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Dahme-Spreewald Lernen und lehren im Austausch
Lokales Dahme-Spreewald Lernen und lehren im Austausch
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04:56 28.11.2015
László Ungvári und Mihály Réger mit den neuen Verträgen. Quelle: Grunow
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Wildau

„Die Kooperation mit Budapest war das Erfolgsmodell für alle nachfolgenden internationalen Vereinbarungen.“ Michael Hendrix, Professor für Informatik an der Technischen Hochschule Wildau, gehörte mit zu den ersten, die in die Verbindung nach Budapest involviert wurden. Am Mittwoch zog er eine Bilanz, nach 20 erfolgreichen Jahren, die mit einem kleinen Empfang und neuerlicher Vertragsverlängerung gefeiert wurden. Eigens angereist waren dafür Gäste von der Budapester Alt-Buda-Universität. Deren Vize-Rektor Mihály Réger betonte: „Wir brauchen diese Kooperation.“ Gerade werde an seiner Uni an einem neuen Strategie-Konzept gearbeitet, der starke Praxisbezug der Kooperation passe sehr gut dazu, so Réger.

Studierende und Dozenten beider Hochschulen lernen und lehren an beiden Standorten, es gibt für die Studenten die Möglichkeit, am jeweils anderen Ort Praktika zu absolvieren, Abschlussarbeiten zu verfassen, außerdem werden Sprachkurse angeboten, sogar Doppelabschlüsse werden durch die Kooperationen möglich.

Mittlerweile unterhält die TH Wildau 148 solcher speziellen Austausche in der ganzen Welt. Die Verbindung nach Budapest aber war die erste ihrer Art. „Wir betraten Neuland und begannen gemeinsam einen Weg, der erst aus der heutigen Sicht in seiner Bedeutung richtig eingeschätzt werden kann“, so Michael Hendrix’ Fazit, der auch sagt: „Die Kooperation mit Ungarn hat mir bisher am meisten Spaß gemacht.“

Eszter Pászti-Márkus, Attachée für Wissenschaft und Technologie der Botschaft der Republik Ungarn, gab den heutigen Akteuren den Wunsch mit auf den Weg, „dass sie zudem auch neue Initiativen und Aufgaben ins Leben rufen werden“. László Ungvári, seit 1999 Präsident der Technischen Hochschule Wildau, war zur Erstunterzeichnung des Kooperationsvertrages am 28. Februar 1995 schon Professor an der damals noch Technischen Fachhochschule Wildau. Deren Gründungsrektor Wilfried Arlt hatte gemeinsam mit Mihály Tóth von der Kandó Kálman Hochschule Budapest, Vorläuferinstitution der Alt-Buda-Universität, den Vertrag besiegelt.

Angewandte Informatik/Telematik, Wirtschaftsinformatik und Logistik sind die fachlichen Schwerpunkte dieser Kooperation. Eine Konferenzreihe sowie Forschungs- und Ausbildungsprojekte gehören ebenfalls dazu.

József Tick, Pro-Rektor der Alt-Buda-Universität, schildert das Besondere dieser Partnerschaft aus ungarischer Sicht: „Nach der Wende existierte ein Vakuum bei den internationalen Kontakten.“ Sämtliche Verbindungen in Ländern des ehemaligen Ostblocks waren abgebrochen. Doch dann bahnte sich, auch durch den Ungarn Ungvári, eben die Kooperation mit Wildau an. „Jetzt haben wir auch über 140 Kontakte“, kommentiert Tick zufrieden die Entwicklung. Gerade im Hinblick auf Drittmittelbeschaffung und Hochschulmanagement profitiere die Budapester Hochschule sehr von Wildau. „Was mich sehr begeistert, ist diese Atmosphäre, diese Freundschaft“, schwärmt er. Etwas, das alle Redner des Nachmittags ansprechen, die zahlreichen sehr persönlichen Kontakte, die im Laufe der Jahre entstanden sind.

Das besondere Jubiläum ist gewissermaßen ein erster kleiner Auftakt für große Feierlichkeiten im kommenden Jahr: Denn dann wird die Technische Hochschule Wildau 25. Mit der Wissenschaftswoche, die Ende Februar 2016 beginnt, wird das Festjahr allmählich eingeläutet.

Von Karen Grunow

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