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Dahme-Spreewald Liedermacher und Schweden-Rocker
Lokales Dahme-Spreewald Liedermacher und Schweden-Rocker
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19:22 14.07.2015
Die Band „Massendefekt“ vom Niederrhein macht klassischen Punkrock. Quelle: Promo
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Königs Wusterhausen

Ganz entspannt bleiben Juana Rockstroh und Alban Gallus, wenn sie ans bevorstehende „Bergfunk-Open-Air“ denken, das ihr Verein Stubenrausch seit 2011 organisiert. Am 21. und 22. August wird das Areal um das ehemalige Senderhaus 2 auf dem Königs Wusterhausener Funkerberg wieder zum großen Festivalgelände.

„Über die Jahre haben wir gelernt, das meiste vorneweg zu lösen“, sagt Gallus, einer der beiden Vorsitzenden des Vereins. Jeder Mitstreiter hat feste Aufgaben, alle sind eingespielt und wissen, wann was zu erledigen ist. Dass sich alle ehrenamtlich engagieren aus Liebe zur Musik und zur Heimat, erstaune vor allem die anreisenden Musiker, erzählen Gallus und Rockstroh. Niemand vom Verein, der derzeit 32 Mitglieder hat, macht diese Art Veranstaltungsorganisation professionell. Das Wissen und Können haben sich die Bergfunk-Aktivisten des Vereins durch die jahrelange Erfahrung angeeignet.

„Es bleibt beim bewährten Konzept, der Freitag ist ein bisschen ruhiger mit Singer/Songwritern“, erzählt Juana Rockstroh über das Programm. „Samstags gibt es eigentlich immer Rock, in diesem Jahr aber Rock und HipHop“, so Gallus. „Die Hamburger Band Neonschwarz macht linken Rap“, sagt er. Gerade in Berlin habe die Truppe eine große Fangemeinde. Und die wollen die Stubenrausch-Akteure gern nach Königs Wusterhausen locken.

Aber natürlich auch die Leute aus der Region. Um die 500 Besucher kamen im vergangenen Jahr zu jedem der beiden Bergfunk-Abende. Und auch die direkt zuvor veranstalteten Kulturtage Königs Wusterhausen, für die der Stubenrausch-Verein 2009 erstmals erfolgreich die Regie übernommen hatte und die alle zwei Jahre stattfinden sollen, waren 2014 ein großer Erfolg. Im nächsten Jahr stehen beide Festivals wieder an. Außerdem hat Stubenrausch nun auch die Organisation des Floßspektakels „Flotte Notte“ inne, das es 2016 ebenfalls wieder geben wird. „Das nächste Jahr wird straff“, sagt Alban Gallus, der beim Bergfunk für die Musikauswahl zuständig ist.

Dabei achtet er auf Wünsche von seinen Mitstreitern. So gerieten die Rocker „Dead Lord“ auf die Booking-Liste, ein Herzenswunsch eines Vereinsmitglieds. „Das sind ziemlich coole Typen“, so Gallus über die populären Schweden, die just am Tag vor ihrem Auftritt auf dem Funkerberg ihr neuestes Album herausbringen. Als Lokalmatadoren rücken „Inge & Heinz“ an, die Klamauk-Combo aus Luckenwalde präsentiert ihr wildes Schlager-Rock-Potpourri mit sehenswerter Bühnenshow.

Auch Juana Rockstroh hatte einen Wunsch: Die Musiker von „Massendefekt“ vom Niederrhein machen klassischen Punkrock. In Richtung Crossover geht dagegen das Sextett „Trouble Orchestra“, das Indie und linken Rap kombiniert. Die Düsseldorfer von „Der Plot“ waren sogar schon einmal beim Bergfunk. „Das hat Spaß gemacht“, erinnert Gallus sich an den Auftritt der Hip-Hopper. Über das renommierte internationale Bandfestival Emergenza, das mit Bergfunk kooperiert, kommen „The Jerks“ aus Stuttgart mit ihrem Indie-Rock. Zum Teil aus der Gegend um Königs Wusterhausen stammen die Mitglieder von Statttleben.

Offiziell veranstaltet die Stadt das Festival, steuert dafür auch 10 000 Euro bei. Planung und Organisation liegen aber beim Stubenrausch-Verein. Der hat über die Jahre noch einige Sponsoren und Unterstützer gewinnen können und viele ehrenamtliche Helfer, die sich einfach auf zwei tolle Tage auf dem Funkerberg freuen.

Mittlerweile fast vergessen ist das Schicksalsjahr 2012, als die Einnahmen der Ticketverkäufe die Kosten nicht decken konnten. Spontan wurde die erfolgreiche Initiative „Bergfunkretter“ gegründet. Stubenrausch machte weiter. Das beeindruckt auch die Musiker, die oft zum ersten Mal überhaupt nach Königs Wusterhausen kommen. „Die Angst von damals ist aus den Köpfen raus“, sagt Alban Gallus, der den Verein 2007 mitgegründet hat. Es gibt immer noch Träume, mal die 1000er-Marke zu knacken bei den Besucherzahlen oder Gisbert zu Knyp-hausen für den Freitagabend zu gewinnen. Das hat auch in diesem Jahr wieder nicht geklappt, dafür konnte Gallus andere hochkarätige Liedermacher einladen. Etwa die Berliner „Kleingeldprinzessin“ Dota, deren Musik ein bisschen zwischen Bossa Nova und Jazz pendelt. Oder Enno Bunger, eine Band, von der Gallus nach einem Konzert selbst sehr begeistert war. Dann kommen „Irgend & Jemand“ für einen ihrer seltenen Auftritte und das Leipziger Duo „Talking to Turtles“. Mit denen wird der Einstieg in das aufregende Wochenende ganz entspannt.

Info: Tickets ab 11,95 Euro, weitere Infos unter www.bergfunk-openair.de

Von Karen Grunow

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