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Dahme-Spreewald Leben in der alten Kaserne
Lokales Dahme-Spreewald Leben in der alten Kaserne
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18:49 27.05.2014
Aus der alten Kaserne mit den zugenagelten Fenstern soll ein attraktives Wohnhaus entstehen, in dem 47 Wohnungen untergebracht sind. Quelle: Terraplan
Königs Wusterhausen

Das 80 Meter lange Hauptgebäude der Kaserne aus der spätwilhelminischen Ära auf dem Funkerberg macht derzeitig alles andere als einen einladenden Eindruck. Eine graue, unansehnliche Fassade, marode Fenster und Eingangstüren, die seit Jahrzehnten keinen neuen Anstrich mehr bekommen haben. Auch im Innern bietet sich ein Anblick des Zerfalls. Auf den langen Fluren bröckelt die Ölfarbe, die Tapete löst sich von den Wänden, die Elektroanlage stammt aus Großmutters Zeiten.

Dennoch blitzt der einstige Charme dieses Gebäudes ab und an auf. Da sind die alten Kachelöfen, das herrliche Treppenhaus und nicht zuletzt die alten Holztüren mit den Beschlägen. "Die Bausubstanz dieses symmetrischen Gebäudes, bei dem ein flacher Dreiecksgiebel den Mittelrisalit krönt, ist grundsolide", sagt Eduard Bunescu-Fay von der Nürnberger Terraplan Grundstücksentwicklungsgesellschaft. Bis auf das Asbest-Dach und dort verwendete Holzschutzmittel hätten Schadstoff-Gutachter keine Mängel gefunden. Terraplan erwarb das insgesamt 20000 Quadratmeter große Grundstück 2011 von einer Luxemburgischen Fondsgesellschaft. Das 1971 gegründete Unternehmen ist auf den Umbau denkmalgeschützter Gebäude in Wohnungen spezialisiert und hinterließ schon Visitenkarten im Schloss in Güterfelde sowie in der Alten Brauerei am Leipziger Dreieck in Potsdam.

Für die Entwicklung des Projektes auf dem Funkerberg gingen fast vier Jahre ins Land. Den ersten Auftrag erhielt ein Bauhistoriker, aus dessen Analyse das Gesamtkonzept entwickelt wurde. In den beiden Eingangshallen informieren künftig Wandtafeln über die Historie des Funkerbergs als Wiege des Rundfunks. Die historischen Fliesen- und Parkettbeläge im Treppenhaus und in den Fluren bleiben erhalten und werden durch einen modernen Aufzug ergänzt. Bis auf tragende Wände wird das Gebäude komplett entkernt und mit neuen Fußböden mit Trittschalldämmung versehen. Moderne Daten- und Elektroleitungen sowie Fernwärme verstehen sich bei einem Kaufpreis von etwa 3400 Euro pro Quadratmeter von selbst.

Die Berliner Architekten um Uwe Licht erhalten selbstverständlich die denkmalgeschützte Fassade, die mit einem gelblichen Wärmedämmputz und Holzfenstern versehen wird. Der verklinkerte Sockel kommt wieder zum Vorschein. "Schwierig war lediglich der Brandschutz", sagt Bunescu-Fay. Während die Mitarbeiter des Denkmalschutzes die Flure gern in ganzer Länge erhalten hätten, waren die Brandschutzexperten dagegen. Letztlich wurde ein Kompromiss mit leicht verkürzten Fluren gefunden. Komplettiert wird die Anlage durch einen großen Innenhof mit Spielplatz und Stellplätzen. Bunescu-Fay zufolge investiert Terraplan allein in diesen ersten Bauabschnitt etwa zehn Millionen Euro.

Die Planungen für die benachbarte ehemalige Reithalle sind in vollem Gange. Dort entstehen im zweiten Bauabschnitt weitere 24Wohnungen zwischen 45 und 100 Quadratmetern. Der Baubeginn ist für das kommende Frühjahr geplant. Zum Ensemble gehören auch die ehemaligen Ställe, das alte Kammergebäude sowie das einstige Waschhaus, die größtenteils noch bewohnt sind. Dort werden Bunescu-Fay zufolge langfristig gemeinsame Lösungen mit den Mietern angestrebt.

Von Franziska Mohr

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