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Landkreis setzt sich für Wachtelkönig ein

Dahme-Spreewald engagiert sich für Naturschutzgebiete Landkreis setzt sich für Wachtelkönig ein

Ein Brief an Brandenburgs Umweltministerin Anita Tack (Linke) soll nun der Forderung Nachdruck verleihen, dass die Rieselfelder Ragow, Deutsch Wusterhausen und Boddinsfelde als Naturschutzgebiet ausgewiesen werden. Dabei geht es hauptsächlich um die Rettung des vom Aussterben bedrohten Wachtelkönigs.

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Mit großer Mehrheit bei nur drei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen beschloss der Kreistag von Dahme-Spreewald am Mittwochabend in Lübben, einen bereits vom Ausschuss für Bauen und Umwelt formulierten Brief an die Ministerin abzuschicken.

Das Problem besteht darin, dass die ehemaligen Rieselfeldflächen wegen eines Formfehlers aus dem Landschaftsschutzgebiet „Notte-Niederung“ herausgenommen wurden. Untersuchungen der dortigen Vogelwelt haben aber ergeben, dass sich dort mittlerweile 51 Reviere des Wachtelkönigs befinden. Außerdem wurden dort 17 rufende Männchen von Ornithologen (Vogelkundlern) vernommen. Weitere Reviere werden vermutet, und es sei die Tendenz zu erkennen, so heißt es in dem Schreiben, „dass die Rieselflächen eine immer größer werdende ökologische Bedeutung als Rückzugsgebiet für seltene, vom Aussterben bedrohte Tierarten besitzen“. Deshalb sei aus Sicht des Kreistags „die Unterschutzstellung der Flächen als Naturschutzgebiet die einzig mögliche Alternative, um den Wachtelkönig und weitere geschützte Arten dauerhaft zu sichern“. Immerhin sei zu befürchten, dass die Flächen durch Windkraftanlagen, Kurzumtriebsplantagen, Solarparks und intensiverer Landwirtschaft entwertet werden.

Der Wachtelkönig könne auch auf Umtriebsplantagen nisten, behauptete Heiko Terno (Bauern/Pro Schönefeld), der diesen Brief nicht unterstützen wollte. Dem widersprach Helmut Donath (UBL-Grüne/B90): „Der Wachtelkönig lebt nicht auf intensiv bewirtschafteten Flächen.“ Lars Kolan (SPD) meinte, wenn der Vogel auf der Roten Liste stehe, „dann ist doch klar, dass wir den schützen wollen“. Auch Dirk Knoth (CDU) bat um Zustimmung, um der Umwelt ihr Natur- und Artenschutzgebiet zurückzugeben.

Von Hartmut F. Reck

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