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Dahme-Spreewald Laszlo Ungvari wird Ehrenbürger in Wildau
Lokales Dahme-Spreewald Laszlo Ungvari wird Ehrenbürger in Wildau
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00:35 30.05.2015
Uwe Malich (Linke) überreicht László Ungvári (r.) die Urkunde als Ehrenbürger der Stadt Wildau. Quelle: Franziska Mohr
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Wildau


„Es ist das erste Mal in meiner über 15-jährigen Präsidentschaft an dieser Hochschule, dass ich überhaupt keine Ahnung hatte, was hier passiert“, bekannte László Ungvári sichtlich bewegt den etwa 200 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, die sich am Dienstagabend im Audimax der Technischen Hochschule Wildau offiziell zu einem Symposium über modernes Hochschulmanagement eingefunden hatten. Ungewöhnlich war daran nur, dass es sich die meisten nicht nehmen ließen, ein kleines Geschenk mitzubringen. Schließlich wollte es niemand versäumen, dem langjährigen Präsidenten der Hochschule, László Ungvári, nachträglich zu seinem 60. Geburtstag zu gratulieren.

Dazu ließen sich Hochschulleitung, langjährige Mitstreiter, Gäste von ausländischen Partnerhochschulen sowie die Vertreter der Stadt Wildau so einiges einfallen. Als Geburtstagsgeschenk hatten Stadtverordnetenvorsteherin Angela Homuth (SPD) und Bürgermeister Uwe Malich (Linke) für den TH-Präsidenten die Ehrenbürgerschaft der Stadt Wildau im Gepäck, die die Abgeordneten des Stadtparlamentes zuvor einstimmig beschlossen hatten. „In diesem Gebäude des Audimax habe ich vor Jahrzehnten den Beruf des Maschinenbauers erlernt“, erinnerte sich Malich bei der feierlichen Übergabe der Ehrenbürgerschaft. Inzwischen sei dort eine Hochschule entstanden, die sich in der Tradition der Schwartzkopff-Werke zu einer Lokomotive für das gesamte Land Brandenburg entwickelt habe. 1991 mit nur 17 Studenten begonnen, habe sie sich unter der Regie von László Ungvári mit jetzt 4100 Studierenden zu einer Fachkräfteschmiede der Region entwickelt. Mit ihren 144 Kooperationen in 58 Ländern von China bis zu den Vereinigten Arabischen Emiraten trage die Hochschule den Namen der Stadt Wildau in die ganze Welt. Dafür wolle die Stadt László Ungvári und seinem starken Team mit der Ehrenbürgerschaft Danke sagen.

Zur Person

László Ungvári wurde 1955 in Cegled in Ungarn als Sohn eines Bauern geboren. Bis 1978 studierte er in Leningrad Wirtschaftsinformatik.

1980 nahm er eine Lehrtätigkeit an der Hochschule für Ökonomie in Karlshorst auf, wo er 1989 promovierte.

Seit September 1993 ist er Lehrbeauftragter an der TH Wildau. 1994 folgte die Berufung für eine C3-Professur mit dem Fachgebiet Produktionswirtschaft/Informatik. Seit Dezember 1999 ist er Präsident der TH Wildau.

Zumal sich der gebürtige Ungar selbst als ein bekennender Lobbyist der Hochschule versteht, dessen größter Traum es ist, dass man die Wildauer Hochschule von Oslo über Singapur bis Südafrika als Spitzencampus kennt. Staatssekretär Martin Gorholt vom Wissenschaftsministerium würdigte vor allem die praxisnahe Ausbildung, die sich auch darin zeigt, dass in Wildau pro Professor die meisten Drittmittel in ganz Deutschland eingeworben werden.

Das erst im Oktober gegründete 16-köpfige Hochschul-Orchester spielte für den Jubilar sogar mit einer neuen Hymne der TH Wildau auf, die Heiner Frauendorf komponierte: eine Welturaufführung. Der Text dafür steht allerdings noch aus. Dennoch fand es der Präsident der Eberswalder Hochschule, Wilhelm-Günther Vahrson, geradezu genial, dass sich Ungvári daheim zu den Klängen der neuen Hochschul-Hymne entspannen kann. Als Mitstreiter erinnerte Vahrson daran, dass beide in ihrer Präsidentschaft nun schon fünf Minister erlebten und dabei so manchen Kampf für die jetzige gut strukturierte Hochschullandschaft in Brandenburg ausgefochten haben. „Als Präsident ist auch ein hohes Maß an Leidensfähigkeit gefragt“, sagte Vahrson und überreichte dem Jubilar passend dazu schmunzelnd drei Entschleunigungs-Zigarren.

Als Gäste waren auch die 20-jährige Studentin Chuhan Tao aus China sowie der 21-jährige Inder Kartik Bidkar erschienen. Beide fühlen sich an der Technischen Hochschule sehr willkommen. Bidkar studiert Luftfahrttechnik und meinte euphorisch: „Fünf Sterne für diese Hochschule.“ Helmut Schramm von der BMW AG lobte vor allem den engen Praxisbezug. Er selbst ist seit 18 Jahren in Wildau auch in der Lehre engagiert. Er freut sich über die Vielzahl der qualitativ gut ausgebildeten Absolventen, die sein Unternehmen aus Wildau bereits übernehmen konnte.

Von Franziska Mohr

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