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Dahme-Spreewald Linke-Kandidaten stellen sich vor
Lokales Dahme-Spreewald Linke-Kandidaten stellen sich vor
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21:55 12.07.2016
Anke Domscheit-Berg,bewirbt sich um ein Direktmandat der Linken. Quelle: Hartmut F. Reck
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Luckenwalde

Alte und neue Gesichter sah man bei der Gesamtmitgliederversammlung des Kreisverbands Teltow-Fläming der Partei Die Linken am Sonnabend im Kreishaus in Luckenwalde. Dort wurden die Delegierten des Kreisverbands gewählt, die ihn bei den Vertreterversammlungen der Linken für die drei Bundestagswahlkreise repräsentieren werden. Die Vertreterversammlungen nominieren die Direktkandidaten der Linken in den drei Wahlkreisen, in denen der Landkreis Teltow-Fläming aufgeht.

Landkreisübergreifende Bundestagswahlkreise

Der ist nach wie vor dreigeteilt in den Wahlkreis 60 (Brandenburg/H., Potsdam-Mittelmark I, Havelland III und Teltow-Fläming I mit Jüterbog und Niedergörsdorf), in den Wahlkreis 61 (Potsdam, PM II und TF II mit Ludwigsfelde und Großbeeren), sowie in den Wahlkreis 62 (Dahme-Spreewald, Oberspreewald-Lausitz I und TF III, also dem Rest des Landkreises Teltow-Fläming).

Norbert Müller Quelle: Hartmut F. Reck

Zwar sind die Direktkandidaten noch nicht nominiert, gesetzt sind sie aber soweit schon. Im Wahlkreis 62 soll der parteilose Carsten Preuß kandidieren. Er ist Vorsitzender der Linksfraktion in der Zossener Stadtverordnetenversammlung und engagierter Umweltaktivist. Da er selber nicht kommen konnte, warb der Kreisvorsitzende Felix Thier für ihn.

Norbert Müller verbreitet Optimismus

Im Wahlkreis 61 wird wieder Norbert Müller kandidieren. Er ist bereits Bundestagsabgeordneter, weil er für Diana Golze aus dem Wahlkreis 60 nachrückte, als sie Sozialministerin im brandenburgischen Kabinett wurde.

Müller verbreitete Optimismus: „Ich glaube, wir können gestärkt aus den neuen Bundestagswahlen hervorgehen.“ Ein Grund dafür sei die sich auflösende SPD und das Hin und Her ihres Vorsitzenden Sigmar Gabriel. Auch die CDU schwächele, weil Kanzlerin Angela Merkel nicht mehr als Zugpferd wirke. Zwar hätten auch die Linken etwa zehn Prozent ihrer Wählerschaft an die AfD verloren, würden das aber kompensieren, vor allem durch enttäuschte SPD-Wähler.

Carsten PrEuß Quelle: Krischan Orth

Als Kandidatin für den Wahlkreis 60 empfahl sich die bekannte Netzaktivistin und Publizistin Anke Domscheit-Berg. Die ehemalige Piraten-Politikerin und gefragte Talkshow-Diskutantin wurde von den Linken dazu gewonnen, als Parteilose gegen Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) zu kandidieren. Domscheit-Berg bezeichnete sich als linke Feministin, die sich nach einem Rechtsruck der Piraten dort nicht mehr zu Hause gefühlt habe. Sie wolle nie wieder in eine Partei eintreten, erkenne aber, „dass mein Wertegerüst kompatibel ist mit dem der Linken“.

Chance für Quereinsteiger

Es sei eine Chance für die Linken, „dass sie offen genug sind, nach Kompetenz von außen zu suchen, denn erst Quereinsteiger machen die Politik interessant“, so Domscheit-Berg. Ihre Themen seien Geschlechtergerechtigkeit, gläserne Regierung und Abgeordnete, Ablehnung zunehmender Überwachung, digitaler Wandel und Geflüchtete. Am morgigen Mittwoch wird Domscheit-Berg übrigens in Jüterbog in der Reihe „Maritta Böttcher und Gäste“ in der Sakristei des Kulturquartiers auftreten.

Von Hartmut F. Reck

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