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Landschaften im Wandel der Zeit

Tag der offenen Tür an der Volkshochschule Dahme-Spreewald Landschaften im Wandel der Zeit

Im Rahmen des Tages der offenen Tür der Volkshochschule Dahme-Spreewald in Königs Wusterhausen am Sonntag wurde die Ausstellung „Heimat im Wandel“ eröffnet. Zudem konnten sich die Besucher über das breitgefächerte Kursangebot der Einrichtung informieren.

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Rolf Bollensdorf informierte sich bei Antje Marx über das Kursangebot.

Quelle: Uta Schmidt

Königs Wusterhausen. „Heimat im Wandel“ heißt die neue Flurausstellung der Volkshochschule, die seit am Sonntag Einblicke in die wechselhafte Geschichte von Land- und Ortschaften der Region ermöglicht. „Die über 20 Foto-Text-Tafeln sind die Ergebnisse eines Fotowettbewerbs in Kooperation mit dem Naturpark Dahme-Heideseen. Dazu konnten die geschichtsinteressierten Teilnehmer historische und aktuelle Fotos sowie eine Kurzbeschreibung des Motivs einsenden“, erklärte Fachgebietsleiter Kai Berdermann.

Unter den Preisträgern war Klaus Sonnenberg aus Schulzendorf, der mittels Fotos den Wandel in seiner Heimatgemeinde dokumentiert hat. „Ich fotografiere schon seit meiner Kindheit und besitze etwa 12 000 Dias aus der Vergangenheit, nicht nur aus Schulzendorf“, erzählte der Senior. Er lieferte das Dokumentationsmaterial gleich für sechs informative Tafeln und freute sich über das große Interesse der Besucher. Dabei erinnerte er zum Beispiel an den Wandel der „Alten Schäferei“ in der Ernst-Thälmann-Straße. Dort, wo heute das neue Ortszentrum ist, war einst eine Müllkippe.

Bundestagsabgeordnete Jana Schminke (CDU, 3 v r) prämierte die Sieger des Fotowettbewerbs, Siegurd Magnus (l) und Wolfgang Krüger

Bundestagsabgeordnete Jana Schminke (CDU, 3. v. r.) prämierte die Sieger des Fotowettbewerbs, Siegurd Magnus (l.) und Wolfgang Krüger.

Quelle: Uta Schmidt

Rainer Kugel aus Königs Wusterhausen steuerte historische Motive vom Funkerberg zur Schau bei. „In den 1950er Jahren habe ich mit meinen Eltern am Fuße des Funkerbergs in der Berliner Straße gelebt. Dort, wo jetzt die neue Wohnsiedlung mit schicken neuen Häusern entsteht, führte einst ein Trampelpfad zwischen Wiesen und Feldern zum ehemaligen Wasserturm hoch“, erzählte er.

Den ersten Platz im Wettbewerb belegten Siegurd Magnus und Wolfgang Krüger. Sie hatten den Wandel des Friedhofs Senzig, der Senderanlagen in Zeesen, der Badestelle im Tiergarten und der letzten Maulbeerbäume dokumentiert. Bundestagsabgeordnete Jana Schimke (CDU) gratulierte den Preisträgern zu ihren Leistungen und thematisierte als Naturpark-Botschafterin das nicht immer einfache Spannungsfeld zwischen strengem Natur- und Umweltschutz sowie touristischer und wirtschaftlicher Nutzung von Lebens- und Naturräumen.

Vertreter des Kreistages und der Kreisverwaltung nutzten den Tag der offenen Tür der Volkshochschule dazu, sich über das breit gefächerte Kursangebot des Wintersemesters zu informierten. Von Fachbereichsleiter Maik Neudorf erfuhren sie von den aktuellen Herausforderungen bei der Sprachvermittlung und Integration von Flüchtlingen. Derzeit nehmen knapp 500 Asylbewerber in den Gemeinschaftsunterkünften und im Haus am Schulweg an Kursen teil, darunter sind 60 unbegleitete Minderjährige. „Die Kurse werden gut angenommen. Es gibt aber auch eine Fluktuation, weil der Unterricht nicht verpflichtend ist“, sagte Neudorf.

Zahlreiche Besucher nutzten den Informationstag am Sonntag vor allem, um sich für Kurse anzumelden. Rolf Bollensdorf aus Königs Wusterhausen wählte Angebote im Bereich Geschichte. Er möchte an einem Seminar über die 150-jährige Görlitzer Eisenbahn und über Friedrich Wilhelm II. teilnehmen. Benjamin Manske aus Zeuthen schätzt seit Jahren die geologischen Wanderungen durch ausgewählte Regionen und nimmt auch eine Anreise in den Süden des Landkreises auf sich. Das Spektrum im VHS-Semesterkalender reicht von Seminaren zur Gestaltung von Websites über digitale Naturfotografie, orientalischen Tanz und Aquafitness bis zum Sprachunterricht. „Wir bieten insgesamt 17 000 Kursstunden an, die bei 6000 Teilnehmern im Jahr gefragt sind“, bilanzierte VHS-Chef Serge Lacombe.

Von Uta Schmidt

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