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Letzter Schliff vor der Premiere

Zeuthen Letzter Schliff vor der Premiere

Schüler der Zeuthener Musikschule „Primus“ proben seit Monaten eifrig ihre Version des „Freischütz“ von Weber. Die Aufführungen sind für das zweite Juni-Wochenende geplant. Nun geht es an den letzten Schliff.

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Bei der Hauptprobe zum „Freischütz“ zeigten die Musikschüler ihr Können.

Quelle: Heidrun Voigt

Zeuthen. Der Jäger Max will Agathe, die Tochter des Erbförsters, heiraten. Doch seit Langem verfolgt den treffsicheren Schützen das Pech. Beunruhigt lässt er sich mit Caspar ein, der mit den dunklen Mächten in Verbindung steht. Und das Böse nimmt seinen Lauf. Letztendlich siegt die Liebe über die finsteren Mächte und es wendet sich alles zum Guten.

Mädchen und Jungen der Zeuthener Musikschule „Primus“ bringen Carl Maria von Webers „Freischütz“ am zweiten Juni-Wochenende auf die Bühne. Seit Monaten studieren sie die Oper ein. Zu Pfingsten fand die Hauptprobe statt. Kostüme, Bühnenbild, Licht, Ton – alles muss neben der eigentlichen Theaterarbeit stimmen. Sänger, Darsteller und Musiker zeigten, wie sie ihre künstlerischen Fähigkeiten unter professioneller Anleitung entwickelt haben. „Es gibt noch kleine Stellen, wo Unsicherheiten zu hören sind, dafür üben wir ja noch, ansonsten haben die Kinder alles drauf“, sagte Werner Eggerath zufrieden.

Musikschulchef obliegt die musikalische Leitung

Eggerath leitet den Musiktheaterkurs bei „Primus“. Es ist mittlerweile das dritte Projekt, das er mit Kindern und Jugendlichen dort einstudiert. Die musikalische Leitung obliegt – wie bei den Opern zuvor – Musikschulchef Markus Wolff.

„Wir haben Webers dreistündiges Werk für Kinder übersichtlicher gemacht“, sagt Eggerath, der das Libretto auf eine Länge von 90 Minuten gekürzt hat. Wolff fügt hinzu, dass den Besonderheiten eines Musikschulorchesters entsprechend die Partitur neu arrangiert wurde. Beide sind sich einig, dass die Oper für Kinder ab zehn Jahre bestens geeignet sei. Das Projektorchester besteht aus dem Kammerorchester von „Primus“. Dazu kommen Freunde der Musikschule – ambitionierte Laien und Berufsmusiker.

Wenige Darsteller von außen unterstützen die Musikschüler

„Ich finde die Idee total cool. Das ganze Equipment hier und die Bühnentechnik, da macht das Singen noch mal so viel Spaß“, sagte Tobias Zepernick zur Hauptprobe. Der 22-Jährige Tenor, der an der Universität der Künste in Berlin Gesang studiert, ist einer der wenigen Darsteller von außen, die die Musikschüler unterstützen.

Zepernick freut sich auf die Premiere am 10. Juni, um 15 Uhr in der Mehrzweckhalle Zeuthen. Weitere Vorstellungen dort gibt es am selben Tag um 19 Uhr sowie am 11. Juni um 14 und 17 Uhr. Solch ein Opernmarathon ist möglich, weil die Rollen der Darsteller und Musiker doppelt besetzt sind. Und wer an dem Wochenende keine Zeit hat: Geplant sind auch Aufführungen am 18. Juni im FEZ Berlin, am 2. Juli in Neuenhagen (Landkreis Oder-Spree) und am 16. Juli in Ludwigsfelde.

Weitere Projekte geplant

Die Veranstalter weisen darauf hin, dass der Eintritt für die Oper in Zeuthen frei ist, aber um Anmeldung gebeten wird. „Wenn sich alle Besucher auf eine bestimmte Vorstellung orientieren, ist das ungünstig, es gibt nur eine bestimmte Anzahl von Eintrittskarten. Wer sich angemeldet hat, wird auch 30 Minuten vor Beginn hereingelassen, die anderen 15 Minuten vorher“, so der Musikschulleiter. Anmelden können sich Interessierte auf der Seite der Musikschule www.primus-musikschule.de im Internet.

Übrigens, Kinder und Jugendliche, die Lust bekommen haben, an einem ähnlichen Projekt mitzuwirken, können dies tun. Sie sind herzlich im Musiktheaterkurs willkommen.

Von Heidrun Voigt

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