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Landkost-Ei will Zukunft des Betriebs sichern

Bestensee Landkost-Ei will Zukunft des Betriebs sichern

Bei der Gemeindevertretersitzung am Dienstag geht es in Bestensee auch um die Landkost-Ei GmbH. Während der landwirtschaftliche Betrieb früher privilegiert war, müssen jetzt für das Erbaute dort nachträglich Bebauungspläne aufgestellt werden. Doch die Vorhaben des Unternehmens gehen noch darüber hinaus.

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Geschäftsführer der Spreenhagener Vermehrungsbetrieb für Legehennen GmbH Richard Geiselhart in der „Eier-Verpackungsstraße“.

Quelle: Andrea Müller

Bestensee. Bei der Sitzung der Gemeindevertretung am heutigen Dienstag werden zwei Beschlüsse zur Geflügelhaltungsanlage „Unter den Eichen“ und „Motzener Straße“ behandelt. Sie waren letzte Woche bereits Gegenstand im Hauptausschuss, der eine Empfehlung an das Gemeindeparlament gegeben hat.

Legehennen sind nicht mehr privilegiert

Hintergrund für die beiden Beschlussvorlagen ist eine Änderung in der Gesetzeslage für landwirtschaftliche Betriebe. Richard Geiselhart, Geschäftsführer der Spreenhagener Vermehrungsbetrieb für Legehennen GmbH, zu der auch die Landkost-Ei gehört, erklärt: „Die Privilegierung für landwirtschaftliche Betriebe ist weggefallen, so dass die weitere Planung über Bebauungspläne im Außenbereich abgesichert sein muss.“ Das heiße für die Gemeinde, dass sie nun für die beiden genannten Bereiche solche B-Pläne aufstellen lassen muss, während an diesem Standort früher ohne B-Plan gebaut werden durfte.

Geiselhart unterstreicht, dass sich jetzt nichts ändern wird. Lediglich sei nun das, was schon da ist, zu manifestieren. Bezahlen werde dies das Unternehmen. Die Kosten dafür beliefen sich, so der Geschäftsführer, im niederen sechsstelligen Bereich. „Ich gehe von einer positiven Entscheidung des Gemeinderates aus“, schätzt Geiselhart ein.

Das größte Unternehmen im Ort

Diese Tendenz sei schon im Hauptausschuss erkennbar gewesen. Immerhin ist der Betrieb das größte Unternehmen im Ort. Allein in Bestensee arbeiten 180 Beschäftigte. Samt Außenstellen seien es 260 Leute. „Die Pläne geben uns Planungssicherheit für die Zukunft“, unterstreicht der erste Mann im Betrieb die Wichtigkeit von Beschlüssen wie den B-Plänen. Sie trügen zur Standardisierung wie zum Arbeitsplatzerhalt bei. Er gehe davon aus, dass die Pläne in den nächsten anderthalb  Jahren stehen.

Vision vom Futtermittelwerk

Und Geiselhart verfolgt noch einen Plan. Denn er hat eine Vision von einem eigenen Futtermittelwerk für die Versorgung der Legehennen in Bestensee. Ziel sei es, regionale Rohstoffe zu verarbeiten und eine qualitativ hohe Versorgung des Geflügels ohne Transportaufkommen zu gewährleisten. „Es würde nur für den Eigenbedarf gebaut“, so Geiselhart. Im Vorhinein habe er über das Landratsamt des Landkreises Dahme-Spreewald eine Machbarkeit abgeklärt. Eine Planung oder einen Bauantrag aber gebe es noch nicht. Dafür sei es noch zu früh.

Heike Gehrke (l)und Cindy Haefker im Hofladen von Landkost

Heike Gehrke (l.)und Cindy Haefker im Hofladen von Landkost.

Quelle: Andrea Müller

Geiselhart verfolge diese Vision aus mehreren Gründen. Zum einen, um die Tiere besser und stabil versorgen zu können. „Wir wissen dann, welche Zutaten im Futter sind“, so der Geschäftsführer. Zudem würden regionale Zulieferer unterstützt. Lange Transportwege fielen weg. „Ein wichtiger Aspekt für die Umwelt“, so Geiselhart. All diese Komponenten würden sich positiv auf die Entwicklung des Unternehmens auswirken. Er rechnet damit, dass im Futtermittelwerk zehn weitere Arbeitsplätze geschaffen werden.

Von Andrea Müller

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