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Leuchtende Augen unterm Weihnachtsbaum

MAZ-Sterntaler-Aktion Leuchtende Augen unterm Weihnachtsbaum

Die Spendenbereitschaft der MAZ-Leser für die Sterntaler-Aktion war riesig. Auf dem Spendenkonto haben sich 21 000 Euro angesammelt, mit denen die Wünsche von Familien und sozialen Einrichtungen erfüllt wurden – leuchtende Augen bei den Bescherungen garantiert.

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Nicole Rose (r.) mit ihren Kindern Louisa, Lucie und Leandro (v. r.) sowie ihrem Lebensgefährten Andreas Pruchlat (l.).

Quelle: Christian Zielke

Dahmeland-Fläming. Zur Bescherung bei Familie Rose in Mahlow braucht der MAZ-Weihnachtsmann einen größeren Schlitten – der Kofferraum des eigenen ist einfach zu klein. Die Kinder von Nicole Rose – Louisa (9), Leandro (6) und Lucie (1) – würden am liebsten sofort mit dem Auspacken beginnen, doch erst muss ein Foto gemacht werden. Als es heißt „Jetzt dürft ihr“, fliegt das Geschenkpapier durch die Gegend und die Augen der Kinder werden immer größer. Louisa kann gar nicht glauben, dass aus ihrem Wunsch „Roller oder Fernseher“ ein Roller und Fernseher geworden ist. Obendrauf gab es noch ein Lego-Haus.

Lego stand auch bei Leandro auf dem Wunschzettel, doch seine größte Aufmerksamkeit gilt dem Bären Brummel, der Geschichten erzählt. Früher hatten Bären Knopfaugen, heute USB-Kabel, um Geschichten aus dem Internet zu laden. Nicole Rose lacht, während sie die Puppe für Lucie auspackt. Die Einjährige hält ihr neues Spielzeug sofort wie ein Baby im Arm. Das Schicksal der Familie, die im November 2014 den Selbstmord des Vaters von Lucie verkraften musste, berührte viele MAZ-Leser, auch Mitglieder des Blankenfelder Männerchors „Deutsche Eiche“. Sie sammelten auf der Weihnachtsfeier 250 Euro.

Fröhliche Kinderaugen und ihr neuer Lebensgefährte Andreas Pruchlat sind für Nicole Rose ein kleines Stück vom Glück.

Wäschetrockner erleichtert den Alltag

Diana Grecksch glaubte an einen Scherz, als sie während der Sterntaler-Aktion einen Anruf von der MAZ erhielt, der ihr die Lieferung eines nagelneuen Acht-Liter-Wäschetrockners ankündigte. Die 41-Jährige vierfache Mutter und dreifache Oma managt einen Sechs-Personen-Haushalt und kommt mit der Wäsche kaum hinterher. „Der Trockner ist Gold wert“, freut sie sich.

Familie Grecksch mit den Geschenken

Familie Grecksch mit den Geschenken.

Quelle: Elinor Wenke

Auch die Kinder kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Lucy (4), die sich mit einer bösen Bronchitis herumplagt, fühlte sich schlagartig besser, als sie ihre erträumte Schminkpuppe, eine Holzeisenbahn und Hot Wheels auspacken durfte. Justin (9) jubelte, als er seinen Scooter-Roller sah. Er dreht damit schon eifrig seine Runden. Julia (17) und Lea (15) freuen sich riesig über ihre Friseur- und Kleidungsgutscheine. Die ersten Styling-Termine sind bereits vereinbart. Und auch das lädierte Bett von Lea kann endlich gegen ein neues ausgetauscht werden. Von dem Kleidungsgutschein für Baby Finnley fällt auch noch was für seine kleine Cousine Charlotte ab, die mit ihrer Mama im Mutter-Kind-Heim lebt.

„Es ist ein außergewöhnliches Weihnachtsfest“, sagte Diana Grecksch dankbar, „solche Geschenke hätte ich meinen Kindern nie bieten können.“

Freundensprünge in Jüterbog

Bianca, Leon und Lisa, die drei Kinder der Familie Janz aus Jüterbog, konnten ihr Glück kaum fassen, als sich die vielen Geschenke der Sterntaler-Spender vor ihnen stapelten. „Ich hätte nie gedacht, dass wir wirklich so viele Geschenke bekommen“, sagte Bianca.

Familie Janz beim Auspacken

Familie Janz beim Auspacken

Quelle: Anja Meyer.

Biancas schönste Überraschung waren ein Einkaufsgutschein für Kleidung und die Bettwäsche mit „Liebe ist“-Motiv. Die kleine Lisa ist jetzt mit Spielzeug, Kuscheltieren und Klamotten von Eiskönigin Elsa ausgestattet. Und auch Leon freute sich über all seine Geschenke – Star Wars-Schwert, Bettwäsche, CDs und einen Fußball .

