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Lange Nacht der Musik

Königs Wusterhausen Lange Nacht der Musik

Panflöte, Bratsche, Posaunen und natürlich die hervorragende Ahrend-Orgel erklangen zur langen Nacht der Musik in der Königs Wusterhausener Kreuzkirche. Werke von Renaissance bis ins Heute mit den Songs des Liedermachers Andreas Hüttner erfreuten die rund 100 Besucher.

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Der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde Königs Wusterhausen unternahm bei der langen Nacht der Musik eine musikalische Weltreise.

Quelle: Karen Grunow

Königs Wusterhausen. Eine grüne Wiese mit Klee und dazu Schmalzstullen mit Gürkchen und Rotwein. Klingt nach Picknick an einem milden Sommertag unter Schäfchenwölkchen. Oder nach der langen Nacht der Musik an einem Spätsommerabend in der Königs Wusterhausener Kreuzkirche: Denn am Freitag ließ der Panflötist Helmut Hauskeller die Besucher der Kirche von einer solch saftiggrünen Wiese träumen, als er gemeinsam mit Natalie Miller an der Orgel eine gleichnamige rumänische Volksweise anstimmte.

Das vielfältige Programm des Abends, das von Kompositionen der Renaissance über Filmmusiken bis hin zu besinnlichen Liedern des Singer-Songwriters Andreas Hüttner reichte, lockte rund 100 Besucher in die Kreuzkirche. Und die konnten sich in den Pausen zwischen den Darbietungen der zahlreichen Künstler immer mal wieder herzhaft laben. Fast vier Stunden Musik wurden geboten. „Die lange Nacht der Musik ist ursprünglich mal entstanden, als wir noch für die Orgel gesammelt haben“, erzählt Kantorin Christiane Scheetz. Seit Anfang 2010 nun kann auf der neuen Orgel im schmucken alten Orgelprospekt gespielt werden. Die Tradition der langen Nacht der Musik hielt sich weiter. Nun ist sie stets der krönende Abschluss des Orgelsommers, der seit 2010 veranstaltet wird. „Wir haben das Glück, dass wir immer sehr gute Organisten gewinnen, die gern mal auf unserer Orgel spielen wollen“, resümiert Christiane Scheetz.

Ulrike Paetz und Mark Nordstrand interpretierten barocke Musik

Ulrike Paetz und Mark Nordstrand interpretierten barocke Musik.

Quelle: Karen Grunow

In der Konzertreihe dabei war auch Ulrike Paetz, die in Zernsdorf lebende Bratschistin der Lautten Compagney Berlin. Zur langen Nacht der Musik brachte sie Mark Nordstrand mit, Cembalist, Organist und Countertenor, der ebenfalls mit der Lautten Compagney konzertiert und auch mit der Akademie für Alte Musik Berlin. Zwei herausragende Musiker, die gemeinsam Werke aus dem 18. Jahrhundert von William Flackton und Johann Gottlieb Janitsch interpretierten. Nordstrand hatte sich außerdem noch Georg Böhms Präludium in g-Moll ausgesucht, ein kraftvolles Werk, das auf der Ahrend-Orgel der Kreuzkirche umso eindrucksvoller wirkte.

Panflöte, Orgel und irischer Line Dance

Nach einer kleinen Pause nahmen Helmut Hauskeller und Natalie Miller wieder die Plätze auf der Orgelempore ein; sie hatten den Abend mit Kompositionen von Michael Praetorius, Anthony Holborne und Henry Purcell eröffnet, um später dann mit Volksliedern und irischem Line Dance erneut zu zeigen, wie stimmig Panflöte und Orgel zueinander passen. Dank Kamera und Leinwand konnten auch die Besucher, die unten auf den Kirchenbänken saßen, miterleben, wie innig Hauskellers Flötenspiel ist. Und wieviel Spaß Natalie Miller hatte, als sie die fetzigen irischen Stücke von Noel Rawsthorne an der Orgel intonierte. Geradezu sportlich sah es aus, als sie einmal nur mit den Füßen spielte. Ausgerechnet da rappelte die Kameraübertragung, Glück hatte, wer oben auf der Empore mit direktem Blick zur Orgel seinen Sitzplatz gewählt hatte.

Viele Fans – sehr zu recht – hat auch der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde Königs Wusterhausen, der „Reiseüberraschungen“ versprach und mit den Zuhörern im Sinne Reinhard Mays „Über den Wolken“ schwebte, dann den Piraten aus „Fluch der Karibik“ begegnete und Wilhelm Tell in der Schweiz besuchte. Das von Karsten Kalz angeleitete hervorragende Bläserensemble wird übrigens am 31. Oktober erneut zu hören sein, denn dann gibt es ab 19 Uhr Reformationsmusik in der Kreuzkirche. Auch das wird ein Abend mit vielen spannenden Akteuren werden, musizierenden und singenden.

Von Karen Grunow

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