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Dahme-Spreewald Landrat Loge lehnt Cottbuser Großkreis-Idee ab
Lokales Dahme-Spreewald Landrat Loge lehnt Cottbuser Großkreis-Idee ab
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17:43 25.05.2016
Irritiert über den Cottbuser SPD-Vorstoß: Stephan Loge. Quelle: Gerlinde Irmscher
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Königs Wusterhausen

Das Diskussion um die weitere Eigenständigkeit des Landkreises Dahme-Spreewald bekommt einen neuen Drall. Ausgangspunkt ist ein umstrittenes Positionspapier, das die Cottbuser SPD am Mittwoch veröffentlicht hat. In diesem Papier fordern die Cottbuser Sozialdemokraten die Bildung eines neuen Großkreises, bestehend aus Dahme-Spreewald, Spree-Neiße und Cottbus. Dieser Großkreis ist für die Cottbuser Sozialdemokraten eine zentrale Bedingung dafür, dass sie von der Kreisfreiheit ihrer Stadt abrücken.

Für den Großkreis gibt es aus Sicht der Cottbuser mehrere Argumente. Unter anderem würde er den Süden Brandenburgs an Berlin anbinden, zudem sei das Kräfteverhältnis zwischen Cottbus und dem Rest des Kreisgebietes ausgewogen. Kreisstadt, so die Forderung, müsse Cottbus sein.

Bei Stephan Loge (SPD), Landrat von Dahme-Spreewald, stößt dieser Vorstoß auf Unverständnis. Die Idee sei angesichts der Größe eines solchen Gebildes und der völlig unterschiedlichen Probleme in LDS, SPN und Cottbus unrealistisch. „Ein Kreisgebiet, das von Eichwalde bis nach Bad Muskau reicht, ist für uns unvorstellbar, eine Kreisstadt Cottbus ebenso“, sagt Loge. Der Landrat betont, dass Dahme-Spreewald eine Fusion nicht nötig hat und ablehnt. „Fakt ist dass wir die vorgegebenen Prämissen für eine Eigenständigkeit einhalten. Wir haben Wirtschaftskraft und die Kompetenz, unsere bevorstehenden Aufgaben allein zu meistern“, so Loge.

Wie ernst der Cottbusser Vorstoß zu nehmen ist, ist unklar. Aus Kreisen der Landes-SPD heißt es, ein solcher Großkreis sei bisher nicht Gegenstand der Diskussion. Cottbuser SPD-Vorsitzende ist allerdings Martina Münch, und die ist als Kulturministerin immerhin Teil der Landesregierung.

Von Oliver Fischer

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