Antje und Dieter Janz freuten sich riesig für ihre Kinder. „Das ist ja so toll, jetzt haben die drei mal richtig tolle Geschenke zu Weihnachten bekommen“, sagte Antje Janz. Sie und ihr Mann können dank der Spenden gemütlich beim Griechen in Jüterbog essen gehen.

Ein neues Fahrrad für Emily

Die kleine Emily Klesper konnte ihr Glück kaum fassen. „Emily bekommt ein neues Fahrrad!“, plapperte die Dreijährige, als der MAZ-Weihnachtsmann vor ihrer Tür stand. Noch besser wurde es allerdings, als sie das Schloss sah, das zu dem Fahrrad gehört: Es ist rosa, vom Plastik grinst Prinzessin Lillifee.

MAZ-Weihnachtsmann Oliver Fischer (l) beschert Familie Klesper

MAZ-Weihnachtsmann Oliver Fischer (l.) beschert Familie Klesper.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Emily ist die Tochter von Denise Klesper, deren Geschichte in der Vorweihnachtszeit viele MAZ-Leser gerührt hat. Die junge Mutter geriet unverschuldet in finanzielle Nöte, seit Jahren stottert sie Schulden ab. Dank der Sterntaleraktion konnten ihr und ihrer Familie zu Weihnachten dennoch die größten Wünsche erfüllt werden: Ein Autokindersitz für Maxim, das Fahrrad für Emily und ein dreitägiger Familienurlaub in Rheinsberg, den der Bestenseer Apotheker Andreas Scholz sponserte. Darüber hinaus gab es für die Kinder noch jede Menge Spielzeug. „Ich bin sehr dankbar und froh, wenn ich sehe, wie glücklich meine Kinder sind“, sagte Denise Klesper.

Knuddel-Alarm bei Familie Krüning

„Dass so viele Leute an andere denken“. Thorsten Krüning kann nichts mehr sagen, seine Kinder machen ein Sterntaler-Paket nach dem anderen auf: Der elfjährige Lukas will am liebsten sofort Schiff und Segelboot zusammenbauen; auch der sechsjährige Benny verzieht sich mit Baukästen und einem Plüschaffen, den er „Fridolin“ nennt.

MAZ-Weihnachtsbotin Jutta Abromeit (l) überbringt die Geschenke für Familie Krüning

MAZ-Weihnachtsbotin Jutta Abromeit (l.) überbringt die Geschenke für Familie Krüning.

Quelle: Gudrun Ott

Leonie (9) taucht auf den Spielzeug-Bauernhof ab und freut sich auf zwei neue Bücher. Die Zwillinge Celine und Conner (5) wissen nicht, ob sie zuerst mit der Puppenküche und dem Baumhaus spielen oder doch erst mal die großen Plüschtiere knuddeln sollen.

Thorsten und Doreen Krüning sagen leise: „Damit haben wir nicht gerechnet. Ganz, ganz vielen Dank! Da bleibt mehr Geld für neue Zimmereinrichtungen.“

Farben für viele Bilder

Doris Schindler erhielt einen Gutschein

Doris Schindler erhielt einen Gutschein.

Quelle: Gerlinde Irmscher

„Ein Gutschein für ein Künstlerfachgeschäft wäre schön“, hatte sich Doris Schindler aus Mittenwalde gewünscht. Nun gibt es für sie dank der Sterntaler-Aktion Farben, Pinsel und Leinwände satt. Vom Weihnachtsmann gab es für sie einen Gutschein für ihr liebstes Künstlerbedarf-Geschäft. „Ich möchte mich bei all denen bedanken, die geholfen haben“, sagt sie sichtlich bewegt.

Familienurlaub vom Weihnachtsmann

Große Freude bei Familie Parllaki in Ludwigsfelde

Große Freude bei Familie Parllaki in Ludwigsfelde.

Quelle: Jutta Abromeit

Diana Parllaki fasst es kaum – mit der Sterntaler-Aktion kamen nicht nur große Spielzeugpakete für ihre Söhne Adrian (13 Jahre, l.), Florian (4, hinten) und Julian (17 Monate). Die Ludwigsfelderin trauert um ihr kurz nach der Geburt im Oktober gestorbenes Töchterchen Lena. Dank eines 600-Euro-Gutscheins kann sie nun verreisen: „Ich kann mit den Jungs in den Urlaub fahren. Das Geld hätte ich nie.“

Die Frauen sind jetzt mobil

Spielzeug, ein Fernseher und ein Fahrrad gab es für das Frauenhaus in Dahme-Spreewald

Spielzeug, ein Fernseher und ein Fahrrad gab es für das Frauenhaus in Dahme-Spreewald.

