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Land spendiert Millionen für schönere Innenstädte

Bilanz der Städtebaufördermittel Land spendiert Millionen für schönere Innenstädte

Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung fördert unter anderem sechs Städte in der Region mit mehr als 6,7 Millionen Euro. Das Geld wird vor allem für Straßenerneuerung und Sanierung von denkmalgeschützten Häusern verwendet. Aber auch Kitas und Schulen werden damit gefördert.

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Großer Spaß für die Kleinen: Kletterei im Aktivstadtpark in Ludwigsfelde.

Quelle: Jutta Abromeit

Dahmeland-Fläming. Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung hat im vergangenen Jahr Bundes- und Landesmittel aus der Städtebauförderung in Höhe von 83 Millionen Euro bewilligt. Im Land profitieren 67 Städte von den Zuwendungen, darunter vier Städte aus der Region Dahmeland-Fläming.

Den größten Teil davon hat Jüterbog bekommen: 2,8 Millionen Euro. Mit dem Geld sollen vor allem der Nebenanlagen der B102 finanziert werden. Geplant ist, den ersten Teilabschnitt Ende dieses Jahres fertigzustellen, sagt Bauamtsleiterin Kira Wenngatz. Im Zuge des Projektes wird die Bundesstraße in mehreren Bauabschnitten von der Umgehungsstraße bis zur Schlossstraße West komplett ausgebaut. Dabei werden auch Gehwege, Beleuchtung sowie Wasser- und Gasleitungen erneuert. Das zweite große Projekt in Jüterbog ist die Sanierung der Kita „Spiel mit“ im Schlosspark, die kurz vor dem Abschluss steht. Ab März soll die Einrichtung in Betrieb gehen. Zudem werden noch zahlreiche denkmalgeschützte Wohngebäude saniert.

Auch Dahme hat Fördermittel aus dem Topf der Städtebauförderung erhalten. Ein großer Teil der 800 000 Euro werden für die Erneuerung der Ortsdurchfahrt in der Stadt verwendet. Der erste Bauabschnitt bis zum Rathaus soll zum Jahresende fertig sein. Von dort ist geplant, die Arbeiten bis zur Luckenwalder Straße fortzusetzen, beendet wird das Projekt dann im dritten Abschnitt bis zur Herzberger Chaussee. „Der Bund bezahlt nur die Fahrbahn. Die Finanzierung der Seitenbereiche mit Bürgersteigen oder Beleuchtungen muss von der Stadt gestemmt werden“, sagt Amtsdirektor Frank Pätzig (parteilos). Die Planungen dafür begannen bereits vor mehr als 20 Jahren, jedoch gab es viele Unstimmigkeiten in der Vorbereitung und es musste eine Einigung mit dem Denkmalschutz gefunden werden. Im Ort werden zudem private Häuser und die Schlossruine denkmalgerecht saniert.

In Luckenwalde ist die größte Maßnahme, die vom Infrastruktur-Ministerium gefördert wird, die Neugestaltung des Boulevards in der Innenstadt, sagte der Leiter des Stadtplanungsamtes Luckenwalde, Peter Mann. Der Stadt wurden insgesamt 1,2 Millionen Euro zugesprochen. Die Bauarbeiten sind derzeit wegen der Witterung plangemäß unterbrochen. „Sobald es frostfrei ist, wird alles fortgeführt“, sagt Mann. Im Zuge des Projektes wird die Fußgängerzone, die komplett unter Denkmalschutz steht, modernisiert und instand gesetzt: Die Straße bekommt neue Beläge, es werden alte Bäume gefällt, neue gepflanzt und die Beleuchtung wird erneuert. „Wir wollen trotz der erschwerten Bedingungen aufgrund der Bauarbeiten den Zugang zu den Geschäften gewährleisten“, sagt Mann. Die Planung des Projektes nahm mehr als zehn Jahre in Anspruch. Insgesamt kostet der erste Bauabschnitt etwa 2,5 Millionen Euro. Mit den Zuschüssen der Städtebauförderung werden auch denkmalgeschützte Häuser saniert: „In Luckenwalde gibt es eine starke Nachfrage nach Wohnhäusern aus dem Berliner Raum und seit Jahren ein stabiles Bevölkerungswachstum.“

In Ludwigsfelde wurde mit den zugesprochenen 56 000 Euro der Aktivstadtpark gestaltet. „Wir haben damit unsere grüne und belebte Mitte gebaut“, sagte der Bürgermeister der Stadt Andreas Igel. „Das Projekt wurde von unseren Bürgern bei der Entstehung begleitet.“ Im Park gibt es einen Kletterparcours, ein Volleyball-Feld und Spielgeräte für Kinder. Er ist darüber hinaus auch seniorengerecht gestaltet.

Im Süden des Landkreises Dahme-Spreewald wurden zwei weitere Städte mit Fördermitteln bedacht: Lübben und Luckau. Etwa 800 000 Euro wurden Lübben von der Städtebauförderung zugeteilt: Priorität hat dabei die Neugestaltung der Außenanlagen des Schlossensembles inklusive einer Fußgängerquerung über die örtliche Bundesstraße. Die Umsetzung soll im nächsten Jahr erfolgen. Zudem ist geplant, die Wassergasse als Fuß- und Radweg zu erneuern. Dies sei ein dringendes Vorhaben zur Anbindung des Wohnstandortes Lübben-Nord an das Stadtzentrum, heißt es seitens der Stadt. Bereits abgeschlossen ist unter anderem die Erneuerung einer Böschung an der historischen Stadtmauer. Dort wurde auch ein Weg angelegt.

In der Stadt Luckau will man mit der zugesprochenen Fördermillion die Straße An der Schanze ausbauen, sagt Bauamtsleiter Michael Krüger. Dort soll der öffentliche Raum komplett neu gestaltet werden: unter anderem mit neuen Straßenbelägen und Parkplätzen. Das zweite Projekt der Stadt: Der Brückenbau über die Berste, damit das am Rande der Stadt gelegene Wohngebiet Am Müllerhag erschlossen werden kann. Die derzeit vorhandene Brücke hat nur noch eine geringe Tragfähigkeit.

Seit dem Jahr 1991 wurden im ganzen Land Brandenburg insgesamt mehr als 731 Millionen Euro Fördermittel für die Städtebauförderung zur Verfügung gestellt. Einschließlich der kommunalen Eigenanteile beläuft sich die Gesamt-Investitionssumme auf 906 Millionen Euro.

Von Melanie Höhn

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