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00:17 04.06.2017
So könnte es aussehen: Schriftzug im Kreisverkehr an der Tankstelle zwischen Wildau und Königs Wusterhausen. Quelle: Montage: Stadtpartner
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Wildau

Wer nach Wildau kommt, soll das künftig nicht mehr nur an den amtlichen Ortseingangsschildern merken. Die Stadt will ihren Gästen und Einwohnern mit einem eigenen Willkommensgruß freundlich Hallo sagen. Und zwar ganz einfach mit dem Stadtnamen.

Elegant und modern

Wildau – sechs große, weiße Buchstaben sollen in den Kreisverkehren auf der Straße nach Königs Wusterhausen und auf der Chausseestraße am A 10-Center aufgestellt werden. Das sieht ein Vorschlag des Planungsbüros Stadtpartner vor, der jetzt in zwei Ausschüssen des Stadtrates vorgestellt wurde. Schlicht, elegant und gleichzeitig modern sei der Schriftzug, mit dem die Ortseingänge außerdem noch verschönert würden. In dieser Form sei das weit und breit einmalig.

Weitere Ortseingänge sollen folgen

In der Stadtverwaltung findet die Idee großen Anklang. „Zeitlos, simpel und sehr wirkungsvoll“, sagt Katja Lützelberger, die für das Stadtmarketing verantwortlich ist. 17 600 Euro sollen die beiden Installationen kosten, die Aufstellung ist für das kommende Jahr vorgesehen. Die Details, zum Beispiel das Material der Buchstaben, werden noch geklärt. Später sollen zwei weitere Ortseingänge in der Miersdorfer Chaussee und auf der L 401 gestaltet werden.

Bedenken bei den Stadtpolitikern

Doch die Stadtpolitiker können sich mit der Buchstaben-Idee noch nicht anfreunden. Im Finanzausschuss gab es Kritik an dem Vorschlag. „Es ist nicht erkennbar, dass wir eine Hochschulstadt sind“, sagte Vorsitzender Jürgen Mertner (SPD) nach der Sitzung der MAZ. Außerdem seien die Kreisverkehre, für die das Land und der Kreis zuständig sind, zu ungepflegt. Da würde Wildaus Name nicht gut dastehen. „Es muss was anderes kommen. Wir werden das weiter diskutieren. Man muss auch die Einwohner einbeziehen“, sagte Mertner.

Pflege der Grünflächen muss geklärt sein

So sah es auch eine Mehrheit im Bauausschuss, wie Vorsitzender Thomas Wilde (Linke) berichtete. Dass die Ortseingänge hübscher werden sollen, begrüßt er. Auch eine „kurze und knackige“ Variante hält er für richtig. „Aber wir müssen nicht sofort entscheiden. Wir sollten Ideen sammeln und die Bürger beteiligen.“ Nach seiner Ansicht müsse es in der Diskussion um ein Marketing-Konzept für die gesamte Stadt gehen. Auch für Thomas Wilde stellt sich die Frage nach der Pflege der Grünflächen in den Kreisverkehren. Es müsse außerdem geklärt werden, dass Schäden schnell repariert würden.

Hinweise werden aufgenommen und geprüft

Im Umweltausschuss am 8. Juni stellen die Planer ihr Konzept noch einmal vor. Danach wird die Stadtverwaltung über das weitere Vorgehen beraten. Ein SVV-Beschluss wäre nicht erforderlich. „Aber wir werden natürlich die Hinweise aufnehmen und prüfen“, sagt Katja Lützelberger.

Von Frank Pawlowski

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