Quelle: Gerlinde Irmscher

„Das ist ja der Wahnsinn, ich bin überwältigt“, sagte Franziska Rumpel (M.), die gemeinsam mit Katja Ziems (l.) das Frauenhaus des Landkreises Dahme-Spreewald leitet. Stellvertretend für die Frauen und Kinder, die die Feiertage in der Einrichtung verbracht haben, nahm Isabelle Ohlew (r.) mit ihnen die Sterntaler-Geschenke entgegen, darunter das ersehnte Fahrrad, ein Fernseher und jede Menge Spielzeug. Auch ein Weihnachtsbaum, der ganz weit oben auf dem Wunschzettel stand, war dabei.

Spaß und Ablenkung

Alle verfügbaren Frauen mussten mithelfen, die riesigen Sterntaler-Geschenkkartons für die Frauenhäuser in Luckenwalde und Ludwigsfelde nach oben zu hieven – zum Beispiel einen professionellen Boxsack mit passenden Boxhandschuhen für die Einrichtung in Ludwigsfelde. „Das ist prima“, sagte Katrin Buschmann, die künftige Leiterin der beiden Frauenhäuser, „da können frustrierte Frauen ihre Trauer oder Wut abreagieren.“

Sterntaler-Bescherung in Luckenwalde

Sterntaler-Bescherung in Luckenwalde.

Quelle: Elinor Wenke

Eine vorfristige Bescherung gab es bereits für das Haus in Luckenwalde – zwei nagelneue Elektroherde. „Die alten hätten wirklich nicht mehr lange durchgehalten“, zeigte sich Beate Stellmacher, die zuständige Betreuerin für Luckenwalde, erleichtert. „Und von der Anlieferung bis zum Einbau hat alles wie am Schnürchen geklappt“, lobte sie die Sterntaler-Aktion.

Die Kinder der Einrichtung konnten es kaum erwarten, das Geschenkpapier aufzureißen. Ein Feuerwehrauto, Bausteine, Bauernhöfe aus Holz, Puppen, Autos, Knete, zwei Werkbänke und vieles mehr stapelte sich auf dem Geschenketisch. Auch Kinogutscheine für Potsdam und die entsprechenden Bahn-Gutscheine waren dabei. „Da können unsere Frauen mal einen Ausflug unternehmen und sich ein wenig ablenken“, sagte Katrin Buschmann, das Geld konnte aus dem eigenen Budget nicht aufgebracht werden.

Tafel-Transporter rollt wieder

Für die Tafel gab es einen Gutschein für neue Transporter-Reifen

Für die Tafel gab es einen Gutschein für neue Transporter-Reifen.

Quelle: Anja Meyer

Die Mitarbeiter der Zossener Tafel freuen sich riesig über einen Gutschein im Wert von 550 Euro für neue Ganzjahresreifen für ihren Transporter. „Der Winter wird irgendwann noch kommen“, sagt Tafel-Leiter Ricardo Schewe. „Und dann sind wir gut gewappnet!“ Er dankt allen Spendern im Namen aller Tafel-Mitarbeiter ganz herzlich. „Das ist einfach genial“, sagt er.

Tagesausflüge, Kühlschränke und Linoleum

Während die Sterntaler-Familien längst beschert und auch die Geschenke für die Frauenhäuser in den Landkreisen Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming abgeliefert sind, warten einige soziale Einrichtungen, die in diesem Jahr ebenso von der großen Spendenbereitschaft der MAZ-Leser profitieren sollen, noch auf ihre Präsente. Die Gründe dafür sind ganz unterschiedlich.

Beim Schulsanitätsdienst des DRK beispielsweise haben die Weihnachtsferien den Weihnachtsboten einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Bescherung wird aber natürlich Anfang Januar nachgeholt – und in der MAZ dokumentiert. Auf der Wunschliste standen Grundausstattungen für die Sanitäter.

Die Mitglieder der Behindertenverbände Königs Wusterhausen und Jüterbog-Niederer Fläming haben sich Ausflüge gewünscht – die einen in den Spreewald, die anderen in den Filmpark Babelsberg in Potsdam. Beide Wünsche werden erfüllt – allerdings erst im Frühjahr, wenn das Wetter entsprechende Touren zulässt und die Temperaturen milder sind. Die Verantwortlichen wissen bereits Bescheid und kümmern sich gemeinsam mit der MAZ um die Planung der Fahrten.

Bei den Tafeln standen Kühlschränke und Baumaterial für die Gestaltung der Ausgaberäume hoch im Kurs. In den kommenden Tagen werden unter anderem drei Kühl-Gefrier-Kombinationen nach Königs Wusterhausen, eine Kombination nach Bestensee und ein Kühlschrank mit Glastür nach Luckenwalde geliefert – natürlich wird die MAZ dabei sein. Gleiches gilt für Malerarbeiten und die Verlegung neuen Linoleum-Bodenbelags bei der Jüterboger Tafel, wo Anfang Januar ordentlich gewerkelt wird. Zudem können neue Lagerregale anschafft werden. Auch in Luckenwalde wird es einen neuen Bodenbelag geben.


Von MAZonline

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