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Leitung bleibt in weiblicher Hand

Neue Direktorin an der Fachhochschule für Finanzen in Königs Wusterhausen Leitung bleibt in weiblicher Hand

Die neue Direktorin der Fachhochschule für Finanzen und des Aus- und Fortbildungszentrums in Königs Wusterhausen. Sie folgt auf Jutta Oppermann, die die Einrichtung seit 2008 geleitet hat und jetzt in den Ruhestand geht. Staatssekretärin Daniela Trochowski (Linke) vollzog am Dienstag den Führungswechsel.

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Staatssekretärin Daniela Trochowski (M.) mit Jutta Oppermann (l.) und Bettina Westphal.

Quelle: Uta Schmidt

Königs Wusterhausen. Bei einer Festveranstaltung im Hörsaal auf dem Campus des Aus- und Fortbildungszentrums in der Königs Wusterhausener Schillerstraße wurde am Dienstagnachmittag Bettina Westphal in das Amt der Direktorin der Fachhochschule für Finanzen eingeführt. Zeitgleich wurde Jutta Oppermann, die bisherige Amtsinhaberin, feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Brandenburgs Finanzstaatssekretärin Daniela Trochowski (Linke) freute sich in ihrer Ansprache darüber, dass damit die Leitung der Landesbildungsstätte „in weiblicher Hand“ verbleibe.

2008 hatte die erfahrene Finanzbeamtin Oppermann nach zwölfjähriger Arbeit als Vorsteherin des Finanzamts Königs Wusterhausen die Leitung der Fachhochschule sowie des Aus- und Fortbildungszentrums übernommen und war damit eine der wenigen weiblichen Direktoren einer solchen Bildungsstätte bundesweit. Zu ihrer schwierigen Aufbauarbeit gehörte aber auch die Intensivierung der Kontakte zu polnischen Finanzbehörden, so die Staatssekretärin, die die Verdienste von Jutta Oppermann würdigte.

Jutta Oppermann genießt jetzt eine fünfjährige Freistellungsphase bis zum gesetzlichen Ruhestand. In ihrer Rede ließ sie ihre knapp 30-jährige Dienstzeit in Finanzbehörden und –Bildungseinrichtungen Revue passieren. Ihr Rat an weibliche Führungskräfte – auch an ihre Nachfolgerin – lautete: „Leistung lohnt sich“.

Die Landesregierung hatte bereits im März beschlossen, die Direktorenstelle mit Bettina Westphal, der bislang Leitenden Regierungsdirektorin, nachzubesetzen. Sie ist damit ebenso wie Oppermann Leiterin der Landesfinanzschule und des Fortbildungszentrums der Finanzverwaltung. An dieser Ausbildungsstätte werden pro Jahr 1500 Anwärter in drei Studienjahren für die Steuerbehörden des Landes Brandenburg, Berlin und Sachsen-Anhalt ausgebildet. Zudem starten 4500 Finanzbeamte zu Weiterbildungen.

Freude über die Wahl von Bettina Westphal zur neuen „Chefin“ herrscht unter den 75 Lehrkräften und 60 Verwaltungsmitarbeitern. Georg Hanke vom örtlichen Personalrat sagte: „Sie ist eine von uns“. Westphal habe 2004 die Arbeit in der Fachhochschule gestartet und bislang als stellvertretende Hochschulleiterin nicht nur weitreichend Leistungserfahrungen gesammelt, sondern auch selbst unterrichtet. Westphal verwies in ihrer Rede auf den hohen Bildungsanspruch der Fachhochschule: „Die Funktionsfähigkeit der Finanzverwaltung wird durch die Kompetenz ihrer Mitarbeiter gewährleistet“. Es ginge nicht nur um die Vermittlung der „richtigen Theorie“, sondern ebenso um die Vorbereitung auf die „richtige Praxis“. Lebenslanges Lernen sei für die Beamten in den Finanzverwaltungen daher eine ständige Herausforderung, der sich das Bildungszentrum stellen müsse.

Zum Aus-und Fortbildungszentrum Königs Wusterhausen gehören fünf Bildungseinrichtungen: die Fachhochschule für Finanzen (FHF), die Landesfinanzschule (LFS), das Fortbildungszentrum der Finanzverwaltung (FBZ), die Justizakademie (JAK) und die Landesakademie für öffentliche Verwaltung (LAKöV).

Von Uta Schmidt

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