungen vornehmen. Da ist die Kurve doch noch viel enger“, argwöhnt Wronowski.

Thomas Mock, Betriebsstellenleiter der Regionalen Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald (RVS) in Mittenwalde, kennt die Situation vor Ort – sowohl in Teupitz, als auch in Tornow. Er legt den Schwerpunkt eindeutig auf Teupitz. „Wir haben hier Probefahrten durchgeführt“, sagt Mock. Der RVS-Fuhrpark verfüge über Busse von zwölf, aber auch 18 und 15 Metern Länge. Allerdings verfügten die 15-Meter-Busse im Gegensatz zu den 18Meter langen Gefährten nicht über ein Gelenk, das das Fahren in der Kurve erleichtere. „Der Kurvenradius musste also unbedingt entschärft werden“, bestätigt er das Vorgehen der Teupitzer Nettzwerker. Immer wieder sei es in der Vergangenheit vorgekommen, dass die Fahrer aus Richtung des Hotels „Schenk von Landsberg“ kommend, links praktisch die Mittelinsel „mitnahmen“, um rechts die geparkten Autos nicht zu beschädigen. Nur kurze Busse einzusetzen sei ebenfalls keine Option. „Bei Fahrten in die Ferienlager mit ganzen Schulklassen oder anderen Ausflügen haben wir oft keine Wahl, brauchen wir die großen Busse“, so Mock.

Die Mittelinsel wird nach Schätzungen des Amtes Schenkenländchen im November fertig sein. Es wird weniger Parkplätze als bisher geben. Die historische Pumpe wird ihren Platz finden. „Und auch das Denkmal wird gereinigt“, so Amtsmitarbeiterin Sabine Löser. Sitzbänke sollen aufgestellt werden. Darüber hinaus werden zwei Eichen gepflanzt. Die Planung dafür hatte das Büro von Jürgen Faulhaber übernommen. Bauausführende Firma ist Alpina aus Cottbus. Alpina hatte schon die neue Grünanlage Ecke Bahnhofstraße/Buchholzer Straße errichtet.

Von Andrea Müller

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