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LKA-Einsatz beim frisch gewählten Bürgermeister

Königs Wusterhausen LKA-Einsatz beim frisch gewählten Bürgermeister

Beamte des Landeskriminalamtes haben Donnerstagvormittag das Haus des künftigen Königs Wusterhausener Bürgermeisters Swen Ennullat (Freie Wähler KW) durchsucht. Gegen ihn wird wegen des Verdachts der Aktenunterschlagung ermittelt. Ennullat weist die Vorwürfe zurück, sein Dienstantritt könnte sich aber verzögern.

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Der frisch gewählte Königs Wusterhausener Bürgermeister Swen Ennullat (Freie Wähler KW) wollte am 18. Oktober seinen Dienst antreten. Wegen der Ermittlungen gegen ihn ist das derzeit aber fraglich

Quelle: Privat

Königs Wusterhausen. Paukenschlag in Königs Wusterhausen. Das Haus des frisch gewählten neuen Bürgermeister Swen Ennullat (Freie Wähler KW) ist Donnerstagvormittag zwei Stunden lang von LKA-Beamten durchsucht worden. Es sei aber nichts gefunden worden, sagte ein Sprecher der Freien Wähler KW der MAZ.

Anzeige wegen Aktenunterschlagung

Grund für die Hausdurchsuchung ist eine Strafanzeige gegen Ennullat wegen des Verdachts der Aktenunterschlagung. Es geht um zwei Aktenordner der Stadtverwaltung Königs Wusterhausen mit Unterlagen zum Kita-Neubau am Kirchplatz, die verschwunden sind. Ennullat war von 2013 bis 2014 der zuständige Fachbereichsleiter. Das Brisante: Er selbst hatte wegen des Kita-Neubaus gegen Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) sowie Kämmerer und Vizebürgermeister Jörn Perlick (CDU) eine Anzeige wegen des Verdachts der Untreue erstattet. Die Verfahren sind laut Franzke und Perlick inzwischen eingestellt worden.

Freie Wähler: Ennullat soll vernichtet werden

Ein Sprecher der Freien Wähler KW verurteilte das Vorgehen gegen Ennullat scharf. „Es geht darum, eine Person, die etwas ändern würde in der Stadt, zu vernichten.“ Dass der Durchsuchungsbeschluss kurz vor der Bürgermeisterwahl ausgestellt worden sei und drei Jahre nach Ennullats Ausscheiden aus dem Rathaus, spreche für sich.

Wer Ennullat angezeigt hat, ist bisher unklar. Ob er wie vorgesehen am 18. Oktober seinen Dienst als Bürgermeister antreten kann, ist wegen der Ermittlungen gegen ihn fraglich. Ennullat sagte am Donnerstag: „Ich bin gelinde gesagt entsetzt. Ich gehe im Interesse der Mehrheit der Wähler davon aus, dass dieser haltlose Vorwurf nicht dazu benutzt wird, meine Ernennung zum Bürgermeister zu verzögern.“

Von Frank Pawlowski

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